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Sony Music: Das Internet ist ein Segen, die GEMA ein Fluch - Antwort der GEMA

25.02.2012 20:47 Uhr
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[Update: Statement der GEMA] Edgar Berger von Sony Music hält das Internet für einen Segen, die Gema allerdings kritisiert er. Darüber hinaus spricht sich der Unternehmenschef gegen eine harte Bestrafung von Raubkopierern aus. Zuerst sollte es eine Verwarnung geben. Das würde in den meisten Fällen Besserung bringen.

iTunes und andere Portale seien genau wie das Internet ein Segen für die Musikindustrie so Edgar Berger von Sony Music. iTunes und andere Portale seien genau wie das Internet ein Segen für die Musikindustrie so Edgar Berger von Sony Music. [Quelle: Siehe Bildergalerie] [Update] Die GEMA teilte golem.de auf Anfrage mit, dass die Sperr-Tafeln auf Youtube automatisch von der GEMA stammten: "Es wird suggeriert, dass die Gema die Rechte nicht eingeräumt hätte - dabei hat Youtube diese Rechte einfach noch gar nicht erworben." Außerdem könne es andere Gründe geben, etwa länderspezifische Sperren seitens Sony Music selbst. [Original] Edgar Berger ist Unternehmenschef von Sony Music und bezeichnet das Internet in einem Interview mit der Welt als einen wahren Segen. Anders als beispielsweise die Gema, welche die Nutzungsrechte von Songs verwaltet und verwertet. Dadurch sind zahlreiche Songs beispielsweise auf Youtube nicht verfügbar. Ein Dorn im Auge von Sony Music. "Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", so Berger. Die Gema sei schuld daran, denn diese lizensiere die Urheberrechte sehr restriktiv. Das sei auch einer der Hauptgründe, warum der digitale Musikhandel in Deutschland noch so schleppend läuft. "Ich wünsche mir sehr, dass es auch in Deutschland bald diese Möglichkeit gibt", spricht Berger die Youtube-Videos an.

"Das Internet ist für uns ein Segen", so Berger. Man könne das Internet nicht für schädliche Auswüchse verantwortlich machen, denn es hätte Sony Music zahlreiche neue Möglichkeiten gegeben. "Wir haben im Netz inzwischen weltweit mehr als 500 Musikhändler wie iTunes oder Amazon, die kaum noch etwas mit den früheren Musikläden zu tun haben. Diese Dienste sind von überall erreichbar, jeden Tag für 24 Stunden. Und sie haben keine Platzprobleme, weil sie keine Regale brauchen. Außerdem schaffen soziale Netzwerke ganz neue Verbindungen zwischen Musikstars, Fans und Produzenten. Wir können auf diesen Weg viel zielgenauer werben", so Berger gegenüber Welt-Online.

Berger spricht sich darüber hinaus für Freiheit im Netz aus. Das bedeutet allerdings nicht, dass alles kostenlos ist. "Man sollte frei nicht mit umsonst verwechseln." Darüber hinaus ist gegen eine harte Bestrafung von Raubkopierern. Zuerst solle ein Verwarnung erfolgen. "In Deutschland sagen 80 Prozent der Nutzer, dass sie bei einer Verwarnung ihr Verhalten ändern würden. Außerdem gibt es Länder, in denen bereits verwarnt wird, dazu gehören Neuseeland, Südkorea und Irland. In Frankreich ist die Piraterie deswegen um gut ein Viertel gesunken."

Trotz der Piraterie ist Berger allerdings vom Online-Geschäft überzeugt. Zwar seien im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Songs legal verkauft worden, dem stünden allerdings 40 Milliarden illegal heruntergeladene Stücke gegenüber. Dennoch sei es gelungen, die Musikbranche in ein digitales Geschäft zu transformieren. "Das haben wir besser gemacht als jede andere Branche", sagt Berger stolz. Weltweit besitzt dieses Geschäft einen Umfang von mehr als 5 Milliarden US-Dollar. Das gesamte Interview gibt es auf Welt-Online.

Sebastian Thöing
Erfahrener Benutzer
25.02.2012 20:47 Uhr