Solange ich atme: Filmrezension zum herzzerreißenden Drama
Dieses Werk behandelt das Leben von Robin Francis Cavendish, der Aufgrund einer im Dezember 1958 aufgetretenen Polio-Erkrankung zu einem bedeutenden Verfechter der Rechte von Menschen mit Behinderungen und Entwickler von medizinischen Gerätschaften zur Verbesserung der Lebensumstände solcher Patienten wurde. Gleichzeitig war Robin, der von Andrew Garfield dargestellt wird, der Polio-Patient mit der längsten Lebensdauer in Großbritannien, dessen Geschichte sich Andy Serkins in seinem Regiedebüt angenommen hat.
Während eines Aufenthaltes in Kenia in den 50er-Jahren wird der junge Robin Cavendish von der Polio-Krankheit befallen. Danach ist er vom Hals abwärts gelärmt und benötigt eine Maschine zum Atmen. Nur dank seiner Frau Diana kann er seine Lebenskraft und -freude aufrechterhalten. Mithilfe seiner Familie und seinen Freunden findet er technische Mittel und Wege, um seine Lebensumstände zu verbessern.
Das Regiedebüt des Schauspielers Andy Serkis besteht hauptsächlich aus einer Aneinanderreihung von dramatischen und inspirierend gemeinten Szenen und zeichnet sich weniger durch eine kohärente Handlung aus. Der Kampf für eine bessere Behandlung gelähmter Menschen wird leider nur nebenbei angerissen. Zwar machen die beiden Hauptdarsteller Vieles wett, ihren Figuren wird jedoch kaum Tiefe gegeben. Löblich ist es, dass Serkis die Geschichte mit relativ viel Humor erzählt, allerdings wirken insbesondere die Nebenfiguren oft zu überzeichnet.
Fazit:
Auch mit einer Prise Humor verfällt das Drama in zu erwartende kitschige Bahnen und zweidimensionaler Figurenzeichnung.
