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  • SKULLS OF THE SHOGUN

    Test: Ein täuschend simpler Spaß

    Der Trip in die Unterwelt lohnt sich: Das Indie-Spiel Skulls of the Shogun entpuppt sich im Test als zugängliches Rundentaktik-Juwel mit charmanter Inszenierung und pfiffigem Witz. Warum es trotz starker Kampagne und gutem Mehrspielermodus nicht ganz zum uneingeschränkten Hit-Status reicht und wieso Totenschädel in diesem Spiel so ungeheuer nahrhaft sind, verrät euch unser Review samt Testvideo.

    Skulls of the Shogun im Test - Der erste Eindruck kann täuschen. Im Fall von Skulls of the Shogun sogar der zweite und dritte. Denn was anfangs wie ein simples Handy-Spielchen wirkt, das sich selbst mit seiner knuffigen 2D-Grafik, dem ebenso heiteren wie irrsinnigen Plot und dem schrulligen Sinn für Humor kein Stück ernst nimmt, entpuppt sich nach und nach als anspruchsvolles Rundentaktik-Spiel im feudalen Japan. Oder besser: im Totenreich des feudalen Japan. Denn in Skulls of the Shogun ist die erste offizielle Amtshandlung eurer Spielfigur, hinterrücks erstochen zu werden und das Jenseits aufzusuchen.

    Die Story

    In der Rolle des Samurai-Generals Akamoto, dessen herausragendes Merkmal ein enormer Schnurrbart ist, steht der Spieler kurz vor dem Aufstieg zum Shogun, dem militärischen Anführers des Landes, als ihm einer seiner getreuen Anhänger das Katana in den Rücken rammt. Als Skelett-Samurai (immer noch mit Schnurrbart) erwacht Akamoto am Strand der Insel der Toten, wo er sich sofort mit den Wärtern des Jenseits anlegt, weil er nicht einseht, ein paar hundert Jahre in der Schlange vor dem Eingang zum Totenreich anzustehen.

    Die Dialoge zwischen den putzig gezeichneten Charakteren sorgen für so einige Lacher. Die Dialoge zwischen den putzig gezeichneten Charakteren sorgen für so einige Lacher. Quelle: PC Games Aus diesem munteren Einstieg entspinnt sich eine simple, aber spannende Geschichte um Verrat, in der Humor und Witz stets an erster Stelle stehen. In pointierten Dialogen liefern sich der General, seine untoten Untergebenen und sein Mörder furiose, aber vor allem alberne Rededuelle. Dazu mischen noch eine Handvoll Götter mit, aus deren Einmischung sich allerlei kuriose Situationen ergeben, etwa wenn die beiden verfeindeten Generäle über ihre Beziehungsprobleme mit einer der Göttinnen klagen oder der psychopathische Sturmgott Raiden in unkontrollierbares Gelächter ausbricht.

    Die liebevollen Animationen der in prächtige Farben gekleideten 2D-Figuren verleihen den Charakteren jede Menge Charme. Die untoten Samurai oder die irrsinnig gefährlichen Oni-Dämonen sehen furchtbar putzig aus und sind in etwa so Furcht einflößend wie eine Handvoll tapsiger Kätzchen. Dieser spitzbübische Stil ist es, was Skulls of the Shogun vorrangig auszeichnet: Es macht von Minute eins an einfach Spaß, der zehn bis zwölf Stunden langen Kampagne bis zu ihrem Ende zu folgen und zwischendurch immer mal wieder ein mädchenhaftes Kichern zu unterdrücken. Dass der Humor auch ohne echte Sprachausgabe funktioniert (die Figuren brabbeln lediglich in einem an Die Sims erinnernden Kauderwelsch), ist ein Beweis für die hohe Qualität der geschriebenen, herrlich pointierten Dialoge – sowohl in der englischen Originalfassung als auch in der deutschen Übersetzung.

    Das Spielprinzip

    Die Kampagne ist in 20 Schlachtfelder aufgeteilt, die ihr nacheinander abklappert. Neben der Küste des Totenreiches bereist ihr dabei die an die vier Jahreszeiten angelehnten Einflussgebiete ebenso vieler Götter. In jedem Level kontrolliert ihr eine vorgegebene Anzahl an Einheiten, meist rund ein halbes Dutzend: Neben Infanteristen, Bogenschützen und Reiterei stehen euch vier verschiedene Arten von zauberbegabten Mönchen sowie der General selbst zur Verfügung. Euer Anführer haut zwar besonders kräftig zu, ist aber auch sehr verletzlich: Stirbt der General, heißt es Game Over. Das Gleiche gilt für den gegnerischen Befehlshaber, weshalb in den meisten Missionen dessen Ableben euer Ziel ist. Allerdings sorgen die Entwickler zwischendurch immer wieder für Abwechslung, etwa wenn ihr vor einer Übermacht ans andere Ende der Karte fliehen müsst. Unabhängig vom Missionsziel verlaufen die Einsätze stets ähnlich: Spieler und Computergegner ziehen rundenweise nacheinander ihre Einheiten, wobei jeder pro Zug maximal fünf Befehle erteilt.

    Jede Einheit verfügt über einen Bewegungsradius, der ganz ohne Hexfelder oder Gitternetz anhand eines Kreises ersichtlich ist. Außerdem darf eine einmal aktivierte Einheit je eine Aktion ausführen: einen Gegner angreifen, einen Schrein oder ein Reisfeld in Besitz nehmen, einen Zauber wirken, einen herumliegenden Heiltrank trinken oder einen Schädel essen. Während ihr an Schreinen Mönche beschwört und Reisfelder für den Kauf von Verstärkung benötigt, regenerieren gefutterte Schädel besiegter Widersacher Trefferpunkte einer Einheit. Verspeist ein Soldat drei Schädel, verwandelt er sich in einen mächtigen Dämon mit zwei Aktionspunkten pro Runde – gelingt euch dies mit eurem General, dürft ihr künftig sogar drei Aktionen pro Zug ausführen. Die Stärke der Dämonen, die ganz alleine eine oder mehrere Feinde in einem Zug auslöschen können, macht die Jagd auf herumliegende Schädel gegnerischer Einheiten zu einem wichtigen Spielelement und fügt den Kämpfen eine gehörige Portion Taktik hinzu.

  • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

    Von soki
    das game is ganz "nett"...vllt überzeugt es mich ja noch
    Von PeterBathge
    Tja, leider ist das heutzutage mehr und mehr die Ausnahme. Da aber so viele Menschen Wert darauf legen, wollte ich es mal erwähnt haben 
    Von LordCrash
    Freies Speichern ist jetzt schon ein Vorteil??? Es gab mal Zeiten, da war das ein Standardfeature für PC Spiele.... 

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    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von soki Neuer Benutzer
        das game is ganz "nett"...vllt überzeugt es mich ja noch
      • Von PeterBathge Redakteur
        Tja, leider ist das heutzutage mehr und mehr die Ausnahme. Da aber so viele Menschen Wert darauf legen, wollte ich es mal erwähnt haben 
      • Von LordCrash Gesperrt
        Freies Speichern ist jetzt schon ein Vorteil??? Es gab mal Zeiten, da war das ein Standardfeature für PC Spiele.... 
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