Charles Cecil: "Zu teure Spiele sind der Grund für Softwarepiraterie, ITunes muss unser Vorbild sein"
Charles Cecil
Das Thema Raubkopien und die damit für den Endverbraucher verbundenen Querelen nimmt in letzter Zeit wieder einen beträchtlichen Anteil an der gesamten Branchen-Berichterstattung auf PCGames.de und Anderswo ein. Insbesondere Ubisofts neuartiger Always On-Kopierschutz sorgt diesbezüglich für immer neue Kontroversen und ist aus den Schlagzeilen derzeit kaum mehr wegzudenken.
Charles Cecil, Mitgründer der Adventure-Schmiede Revolution Software (Baphomets Fluch), hingegen hält von immer härteren Kopierschutzmaßnahmen eher wenig und macht in erster Linie einen zu hohen Spielepreis für grassierende Raubkopiererei verantwortlich: "Ich persönlich denke, dass der momentane Grad an Softwarepiraterie die Art der Spieler ist, uns zu sagen, dass Computerspiele zu teuer sind und dass der Vertrieb ebenfalls nicht perfekt ist."
Aber auch eine Lösung meint Cecil parat zu haben: "Ja wir können die Internet-Provider unter Druck setzen und können auch Anti-Piraterie-Maßnahmen ergreifen; aber letztendlich hat ITunes bewiesen, dass man den Respekt der Zielgruppe erringt, wenn der Bezug simpel und der Preis unwiderstehlich ist. Und auch wenn dies das Raubkopier-Problem nicht vollkommen ausmerzen wird, wird es kein so ein ernstes Thema mehr sein."
Zusammen mit Sumo Digital arbeitet Cecil zur Zeit an einem Adventure zur TV-Serie Doctor Who für den staatlichen Fernsehsender BBC. Dessen Absatz dürfte indes kaum durch illegalen Bezug gemindert werden: Die 4 Episoden werden ab Mitte Juni vollkommen gratis zum Download angeboten werden...
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