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Der Retro-Trend: Warum die vielen Neuauflagen?

05.12.2008 09:00 Uhr
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Hula-Hoop-Reifen, Schlaghosen, Euro-Trash und der New Beetle - Retro-Wellen haben uns bis jetzt nicht nur Gutes beschert. Kein Wunder also, dass viele Spieler dem derzeitigen Trend zur Neuauflage skeptisch gegenüberstehen. Berechtigte Vorbehalte oder einfach nur Panikmache? Und natürlich: Wie kommt es zu diesem merkwürdigen Trend? Aber werfen wir zunächst einmal einen Blick auf die Remakes dieser Tage.
Der Retro-Trend: Warum die vielen Neuauflagen?
Eine besondere Stellung innerhalb der aktuellen Retro-Welle haben ohne Frage die Siedler inne. Die Neuauflage des Wuselfaktors unter dem Namen Die Siedler 2: Die nächste Genration war ungemein erfolgreich und führte gar zu einem radikalen Marketing-Dreh im Hause Ubisoft. Denn fortan wird die Siedler-Lizenz in zwei separaten Linien weitergeführt: In der Evolutionslinie erschien zuletzt die Erweiterung Reich des Ostens für Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs. Die Traditionslinie hingegen führt, initiiert von Die nächste Generation, das alte Regelwerk weiter. Bald erscheint dort ein neuer Titel namens Aufbruch der Kulturen, der allerdings nicht mehr den Charme des Klassikers versprühen, sondern mit neuen Völkern und einer durchgehenden Story glänzen soll.

Überhaupt scheint gerade der Strategie-Sektor sehr vom Remake- Boom zu profitieren. In den letzten Monaten erscheinen immer wieder Ankündigungen im Blätterwald der Pressemitteilungen, deren Titel seltsam vertraut klingen. Jüngster Spross in der Familie der Management-Neuauflagen: Sid Meier's Civilization 4: Colonization. Hier ging die Motivation wohl vom Volke aus. Denn seit über zehn Jahren dürstete die Fangemeinde nach einem neuen Colonization-Teil.

Doch während die Welteroberungsfraktion bereits den vierten Civilization- Nachfolger spielte, mussten Freunde des Kolonialisierungsszenarios ihrem Unmut weiter in Foreneinträgen Ausdruck verleihen. Genau diese hatte Entwickler Firaxis wohl aufmerksam mitgelesen und entschied sich dann, auf Basis des Civ 4-Gerüstes ein Colonization-Remake zu zimmern. Noch in diesem Herbst dürften wir wissen, ob sich die Rückkehr in die Neue Welt lohnt.

Wie man die Rückkehr eines Klassikers gründlich versemmelt, hat hingegen Firefly gezeigt. Die Spieleschmiede ist weithin bekannt als Schöpfungsort der Stronghold-Serie, die kurz nach der Jahrtausendwende einige Erfolge verzeichnen konnte. Stronghold, Stronghold 2 und Stronghold Crusader heimsten hohe Wertungen ein und konnten Strategen monatelang beschäftigen. Danach wollte man bei Firefly etwas Neues probieren und hievte die Serie in die dritte Dimension.

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05.12.2008 09:00 Uhr
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