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Space Siege (PC)

Release:
22.08.2008
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Sega

Im Test: Space Siege - Unendliche Langeweile im Weltraum

30.08.2008 11:45 Uhr
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Neu
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Stahlgraue Monotonie auf dem Bildschirm - einsam und verloren marschieren zwei Gestalten dahin, eine davon menschlich. Die andere hört auf den Namen HR-V und ist ein Roboter. Das Heldenduo von Space Siege bewegt sich durch die scheinbar endlosen Gänge des Raumschiffs ISCS Armstrong.

   
Bildergalerie: Space Siege
Bild 1-3
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Das simple Missionsziel lautet: zum markierten Punkt auf der jederzeit einsehbaren Missionskarte gehen, alles zerstören, was sich auf dem Weg dorthin bewegt, und sämtliche Gegenstände einsacken. Was zusammengefasst bloß wenige Zeilen Platz einnimmt, hat Space Siege auf neun langsam vergehende Stunden verteilt. Klingt unbefriedigend? Ist es auch. Was lief da bei Entwickler Gas Powered Games bloß schief?

Im Test: Space Siege - Unendliche Langeweile im Weltraum Ein flottes Actionspektakel will Space Siege sein, ohne großen Rollenspiel- oder Story-Anteil. Spieldesigner Chris Taylor, der zuvor Dungeon Siege (1 und 2) sowie zuletzt Supreme Commander aus der Taufe hob, spricht in Segas offiziellem Video-Interview von 75 Prozent Action, 10 Prozent Rollenspiel und 15 Prozent Story. Doch vom geplanten Kernelement ist im Test über lange Strecken wenig zu spüren.

Zu Beginn erleben Sie eine ordentlich gerenderte Weltraumschlacht, in der die Entwickler klischeehaft die Kerak-Aliens als Bedrohung für die zukünftige Menschheit heraufbeschwören. Sofort danach gibt Ihnen Space Siege Seth Walker, Ihre Spielfigur, an die Hand. Eine behutsame Charaktereinführung fehlt, stattdessen kippt das Spiel lieber sofort Gegnerhorden aus. Die Kerak, im Spiel meist "Krebse" genannt, überfallen Ihr Raumschiff. Von der Maus des Spielers getrieben, stürzt sich Ihr Held in die Schlacht, um die Angreifer fortan wahlweise mit Nahkampfoder Schusswaffe, Granaten oder Drohneneinsatz zu beharken. Über das Raumschiff verteilt erbeuten Sie nach und nach zwölf Feuerwaffen, die Sie zwar alle im Gepäck tragen, jedoch nur zwei davon im Wechsel per Tabulator-Taste einsetzen dürfen. Leider fehlt eine Schnellauswahl, wie man sie von anderen Spielen kennt.

Nach kurzer Zeit finden Sie einen defekten Roboter und gleich darauf die passenden Ersatzteile. So erhalten Sie HR-V, Ihren Begleiter. Dem Blechonkel weisen Sie mit den F-Tasten rudimentäre Befehle wie Angreifen, Bewegen oder Folgen zu. Er lässt sich später mit weiteren Waffen aufwerten. Ihr Duo kämpft sich daraufhin durch die immer gleich aussehenden Innenlevels der Armstrong. Die Umgebung wirkt steril und Sie erblicken immer wieder die gleiche Architektur und dieselben Objekte - das Gehirn ist schnell ermüdet. Die vielen Gegner sorgen nicht für Abwechslung, sondern verstärken noch die Langeweile, da sie keine Herausforderung für den Spieler darstellen. Zu den Aliens gesellen sich später Cyborgs, Droiden, Panzer und allerlei Abwehrtürme. Bosskämpfe kann man an der Hand abzählen.

Gegen Ende des Spiels bekommen Sie es überwiegend mit kybernetisch aufgewerteten Gegnern zu tun, die ordentlich was einstecken. Gegen Ende des Spiels bekommen Sie es überwiegend mit kybernetisch aufgewerteten Gegnern zu tun, die ordentlich was einstecken. Ein Hauch Rollenspiel versprüht der Fertigkeitenbaum, in dem Sie für Ihre Figuren Spezialfähigkeiten und Zusatzausrüstung wie Granaten und Drohnen freischalten. Im Schiff verteilt stehen Werkbänke zur Herstellung und Verbesserung von Waffen und Rüstung zur Verfügung. Letztlich suchen Sie sich aber nur einen oder zwei Schießprügel aus, die Sie nach und nach aufpeppen.

Bleibt noch das Feature der sieben verfügbaren Kybernetik- Implantate, die Sie Seth Walker einpflanzen können. Mit jedem Teil verliert Ihr Held Menschlichkeit, was sich aber nicht auf die Story auswirkt. Die künstlichen Körperteile sorgen für Boni, die den linearen Spielverlauf erleichtern. Eine Entscheidung verlangt Ihnen Space Siege lediglich an einer Stelle ab: Erst gegen Ende gibt es eine Story-Wendung, bei der Sie eine von zwei Seiten wählen. Alles in allem mager.
Im Test: Space Siege - Unendliche Langeweile im Weltraum

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
64 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Unkomplizierte Ballerorgie
… die man aber nicht benötigt; ein bis zwei aufgemotzte Wummen genügen für das gesamte Spiel.
Keine Bugs im Test feststellbar
Eintöniges und sich ständig wiederholendes Leveldesign
Ordentliche Waffenauswahl, …
Schlechte Gegner-KI
   
Stefan Weiß
"Jeder Alien-Shooter ist spannender als Space Siege."
Ich wollte es nicht glauben: „Da muss doch noch was kommen!“, dachte ich bei mir. Und tatsächlich, nach achteinhalb Stunden quälender Langeweile und monotonem Vor-michhin-Geschnetzel zeigte sich Space Siege gegen Ende von einer besseren Seite. Bloß machte dieser kurze Augenblick ordentlicher Action nicht die vorangegangene Enttäuschung und das fade Spielgefühl wett. Schade drum, da bleib ich lieber bei Alien Shooter 2.
   
Redakteur
Moderation
30.08.2008 11:45 Uhr
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Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2008 23:27 Uhr
Naja, hab das Spiel zweimal durchgezockt, einmal indem ich alle Cyborgteile installierte und mich dem Bösen zuwandte und einmal als 100%-Mensch im "erbitterten"(eher einschläfernden) Kampf gegen den unerwarteten Feind (naja, war relativ schnell klar wer der unbekannte Gegner ist), um zu sehen wie sich der…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2008 19:36 Uhr
Das erinnert mich immer an dieses eine Interview, in dem Chris Taylor meinte, dass heutzutage niemand mehr ein komplexes und vor allem langes Spiel mögen würde, was aus meiner Sicht völliger Blödsinn ist. Es muss ja nicht jedes Spiel hochkomplex sein, aber ein gewisser Anspruch sollte schon da sein. Ist…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2008 19:06 Uhr
Hm, schade. Wieder ein potentielles Kauf-Spiel den Bach runter. Und das, wo es doch SF-Rollenspiele nicht gerade wie Sand am Meer gibt ... traurig. Warten auf Fallout 3.