Es gibt Spiele, die haben einen schweren Start. Left 4 Dead 2 zum Beispiel, weil es für viele deutlich zu früh erschien, oder Modern Warfare 2, weil dezidierte Spiele-Server fehlen. Und dann kommen sie raus, die erbarmungslosen Kritiker, und hassen was das Zeug hält. In Foren, in Kommentaren, in Online-Shops. Welche Spiele in jüngster Vergangenheit betroffen waren, erfahren Sie im Folgenden: Sieben Spiele, die schon vor ihrem Release gehasst wurden.
Left 4 Dead 2
Left 4 Dead 2: Zu früh? [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wofür es gehasst wurde: Seiner Existenz wegen
Ja, so ist es. Left 4 Dead 2 gehört zur kleinen Gattung jener Spiele, die wegen ihres bloßen Daseins gehasst wurden (und nach wie vor gehasst werden). Gekoppelt ist die Abneigung an das frühe Veröffentlichungsdatum (im Abstand zu Left 4 Dead) und seinen scheinbaren Update-Charakter. Das Unheil begann im Juni dieses Jahres auf der E3-Pressekonferenz von Microsoft. "Left 4 Dead 2 kommt im November", hieß es, im November 2009, wohlgemerkt. Genau ein Jahr nach Left 4 Dead. Ein bisschen früh, hm?
Zurecht? Irgendwie.
Left 4 Dead 2 ist ein gelungenes Spiel, mit Stärken und Schwächen, mit interessanten Neuerungen und Update-Charme. Was sich nach der Veröffentlichung gezeigt hat: Wer's vorher gehasst hat, hasst es jetzt immer noch. Selbiges gilt übrigens auch für die Seite der Liebenden.
Crysis
Crysis. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wofür es gehasst wurde: Grafik. Hype. Viel Hype. Und weil PC Games endlos darüber berichtet haben.
Uns ist selten ein Spiel unter gekommen, das einen so immensen Hype verursachte wie Crysis. Im Kern verschuldet, das ist unbestritten, war dieser Hype der phänomenalen Grafik (Promo-Screenshot rechts!). Entsprechend groß war das Interesse an dem Ego-Shooter des deutsch-türkischen Unternehmens Crytek. Und entsprechend ausführlich unsere Vor- und Nachberichterstattung.
Zurecht? Lassen Sie uns kurz nachden ... Nein.
94 Prozent im Test, die höchste Wertung seit Bestehen der Motivationskurve. Nichtsdestotrotz spalten sich nach wie vor die Lager: "Hoffnungslos überbewertet", sagen die einen, "absolut gerechtfertigt", sagen die anderen.
Diablo 3
Diablo 3: Zu bunt? [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wofür es gehasst wurde: Kunterbunter-Teletubbi-Grafikstil
Viel Engagement zeigten die Diablo-Fans bei ihrer Kritik am Grafikstil von Diablo 3. Da huschten nicht nur Parolen wie "viel zu bunt" durch die Foren, sondern auch konstruktive Gegenvorschläge, zahlreiche Bilder. Bilder von düsterer Tristesse und Bedrückung. "Geht nicht", sagte Blizzard, "sonst kann man die Gegner nicht mehr von der Umgebung unterscheiden." Ende der Diskussion.
Zurecht? Bleibt abzuwarten.
Blizzard, obwohl seit Jahren Garant für qualitativ hochwertige Produkte, genießt kein Gottvertrauen. Deshalb sparen wir uns ein vorläufiges Urteil an dieser Stelle.
