Wurde Warner Bros. beim Kampf gegen Raubkopien selbst zum Softwarepiraten?
Warner Bros.: Vom Jäger zum Gejagten?
Das nennt man dann wohl Ironie: Bei der Verfolgung des Ziels illegale Kopien seiner digitalen Erzeugnisse zu verhindern oder zumindest zu erschweren ist der US-Mediengigant Warner Bros. nun seinerseits vielleicht selbst zum Raubkopierer geworden. Das behauptet zumindest das Schweizer Unternehmen Medien Patent Verwaltung AG und hat deshalb Klage vor einem New Yorker Gericht wegen Patentrechtsverletzung erhoben.
Die MPV AG hält laut eigener Aussage die Rechte an einer Technologie, die es unter anderem ermöglicht Filmmaterial mit einer Art Wasserzeichen zu versehen, was eine problemlose Rückverfolgung im Falle einer illegalen Vervielfältigung ermöglichen soll. Im Jahre 2003 präsentierte MPV seine Entwicklung diversen potentiell Interessierten. Warner war interessiert und verwendete die Technik -angeblich- auch in der Folge; allerdings ohne Erlaubnis und ohne jemals Nutzungsentgelte an den Urheber MPV entrichtet zu haben: "Wir haben Warner Bros. unsere Anti-Piraterie-Technologie 2003 auf ihre Nachfrage, unter strikter Geheimhaltung, vorgeführt, in der Erwartung gerecht behandelt zu werden. Stattdessen begannen sie unsere Technologie im großen Maßstab zu nutzen - ohne Erlaubnis und ohne Gegenleistung. Unsere Technologie genießt Schutz durch das Patentrecht und nun müssen wir unsere Rechte durchsetzen."
Warner Bros. hat sich bislang noch nicht zu den Anschuldigungen geäußert.
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