Simon scheitert in der dritten Dimension.
In einem Schönheitswettbewerb würde Simon gegen Guybrush Threepwood den Kürzeren ziehen.
Viele Dinge stehen auf der Rückseite der Verpackung dieses 3D-Adventures. Einige davon sind wahr, andere nicht. Fangen wir an: “Spannende und unterhaltsame Story” stimmt! Der Zauberer Simon, der gerade erst einen Körpertausch mit Bösewicht Sordid hinter sich hat, muss einen ungenießbaren Pfirsich essen, um wieder ganz zu werden. Wie wunderbar abgefahren. “Pointenreiche Dialoge”, heißt es außerdem. Und das ist auch richtig: Professionelle Sprecher vertonen die skurrilen Charaktere (darunter eine Glücksfee, geschätztes Alter: 60) mit Liebe. Aus vorgegebenen Antworten wählen Sie, was Ihnen wichtig erscheint, und führen so ausgesprochen humorvolle Gespräche. “Neueste 3D-Technologie für atemberaubende Grafiken”, steht da noch. Vollkommen falsch! Die Personen schauen aus wie Klötze aus einem Legobaukasten. Mundbewegungen sind ein Texturenflimmern, das man als Grafikfehler deuten würde, wüsste man es nicht besser. “Neue intuitive Steuerung”, verkündet die Packung und beschönt erneut. Die Bedienung ist für ein Adventure unnötig kompliziert geraten: Sie müssen je nach Situation rennen, laufen oder kriechen. Scheinbar harmlose Gänge entpuppen sich als nervige Hindernisparcours; der Zauberer bleibt alle Nase lang an Wänden hängen. Damit gehört die exzellente Spielbarkeit der beiden 2D-Vorgänger der Vergangenheit an.

