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Spielemarkt

Das Ende der verpackten Spiele: Retail- vs. Online-Handel - Der Download-Vertrieb als Zukunfts-Modell

07.08.2011 18:00 Uhr
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Schon oft wurde der Untergang der klassischen im Handel erhältlichen Spiele, sogenannte Retail-Produkte, proklamiert. Doch löst der Online-Handel mit zum Download angebotenen Spielen den Verkauf verpackter Produkte tatsächlich ab? PC Games wagt eine Analyse.

Der digitale Einkauf von Spielen wird immer populärer. Noch sind die Preisvorteile aber auf diverse Aktionen begrenzt. Der digitale Einkauf von Spielen wird immer populärer. Noch sind die Preisvorteile aber auf diverse Aktionen begrenzt. Wir schreiben das Jahr 2004. Half-Life 2 erscheint und wird von Fans und Presse gefeiert. Doch Valves Ego-Shooter hat einen Pferdefuß: Er ist eines der ersten Spiele, das Käufer nach dem Erwerb im Laden online registrieren müssen. Bei der Online-Plattform Steam, die Valve zwei Jahre zuvor vorgestellt hat und die Vollpreisspiele zum Download anbietet. Per Kredikarte oder mittels Dienstleistern wie Paypal erwerben Käufer Spiele in ihrer reinsten Form: ohne Verpackung, ohne Datenträger, nur Bits und Bytes, die durch die Telefonleitung auf den heimischen Rechner finden. In den folgenden Jahren gewinnt Valve immer mehr Firmen für sein Projekt, in Rekordzeit schießen ähnliche Webseiten aus dem Boden, die sich der digitalen Distribution verschreiben. Inzwischen stimmen Branchengrößen nahezu täglich den Abgesang auf den traditionellen Ladenverkauf an und prophezeien den Siegeszug des Download-Handels. Doch warum ist der Online-Vertriebsweg bei Entwicklern und Publishern so beliebt? Verdrängt der Verkauf über Steam & Co. in Zukunft das Geschäft mit verpackten, also "boxed" Spielen? Und wo erwerben die PC-Games-Leser ihre Spiele am liebsten? Wir wagen eine Analyse.

Erfolgsmodell Download
Die NPD Group ist ein US-amerikanisches Marktforschungsunternehmen, welches das Kaufverhalten der Konsumenten bei einer Reihe von Produkten untersucht, von Haushaltsgeräten bis Schuhen. Ebenfalls von der Firma erfasst: Die Verkaufszahlen von PC- und Videospielen in den USA. Für 2010 hat die NPD Group errechnet, dass US-Bürger 15,9 Milliarden Dollar für Videospiele ausgegeben haben. 24 Prozent davon entfielen auf alle Arten der digitalen Distribution, von Spielekäufen bei Download-Plattformen über Mini-Anwendungen für Handys (Apps) bis hin zu den Erlösen aus Flash-Spielen in sozialen Netzwerken wie Facebook. 24 Prozent, das sind 3,8 Milliarden US-Dollar, also fast ein Viertel des Gesamtumsatzes; Tendenz: steigend. Angesichts solcher Zahlen fällt es schwer, weiterhin die Überzeugung zu vertreten, dass die Verbreitung von Spielen per Bezahl-Download nur ein Randphänomen ist. Die wachsende finanzielle Bedeutung des Download-Handels ist aber nur einer der Gründe, warum etwa Matias Myllvrinne (der Chef von Max Payne 2-Entwickler Remedy) das Retail-Geschäft, also den Verkauf verpackter Spiele im Einzel- oder Versandhandel, möglichst schnell zu Grabe tragen möchte: "Je schneller die Industrie vollständig digitalisiert ist, desto besser für alle."

Online-Kostenersparnis
Derartige Aussagen wirken auf den ersten Blick wie ein Schlag ins Gesicht jener Spielesammler, die ihre über die Jahre gekauften Spiele fein säuberlich im Regal aufreihen und den bestens erhaltenen Pappkarton ihres The Secret of Monkey Island-Originals regelmäßig von Staub befreien. Hinter der Begeisterung der Unternehmen für das digitale Geschäft steckt jedoch keine böse Absicht, sondern harte Fakten: Bei der Download-Distribution entfallen viele Kosten, die den Profit bei einer üblichen Retail-Produktion schmälern. Download-Spiele benötigen keine Verpackung, kein gedrucktes Handbuch. Das Presswerk beschreibt keine Datenträger, kein LKW-Fahrer fährt die fertigen Boxen zum Großhändler. Der günstige Vertrieb kommt auch kleinen Firmen zugute, die eine Retail-Veröffentlichung finanziell nicht stemmen können: den Indie-Studios.

Presivergleich - Retail vs. Online
 AmazonGamer UnlimitedGamesloadGamestopSaturnSteam
Crysis 242,25 Euro54,95 Euro49,95 Euro54,95 Euro44,99 Euro49,99 Euro
Dirt 340,78 Euro49,95 Euro47,95 Euro49,99 Euro44,99 Euro49,99 Euro
Duke Nukem Forever47,90 Euro49,95 Euro44,95 Euro49,99 Euro39,00 Euro44,99 Euro
The Witcher 238,90 Euro42,95 Euro44,95 Euro49,99 Euro39,00 Euro49,99 Euro
Stand: 09. Juli 2011
Redakteur
Moderation
07.08.2011 18:00 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
14.08.2011 00:40 Uhr
Zitat: (Original von Rdrk710;9331349)
Aber leider geht Dead Space 2 nicht, zumindest als ich es haben wollte 

Das war eine Aufzählung von Gründen, weswegen man denken könnte, Steam würde ein bereits eingetragenes Spiel eventuell aus dem Account wieder entfernen.

Aber in all diesen Fällen kann man das jeweilige Spiel noch immer in Steam spielen.
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
13.08.2011 22:01 Uhr
auch wenn die leitung nicht so schnell ist... lieber spar ich mir den gang und nutze portale wie cd-key-finder... da bekomme ich ne übersicht von gamesload & co..

steam etc. ist auch viel praktischer..wenn man mal format c: macht...einfach wieder alles installen/downloaden

______________________________________________________________________________________________________
CD Key Finder
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
11.08.2011 18:20 Uhr
Ich habe hier "nur" 6000er DSL und bis auf eine extrem seltene Ausnahmen kaufe ich meine Spiele ausschließlich beim Händler meines Vertrauens.

Abgesehen davon sind es meist die Download Shops, welche höhere Preise für Spiele veranschlagen als der Einzelhandel ... hinzu kommt, das ich die Retail Version…

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