Kolumne: Nehmen Spieler sich zu ernst?
Finden viele Leute nicht witzig: Alarmstufe Rot 3.
Unter fast jeder beliebigen Meldung zu Alarmstufe Rot 3 erscheint er unweigerlich: Der KeUddHna. KeUddHna, kurz für "Kommentar eines Users, der den Humor nicht abkann" bereitet sich aus. Psionische Schulmädchen als Spezialeinheit? Fallschirmspringende Kampfbären? Als das prangert er an, der KeUddHna.
Auch in der PC-Games-Redaktion gibt es Kontroversen. "Also nein, da hört's bei mir wirklich auf." - "Echt, das geht zu weit." Die Entwickler selbst sind - natürlich - zufrieden mit ihrer Schöpfung, doch bei mir bleibt eine Frage: Nehmen sich Spieler einfach zu ernst, wenn sie jede Verballhornung kategorisch ablehnen?
Womöglich würde sich Alarmstufe Rot 3 deutlich besser kaufen, wenn ein realistisches Szenario gegeben wäre, wenn ein Stalin wiederkäme, quasi eine Neuauflage vom ersten Teil.
Genial, aber unverkäuflich: Psychonauts.
Und Alarmstufe Rot 3 ist bei weitem nicht das einzige Beispiel. Erinnern Sie sich an Paraworld, Wiggles, Psychonauts oder Beyond Good and Evil? Spielepackungen voller Ideen und abgefahrener Einfälle - und voller Blei, scheinbar. Zumindest aus den Händlerregalen holten die Käufer sie kaum.
Woran liegt das? Warum nimmt sich die Mehrzahl der Spiele(r) so ernst? Bestenfalls einen humorigen Anflug gestatten sich die erfolgreichen Spiele wie Gothic, lediglich Freude (hat da jemand "positive Energie" gesagt?) im Überschwang strahlt ein Anno 1701 aus.
Sagen Sie mir, woran das liegt. Warum schwärmen Sie von Call of Duty 4, aber nicht von Sam & Max? Was ist am ollen Kane den besser als an Natasha? Warum verschmähen wir Overlord, während wir Dungeon Keeper doch so mochten? Und wo springt der KeUddHna immer her? Ich freue mich auf Ihre Kommentare (rechts finden Sie das Eingabefeld dafür).
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