Silent Storm
Hinter der Mauer vor Angriffen an der Flanke geschützt, lässt MG-Schütze Ahmad die Waffen sprechen. Getroffen kippt der gegnerische Offizier hintenüber und entleert dabei sein Magazin in die Wolken.
Knapp daneben ist nicht immer vorbei. Vor allem nicht, wenn der Schütze eine Panzerfaust auf das Ziel richtet und sich dahinter zwei Benzintanks erheben. Was in diesem Fall bei Silent Storm passiert, würde jedem Hollywood-Actionfilm zur Ehre gereichen und ist in der Spielelandschaft absolut einzigartig: Die Explosion reißt nicht nur das ursprüngliche Ziel von den Beinen, sondern auch ein klaffendes Loch in die benachbarte Häuserwand. Splitter wirbeln umher, die Decke stürzt ein, der Fußboden gibt nach. Die sensationelle Physik-Engine, die die Spielwelt so realistisch wie bislang höchstens noch Max Payne 2 in Szene setzt, ist nur eine der Zutaten, die Silent Storm für jeden Runden-Strategen zum Leckerbissen machen.
Hilfe, Sani-Töter!
Als die Agenten bei einem deutschen Offizier Nachforschungen anstellen wollen, werden sie prompt umstellt und aus dem Hinterhalt von Scharfschützen beschossen.
Wie das Vorbild Jagged Alliance 2 würzt auch Silent Storm die Taktik-Scharmützel mit ei-ner Prise Rollenspiel. Vor der Schlacht schenken Sie Ihrem Alter Ego das Bildschirmleben. Nachdem Sie sich entschieden haben, für welche Seite Sie in den Zweiten Weltkrieg ziehen wollen (Achsenmächte oder Alliierte), suchen Sie sich eine von sechs Klassen aus, vom Scharfschützen bis hin zum Pionier. Intelligenz, Stärke und Geschicklichkeit beeinflussen insgesamt 16 Charakterwerte, darunter Treffsicherheit ebenso wie Tarnung oder Medizinkenntnis, die mit zunehmendem Training immer besser werden. Darüber hinaus erwerben Veteranen je nach Klasse eine Reihe von Sonderfertigkeiten. So sieht ein erfahrener Späher bei Nacht fast so gut wie am Tage und sein Kollege, der Sanitäter, vermag mit einem Blick den Gesundheitszustand seiner Gegner einzuschätzen und selbst schwer verwundete Kameraden binnen Minuten wieder fit zu kriegen.
Indiana Jones zu Besuch auf Burg Wolfenstein
Bei so viel Heimtücke suchen selbst Supersoldaten ihr Heil in der Flucht. Die Mannschaft macht auf dem Fuße kehrt und hastet durch das Tor in Sicherheit.
Aufseiten der Deutschen beginnt Ihre Laufbahn als Mitglied der Spionage-Abwehr mit einem Banküberfall: Nichts ahnend wandern Sie durch die nächtlichen Straßen, als plötzlich die Alarmsirenen schrillen. Klar, dass Sie die Gangsterbande nicht mit ihrer Beute entkommen lassen. Als britischer Kommandosoldat finden Sie sich umzingelt in einem Waldstück wieder und müssen sich den Weg freischießen. Später heuern Sie von 40 verfügbaren Kämpfern bis zu fünf Mitstreiter für Ihr Einsatzteam an und spüren beispielsweise deutsche Spitzel auf oder verhören britische Verräter. Je weiter Sie sich durch die jeweils 18 Einsätze arbeiten (die größtenteils für beide Fraktionen verschieden sind), desto mehr verdichten sich die Hinweise, dass im Konflikt zwischen Alliierten und Achsenmächten noch eine dritte Partei ihre Finger im Spiel hat. Mit einer eigenen Söldner-Armee und geheimnisvollen Superwaffen. Aus der vergleichsweise konventionellen Agenten-Story wird ein abstruses, aber nicht unspannendes Historien-Märchen, das Erinnerungen an Indiana Jones wachruft. Abstrus nicht nur, weil Plasmagewehre und Battlemechs im Zweiten Weltkrieg nichts verloren haben, sondern auch, weil Silent Storm die Geschichte größtenteils in drögen Textbotschaften erzählt, die man regelmäßig wegklickt. Erst im späteren Kampagnenverlauf bringen Spielgrafik-Zwischensequenzen die Story richtig in Schwung. Wer möchte, darf neben den Hauptmissionen beliebig viele Zufallsgefechte absolvieren und so etwa die Charakterwerte aufpolieren.


Und in der Haltung in der der Knilch auf dem Bild schießt trifft man auf Distanzen die über ca. 10 Meter rausgehen, grad mal nix. Auch ein "richtiger Mann" nicht, die meisten würden aus…