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  • Was ist so toll an ... Sandbox-Spielen?

    Was ist so toll an ... Sandbox-Spielen? Quelle: PCGames

    Kinder erschaffen eigene Welten im Sandkasten, später mit Lego. Auf dem PC erleben wir solche Kindheitsträume in Form von Sandbox-Spielen erneut. In diesem Special gehen wir der Faszination von Spielen auf den Grund, die uns unglaubliche Freiheiten gewähren.

    Open World ist aktuell ein gern genutztes Feature in PC-Spielen und sorgt für gute Verkaufszahlen. Eine große Welt mit vielen verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten zu erleben, das fasziniert und fesselt uns an die Bildschirme. Levels mit zig Quadratkilometern Fläche, Herausforderungen und einer lebendigen Infrastruktur sind nur einige Attribute, die ein Sandbox-Spiel ausmachen. Woran lässt sich aber der Erfolg des Genres festmachen und wie definiert man es überhaupt?

    Um was geht's?

    Wenn ein Spiel auf unsere heutige Vorstellung von Sandbox großen Einfluss genommen hat, dann Minecraft. Durch die Freiheit und Mod-Unterstützung wird es auch so schnell nicht leise um das Spiel. Wenn ein Spiel auf unsere heutige Vorstellung von Sandbox großen Einfluss genommen hat, dann Minecraft. Durch die Freiheit und Mod-Unterstützung wird es auch so schnell nicht leise um das Spiel. Quelle: PCGames Der Begriff Sandbox bedeutet wörtlich übersetzt schlicht und einfach Sandkasten. Sandbox-Spiele machen sich genau die Eigenart eines solchen Sandkastens zunutze: Zunächst hat man eine (mehr oder weniger) große Fläche vor sich und benutzt eine Handvoll Werkzeuge, um mit der Umgebung zu interagieren. Der Spaß entsteht nicht völlig von alleine, sondern fordert Hingabe und gewissermaßen auch ein Stück Arbeit vom Spieler. Zu Beginn mögen die Ergebnisse auch noch nicht völlig zufriedenstellend sein und hinter den Erwartungen zurückliegen, aber mit der Zeit lernt man, was womit benutzt werden muss, um ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen.

    Einen solchen Spielmechanismus finden wir in einer freien, offen zugänglichen Spielwelt und bezeichnen es als Open World. Viele Spieler setzen dies mit dem Begriff Sandbox gleich. Allerdings gibt es hier sehr feine, aber auch ausschlaggebende Unterschiede. Obwohl es viele Spiele mit einer offenen Welt gibt, besitzt man darin nicht immer annähernd genug Freiheiten, um dem Sandbox-Charakter gerecht zu werden.

    Wie alles begann

    Es muss nicht immer ein Planet sein, auf dem man seine Kreativität und Fantasie auslebt. Im noch unfertigen Space Engineers baut man eigene Raumschiffe und steuert diese dann durch das All. Es muss nicht immer ein Planet sein, auf dem man seine Kreativität und Fantasie auslebt. Im noch unfertigen Space Engineers baut man eigene Raumschiffe und steuert diese dann durch das All. Quelle: PCGames Um den Begriff Sandbox näher zu definieren, reisen wir ins Jahr 1980. Mit Akalabeth startete seinerzeit die Ultima-Reihe, deren erster Teil schon das Kriterium einer Open- World erfüllte. Die Spielwelt war frei begehbar und wurde im zweiten Teil auch mit Nebenquests gefüllt. Allerdings beschränkte sich die Freiheit in der Spielwelt nur darauf, die Reihenfolge der zu erledigenden Aufgaben zu bestimmen.

    Deutlich umfangreicher fällt dann schon 1984 die Freiheit in Elite aus – der Weltraumsimulation schlechthin. Darin konnte man nicht nur komplett auf die Hauptquest pfeifen und trotzdem eine gute Zeit mit dem Spiel verbringen, sondern man wurde dafür beispielsweise durch Handel auch noch entlohnt. Dieser Punkt ist für die Sandbox-Definition sehr wichtig, denn die Benutzung von Spielmechaniken in so einem freien System macht ist für Spieler nur dann sinnvoll, wenn die Spielwelt auch in irgendeiner Weise auf die Interaktion reagiert. Im Fall von Elite reist man durch das All, handelt und wird dadurch vom Spiel mit Wohlstand belohnt. Heute gibt es kaum ein Spiel, das nicht ähnliche Mechaniken benutzt, aber wir erkennen, dass es schon in den 80er Jahren Elemente gab, die das freie Herumstreunen ("Free-Roaming") in virtuellen Welten förderten.

    Wenn wir ein paar Jahre verstreichen lassen, bekommen wir es mit dem wohl aus heutiger Sicht wirklich ersten Sandbox-Spiel zu tun. Eine frei begehbare Spielwelt in 3D, Fahrzeuge, Flugzeuge, unterschiedliche Waffen und eine Vielzahl an Aufträgen. Das hört sich doch sehr nach der Grand Theft Auto-Serie an, aber wir meinen damit das 1991 für den Amiga erschienene Hunter. Besonders interessant für unsere Definition ist der Action-Modus des Spiels. Darin erhält man eine Liste an Zielpersonen, die auszuschalten sind. In welcher Reihenfolge und womit der Spieler das anstellt, liegt ganz in dessen Hand.

    Nicht nur Planeten in Minecraft-Optik, sondern vor allem die Reise durch das Weltall zu weiteren Himmelskörpern ist Thema in Starmade. Im fertigen Spiel soll es auch Kämpfe geben. Nicht nur Planeten in Minecraft-Optik, sondern vor allem die Reise durch das Weltall zu weiteren Himmelskörpern ist Thema in Starmade. Im fertigen Spiel soll es auch Kämpfe geben. Quelle: PCGames Man kann einen Feind überfahren oder eine der zahlreichen Waffen nutzen. Die Spielwelt reagiert auf den Spieler in Form der für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlichen künstlichen Intelligenz. Die gegnerischen Soldaten konnten nicht nur patrouillieren, sondern auch die Fahrzeuge bedienen und vor allen Dingen der Spielfigur hinterherjagen. Dabei setzte die KI sogar Wärme suchende Raketen ein und konnte das sich bewegende Ziel treffen. Dieser Handlungsspielraum ist für uns heute nicht mehr überragend, erfüllt aber im Grunde alle Anforderungen für ein Sandbox-Spiel.

    Zeitgemäßer Sandkasten

    Sandbox-Spiele erlauben den Spielern, im Zentrum der Erlebnisse zu sein. - Michael de Plater, Director of Design bei Monolith ProductionsFür viele Spieler ist der Sandbox- Archetyp das schon genannte Grand Theft Auto. Bereits die ersten beiden Teile (und die Erweiterung GTA London) bieten ganze Städte als "Spielplätze". Darin sucht und erledigt man nach und nach Aufträge für unterschiedliche Gangs und verschafft sich so einen Ruf. Durch die recht rudimentäre Inszenierung entsteht auch hier ein Großteil der Unterhaltung durch Ausnutzung der namensgebenden Spielmechanik – der Diebstahl eines Fahrzeugs und die darauf folgenden Spritztouren. Erst in GTA 3 bekamen wir dann eine lebendige Welt und einen greifbaren, wenn auch stummen, Spielcharakter zu Gesicht.

    Doch so gut das düstere Liberty City auch in Szene gesetzt war, wirklich viele Nebenbeschäftigungen gab es nicht. Das erste Spiel dieser Serie, das wirklich versucht hat, die Welt auszufüllen, war GTA Vice City. Rennen, Immobilien und Stunts sind nur ein Auszug aus den Möglichkeiten, die das Spiel bot. Erstmals konnten wir als Spieler in einer (mehr oder weniger) großen Spielwelt für Stunden die Hauptquest ignorieren und mit Tommy Vercetti die Stadt unsicher machen. Als Reaktion der Spielwelt bekommt man wiederum Belohnungen in Form von Waffen, Autos und Geld. GTA San Andreas hat das Konzept weiter auf die Spitze getrieben und dem Spieler eine gigantische Karte mit unterschiedlichen Gebieten und Nebentätigkeiten erschlossen, während der vierte Teil der Serie wieder ein wenig bodenständiger wurde und mehr Wert auf ein gute Inszenierung setzte.

  • Es gibt 28 Kommentare zum Artikel
    Von TheSinner
    Allerdings eben nicht im selben Ausmaß, insbesondere nicht das Housing System - in UO waren es ja nicht mehr nur…
    Von Monalye
    Ich hoffe, das dieser "Blödmann-Filter" (nannte man das früher nicht "Noob-Filter"?  ) nicht allzu krass ist, ich…
    Von Imba-Noob
    Steht doch im Artikel. In erster Linie riesige frei begehbare Spielwelt mit vielen Entfaltungsmöglichkeiten und kein…
    • Es gibt 28 Kommentare zum Artikel

      • Von TheSinner Erfahrener Benutzer
        Zitat von MatthiasDammes

        gab es auch in SWG alles.
        Allerdings eben nicht im selben Ausmaß, insbesondere nicht das Housing System - in UO waren es ja nicht mehr nur "deeds" mit vorgefertigten Häusern, es waren frei bebaubare Flächen auf denen man auch die Grundform des Hauses völlig frei…
      • Von Monalye Erfahrener Benutzer
        Zitat von Flecky
        Das habe ich mich auch gerade gefragt. Eve Online mit seiner über 10 Jährigen Geschichte fehlt ja sowas von eindeutig und ist mit Abstand mit dem besten Community-Support gesegnet den es je gegeben hat und gibt.
        Aber wie man an den als Beispiel genannten Spielen sieht…
      • Von Imba-Noob Neuer Benutzer
        Zitat von gin0v4
        "Was ist so toll an ... Sandbox-Spielen?"
        Genau das frage ich mich auch immer wieder...
        Steht doch im Artikel. In erster Linie riesige frei begehbare Spielwelt mit vielen Entfaltungsmöglichkeiten und kein lineares An die Hand nehmen. Oftmals erfährt man erst während des Spielens, worum es eigentlich geht und was man machen "muss".
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Was ist so toll an ... Sandbox-Spielen?
Kinder erschaffen eigene Welten im Sandkasten, später mit Lego. Auf dem PC erleben wir solche Kindheitsträume in Form von Sandbox-Spielen erneut. In diesem Special gehen wir der Faszination von Spielen auf den Grund, die uns unglaubliche Freiheiten gewähren.
http://www.pcgames.de/Spiele-Thema-239104/Specials/Was-ist-so-toll-an-Sandbox-Spielen-1144749/
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