Spielemarkt

Die Welt ist nicht genug - Das Open-World Prinzip in Spielen

14.03.2008 12:28 Uhr
|
Neu
|

1981: Wizardry zeigte Dungeons aus Strichen, farblos, kantig. Aber man konnte sich frei bewegen. Aus diesem Minimalismus erwuchsen die XXL-Areale von Might & Magic, Bard’s Tale, Eye of the Beholder, AD&D-Rollenspielen. 1981: Wizardry zeigte Dungeons aus Strichen, farblos, kantig. Aber man konnte sich frei bewegen. Aus diesem Minimalismus erwuchsen die XXL-Areale von Might & Magic, Bard’s Tale, Eye of the Beholder, AD&D-Rollenspielen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die PC-Games-Community ist sich einig: 74 Prozent lieben große, offene Welten, nur 25 Prozent machen von der Güte des Dargebotenen abhängig, ob sie sich darin wohl fühlen.
1 Prozent mag an die Hand genommen, linear durchs Spiel geführt werden.
Das ist ein, vorsichtig ausgedrückt, deutliches Ergebnis, und es erklärt, warum GTA seit Teil 3 so viele Exemplare verkauft, dass leitende Rockstar-Designer ihrem Firmennamen wahre Bedeutung verleihen.

Die Serie ist Teil der Popkultur geworden, denn sie zielt geradewegs auf den Forscherdrang in uns, lässt die Freiheit, zu tun, was immer einem beliebt. Auch andere Hersteller wissen um die Wichtigkeit uneingeschränkter Entdeckungsreisen. The Elder Scrolls 4: Oblivion, Gothic 3, Rollenspiele überhaupt gefallen dem Publikum, wenn sie die Grenzen in ihren Welten großzügig abstecken.

1999: Omikron: The Nomad Soul ließ den Spieler als einer der ersten Titel von der Leine: Frei zu erkunden war eine Stadt, architektonisch anziehend, weil futuristisch; darin hunderte von Figuren. Ladezeiten, Laufwege und tröpfelnder Story-Fortgang machten es vergessen. 1999: Omikron: The Nomad Soul ließ den Spieler als einer der ersten Titel von der Leine: Frei zu erkunden war eine Stadt, architektonisch anziehend, weil futuristisch; darin hunderte von Figuren. Ladezeiten, Laufwege und tröpfelnder Story-Fortgang machten es vergessen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Selbst Shooter gewinnen an Attraktivität, sobald sie Spielablauf-Gleise zugunsten der Nicht-Linearität abbauen und der Taktik Einlass gewähren. 61 Prozent der Befragten auf pcgames.de finden Areale wie die aus Crysis gut, 5 Prozent wollen lieber skriptbasiertes Gameplay à la Call of Duty 4: Modern Warfare. 34 Prozent messen beim Spielen, wie sehr ihnen umfangreiche Schlachtfelder gefallen.

Auf die Frage, was man sich für Spiele dieser Art zukünftig wünscht, folgt als meistgegebene Antwort eine andere Art der Freiheit: Bugfreiheit. Mit jedem Meter mehr an Areal und Freiheit wächst die Gefahr, dass Fehlerteufel auf den Plan tritt.
Ähnlich verhält es sich mit der Antwort, man erwarte eine bessere KI. NPCs neigen auf geräumigen Flächen zur Dämlichkeit, weil sie sich dynamisch dem Handeln des Spielers anpassen müssen, während sie einem Tagesablauf nachzugehen versuchen. Jedenfalls dürfte der GTA-Verkehr mehr Unfallopfer gefordert haben als die Realität.

Einiges liegt noch im Argen mit dem Open-World-Konzept; doch es ist nichts, was die Zukunft nicht richten könnte. In unserer Galerie (Auf diese Spiele können Sie bauen / Durchwachsen Nachgemachtes) lesen Sie über wegweisende und misslungene Vertreter des Genres, gefolgt von Links zu Previews dreier Spiele (s.u.), die es vielleicht in die erstgenannte Kategorie schaffen. Wobei das vielleicht in Bezug auf Grand Theft Auto 4 eher zur Garantie umschwankt.

Vorschau zu:
This is Vegas
Grand Theft Auto 4
Just Cause 2

Erfahrener Benutzer
Moderation
14.03.2008 12:28 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
17.03.2008 19:06 Uhr
Also mal ne Frage zum Artikel.

Warum "freie Spielwelt" erst ab dem 3. Teil von GTA. Ist das mit 3D verbunden. Im zweiten Teil konnte man auch schon auswählen, was man als nächstes machen will. Und an den ersten kann ich mich nicht mehr so genau erinnern.


Und zum Thema NFS. Ich Glaube bei…
Bewertung: 0
17.03.2008 17:01 Uhr
das erste spiel das mich mit einer relativ großen Spielwelt und noch dazu atemberaubender Weitsicht beeindruckt hat, war der Shooter Project IGI - aber auch in spielen wie dem erwähnten Oblivion fand ichs toll durch die Landschaft zu laufen^^ und Spiderman 3 bietet den Reiz sich durch ein fast komplettes…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
16.03.2008 14:36 Uhr
Zitat: (Original von Walkes100 am 14.03.2008 18:07)


Spiele wie Call of Duty 2 konnten solche Fehler weitgehend vermeiden, aber ich empfand es trotz aller Bemühungen nie als glaubwürdig, wenn ich mich nur linear durch eine Mission kämpfen musste. Gerade bei diesen Genre vermisse ich es frei im Team meinen eigenen Weg zu finden.

Verwandte Artikel

36°
 - 
Wir sind auf der Suche nach dem besten Fantasy-Rollenspiel. Nachdem wir Ihre persönlichen Favoriten mit aufgenommen haben, folgt nun die große Umfrage. Welches Fantasy-Rollenspiel ist das Beste aller Zeiten? mehr... [71 Kommentare]
34°
 - 
Die Industrie macht ernst und geht nun rigoros gegen Raubkopierer vor. Durch den Ankauf einer Daten-CD aus der Schweiz verfügen die führenden Publisher über die IP-Adressen tausender deutscher Raubkopierer. Um der Verfolgung zu entgehen, bietet die Industrie jedoch das Mittel der Selbstanzeige an, bei der die Täter alle illegal erlangten Titel offenlegen und zum aktuell gängigen Wert nachträglich erwerben müssen. mehr... [33 Kommentare]
34°
 - 
Angesichts des Hypes um die Next-Gen-Konsolen wollten viele den PC schon abschreiben - doch wir sagen: 2014 ist der Rechner als Spieleplattform stärker denn je! Und das belegen wir in unserem dreiteiligen Video-Special anhand von 11 Thesen. In Teil 3 geht es um Abomodelle, MOBAs und Rollenspiele. mehr... [1 Kommentar]
34°
 - 
Viele Computerspiele - so gut sie auch sein mögen - enttäuschen spätestens, wenn man nach nur wenigen Stunden den Abspann sieht. Welche Games mit maximaler Spielzeit ihr Geld allemal wert sind, erfahren Sie in diesem Special. mehr... [20 Kommentare]