Söldner: Marine Corps
Auch wenn der Strandbuggy äußerst schnell und wendig ist, mit ihm eine UH-1 abzuschütteln, ist trotzdem fast unmöglich.
Als Söldner vor rund einem Dreivierteljahr erschien, sorgten unzählige Bugs für Frust. Doch Wings Simulations ließ die Fans des Mehrspieler-Shooters nicht im Stich und besserte immer wieder per Patch nach. Mittlerweile sind die meisten Programmfehler Geschichte und mit Marine Corps feiert sogar die erste Erweiterung Premiere. Als Szenario dienen hier nicht mehr die grünen Wälder des Hauptprogramms. Stattdessen verlagert Marine Corps die Online-Matches in die Wüste, in idyllische Insellandschaften und an die Küste. Die zehn Karten sind gut durchdacht und sehr schön gestaltet. Epische Massenschlachten, wie man sie aus Joint Operations kennt, bleiben aber weitestgehend aus. Und das, obwohl gut die Hälfte der Maps für größere Gruppen (über 50 Spieler) ausgelegt ist! Denn kaum ein Server verkraftet - aufgrund des nach wie vor mangelhaften Netzcodes - mehr als 24 Soldaten. Dafür dürfen Sie in Marine Corps endlich mit einem Patrouillenboot oder einem Jetski in See stechen, was richtig Laune macht. Neben den Schiffen zählen der mächtige Leopard-2-Panzer und der Eurofighter zu den 30 neuen Einheiten. Leider werden auch hier die Schwächen des Netzcodes deutlich. Fahrzeuge bewegen sich nicht flüssig über die Landschaften, sondern ruckeln beinahe wie in einer Diashow durchs Bild, was das Zielen erschwert. Großes Lob gebührt hingegen dem überarbeiteten Kaufmenü, das erstmals Waffenbeschreibungen enthält und vorgefertigte Ausrüstungssets anbietet - so sind Sie noch schneller kampfbereit. Außerdem wurde das Balancing der Charakterklassen deutlich verbessert.
