Open World, Realismus-Zwang und Co.: Fünf Spiele-Trends, die uns negativ aufstoßen
Open World
Sie könnten ... aber Sie dürfen auch ... oder ... vielleicht da lang? Äh, hä?
Ein streitbares Thema: Wer regelmäßig im Internet nach Testberichten recherchiert, der stößt nicht selten auf den Contra-Punkt "Sehr linear, wenig zu entdecken". Open World hat sich gemausert, von der extravaganten Spielidee zum vermeintlichen Standard. Eine Entwicklung, die wir trotz ihrer zahlreichen Vorteile mit einem weinenden Auge beobachten. Vor Entscheidungen, mit denen wir unsere eigene Geschichte schreiben, stellt uns das Leben nur allzu häufig. Da braucht es keine virtuelle Realität, die Ähnliches fordert.
Download-Content
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An sich eine gute Idee, um Fans über einen langen Zeitraum an ein Spiel zu binden. Biederer Nachgeschmack: Oftmals erscheinen die ersten Download-Inhalte nur wenige Tage beziehungsweise Wochen nach dem Release des Spiels. Das wirft die Frage auf, ob es denn tatsächlich nicht möglich gewesen wäre, entsprechende Inhalte in die Verkaufsversion zu integrieren. Letztendlich plagt uns das Gefühl, etwas Unvollständiges gekauft zu haben.
Der Drang zum Realismus
Realistischer Hubschrauber, realistischer Schauplatz, realistische Spielfigur, realistische Waffe. Alles realistisch.
Ein seltsames Phänomen: Obgleich das künstlerische Handwerk grenzenlose Kreativität zulässt, werben nahezu sämtliche Publisher mit enormer "Realitätsnähe". Außergewöhnliche - mittlerweile möchte man sagen: mutige - Spieldesigns finden sich lediglich im Independent-Sektor, wo Braid, Eufloria oder Plants vs Zombies zu Hause sind. War es nicht einst Sinn und Zweck der Spiele, uns aus dem Alltag zu reißen und in fremde, unfassliche Welten zu entführen?
Profillose Protagonisten
Und dann sagte er "... .... .... ... ... ........... ...." und ging.
Sie durchleben die Hölle auf Erden, bereisen gefahrvolle Fantasy-Welten und schrammen dutzende Male am Tode vorbei - und trotzdem, sie sagen kein Wort, zeigen kein Gefühl. Der typische Protagonist, er wird von Spiel zu Spiel profilloser. Entwickler nehmen ihm die Sprache, die Gestik, die handelnde Interaktion mit anderen Charakteren. Der scheinbare tragende Grund: Vermeintlich bessere Identifikation, das Gefühl, nicht die Figur stehe im Handlungs-Zentrum sondern man selbst.
Lieblose Mehrspieler-Modi
Natürlich MIT Mehrspieler-Modus!
Der Mehrspieler-Modus scheint ein Feature zu sein, ohne das kein Spiel mehr auf den Markt darf. Die Gefahr, von Presse und Kunde abgestraft zu werden, ist hoch. Die traurige Konsequenz: Er dümpelt so nebenher, lieblos und uninteressant. Verschwendete Entwicklungszeit, die dem Einzelspieler-Modus oftmals besser getan hätte. Wenn Mehr, dann bitte konsequent und fokussiert!
Wenn Sie wissen möchten, was unsere Kollegen von videogameszone.de zum Thema denken, lesen Sie den Artikel "Diese zehn Videospieltrends gehen uns auf die Nerven".


[uRL=http://de.wikipedia.org/wiki/Authentizit%C3%A4t#Rhetorik]Wikipedia: Authentizität[/uRL]
Darum habe ich ja eben definiert, was "Realismus in Games" für mich bedeutet.
Wie kann etwas, was es garnicht in Wirklichkeit gibt realistisch dargestellt werden? DAS ist ein Paradoxon, Herr KatieKen.
Das Krieg…