Sins of a Solar Empire: Rebellion im Test
Die neuen Großkampfschiffe der Titanen-Klasse (Bildmitte) aus Sins of a Solar Empire: Rebellion sind gigantisch - rechts daneben zum Vergleich ein winziges Kommandoschi der alten Generation. Titanen sind zwar effektiv, aber nicht übermächtig - das Balancing ist gut und fair. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Eine treue Fangemeinde, viel Kritikerlob, zig Awards und gute Verkaufszahlen – Sins of a Solar Empire erfreut sich seit seinem Release (Februar 2008) großer Beliebtheit, und das zu Recht: Das Weltall-Echtzeitstrategiespiel zählt immer noch zum Besten, was man im Genre finden kann. Entwickler Ironclad wertete das Spiel bereits mit den Mini-Addons Entrenchment (Februar 2009) und Diplomacy (Februar 2010) auf. Nun endlich ist die dritte Erweiterung Rebellion erschienen, die aber erstmals eigenständig lauffähig ist. Bedeutet: Rebellion bringt nicht nur neue Verbesserungen, sondern liefert auch gleich das Hauptspiel und sämtlichen Content der ersten beiden Erweiterungen mit.
Das fordernde Spielprinzip von Sins of a Solar Empire bleibt unverändert, Rebellion fügt nur Detailverbesserungen hinzu. Für alle, die das Original- Spiel nicht kennen: In Sins of a Solar Empire übernehmen Sie die Kontrolle über ein Alien-Volk und versuchen, in Echtzeit die Galaxie-Karte zu erobern, die sich wunderbar stufenlos zoomen lässt. Zunächst schicken Sie Späher aus, erkunden so neue Sternensysteme und beginnen dann damit, die entdeckten Welten mit Kolonieschiffen zu besiedeln. Dazu sammeln Sie Ressourcen, errichten Industrie und Verteidigungsanlagen, bauen eine Wirtschaft auf. In herrlich verzweigten Forschungsbäumen schalten Sie neue Technologien frei, so legen Sie Ihre langfristige Strategie fest. Kämpfe lassen sich jedoch nie vermeiden: In den Schlachten kommen Dutzende Jäger, Kreuzer und mächtige Großkampfschiffe zum Einsatz – unübersichtlich, aber sehenswert!
Immer noch genial: Auf der übersichtlichen Sternenkarte von Sins of a Solar Empire: Rebellion lässt sich stufenlos per Mausrad zoomen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Da eine Partie in Sins of a Solar Empire locker mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann, kommt trotz des Echtzeit-Gameplays kaum Hektik auf. Den größten Schwachpunkt des Hauptspiels beseitigt auch Rebellion nicht: Eine Solo-Kampagne fehlt nach wie vor, Sie bestreiten also Skirmish-Partien gegen die gute KI oder schlagen sich durch ausgedehnte Mehrspielerpartien. Rebellion erweitert dieses Konzept nur um wenige Änderungen, doch die krempeln die Spielbalance gehörig um. So werden die drei bekannten Rassen TEC, Vasari und Advent durch sechs Fraktionen ersetzt, die unter anderem neue Forschungsoptionen bieten. Jede von ihnen kann zudem eine neue Schiffsklasse bauen: die gigantischen Titanen-Schlachtschiffe, die zwar verdammt teuer sind, es dafür aber mit einer kleinen Flotte aufnehmen können. Hinzu kommen einige frische Schiffstypen und ein neu abgestimmtes Balancing für alle Einheiten. Das exzellente Interface ist unverändert, ein Glück! Ironclad hat stattdessen die Grafik-Engine ein wenig aufgemöbelt. Doch in der Praxis fällt das kaum auf – das Spiel sieht gut aus, mehr aber auch nicht.
Wer das Original nicht kennt, sollte zugreifen: Rebellion macht ein tolles Spiel ein gutes Stück runder, ist eigenständig lauffähig und bietet zudem alle früheren Inhalte. Wer aber schon das Hauptspiel (etwa in der Trinity-Version) besitzt, dürfte angesichts des hohen Preises enttäuscht sein über die wenigen Neuerungen. Das wirkt sich natürlich nicht auf den Spielspaß aus, aber vielleicht beeinflusst es Ihre Kaufentscheidung.

1) Wie hoch ist denn die Onlineaktivität? Findet man leicht und schnell Spieler?
2) Wie lange dauert ein Spiel durchschnittlich?
3) Wie sehr schränkt die fehlende Multicoreunterstützung den Spielspass ein?
Vielen Dank für Antworten und Tipps