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Sid Meier's Railroads (PC)

Release:
27.10.2006
Genre:
Strategie
Publisher:
2K Games

Sid Meier's Railroads

23.10.2006 00:10 Uhr
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Die Züge rollen wieder: Nach Pirates! macht sich Altmeister Sid Meier erneut daran, eine Genrelegende wiederzubeleben. Ist der Versuch geglückt?

In Frankreich stehen Waffen ganz oben auf der Bedarfsliste. Wer keine Skrupel hat, verdient schnell ein Vermögen. In Frankreich stehen Waffen ganz oben auf der Bedarfsliste. Wer keine Skrupel hat, verdient schnell ein Vermögen. Fans von Modelleisenbahnen ärgern sich oftmals: Nicht nur dass die Dinger wahnsinnig viel Platz wegnehmen, das Hobby verschluckt auch viel Zeit und Geld. Mit Sid Meier's Railroads schickt 2k Games jetzt ein Spiel auf die Strecke, das die gute alte Modelleisenbahn schnell aufs Abstellgleis buchsieren könnte.

Zug um Zug

Am Spielprinzip der Railroad Tycoon-Reihe hat sich in Railroads nichts Wesentliches geändert. Nach wie vor gilt es, ein weit verzweigtes Schienennetz aufzubauen und die Konkurrenz auszustechen. Dazu errichten Sie Bahnhöfe, bauen Gleise und schicken Züge auf die Reise. Das funktioniert kinderleicht. Mit einem Klick setzen Sie den Anfangspunkt Ihrer Gleisarbeiten, ein zweiter Klick am Zielpunkt, fertig ist die Strecke.

Das klappt erstaunlich gut, nur ganz selten müssen Sie von Hand nachhelfen. Mit einem weiteren Druck auf die Maustaste setzen Sie dann am gewünschten Ort einen Bahnhof. Anschließend richten Sie mit ebenso wenigen Schritten Ihre Bahnverbindung ein. Der jeweilige Bahnhof gibt Ihnen vor, welche Waren Sie verschicken dürfen. So bestimmen Sie nur noch die Anzahl der Waggons und entlassen den Zug auf die Gleise.

Miniwirtschaft

Allmählich kaufen wir die Konkurrenz auf. Das gesamte Netz geht in unseren Besitz über. Allmählich kaufen wir die Konkurrenz auf. Das gesamte Netz geht in unseren Besitz über. Der Warenkreislauf in Railroads ist simpel, aber dennoch fordernd. Symbole zeigen an, welche Ressourcen eine Stadt benötigt. Diese sind unterschiedlich schwer zu beschaffen. Post und Passagiere schicken Sie einfach von Stadt zu Stadt, Automobile oder Medizin sind schon schwerer zu besorgen. Autos zum Beispiel werden aus Stahl hergestellt. Den wiederum gewinnt man aus Erz, das in Bergwerken abgebaut wird. Mehr als drei Waren kombinieren Sie aber niemals. Je nach Szenario erwarten Sie andere Rohstoffe, die es zu verteilen gilt. Franzosen lieben Rotwein und Waffen, Amerikaner brauchen Öl. Die Deutschen schwören auf Automobile.

Ziellos

Railroads verzichtet auf eine durchgehende Kampagne. Dafür spielen Sie 15 Szenarien, die Sie von Amerika nach Deutschland, Frankreich und Griechenland führen. Bei jeder Karte stellen Sie ein, gegen wie viele Gegner Sie antreten möchten. Bis zu drei Konkurrenten verbauen Ihnen dann mit Ihren Gleisen buchstäblich den Weg. Vier einstellbare Schwierigkeitsgrade regeln die Kosten und Erträge Ihres Schienenbaus.

Spannend: Je nach Einstellung wird Ihnen das Bahn-Management erschwert. Auf der leichtesten Stufe fahren Züge einfach durch einander hindurch, auf "Schwer" ist das nicht mehr möglich. Da müssen Sie schon Ausweichstrecken basteln und darauf achten, dass Züge nicht stecken bleiben. Je nach Karte stellen sich Ihnen verschiedene Aufträge, für die Sie nur ein paar Spieljahre Zeit haben.

Mal sollen Sie bestimmte Städte miteinander verbinden, dann wieder die Konkurrenz zerschlagen. Das funktioniert nur, indem Sie Aktienanteile Ihrer Gegner kaufen. Fiese Tricks wie Sabotage gibt es nicht. Sie müssen lediglich warten, bis Ihr Konto gut gefüllt ist, um danach zuzuschlagen. Das degradiert Gegner zu nervigen Statisten, die mit Ihren Gleisen Ihre schönste Streckenplanung zunichte machen.

Schöne, bunte Welt

Geld verdienen Sie in Railroads durch den Transport von Waren. Wer schlau kombiniert, kann mehrere Rohstoffe in einer Tour transportieren und reich werden.  Geld verdienen Sie in Railroads durch den Transport von Waren. Wer schlau kombiniert, kann mehrere Rohstoffe in einer Tour transportieren und reich werden. Firaxis ist es gelungen, eine stimmige Welt zu erschaffen. Die Züge und Städte sind liebevoll animiert. Es macht einen Riesenspaß, beim Verladen der Waren zuzuschauen. Passend dazu dudelt eine fröhliche Country-Musik aus den Boxen. Leider passiert aber auch nicht mehr. Nach ein paar Stunden kennen Sie die Warenkreisläufe, das Geld sprudelt von selber und die Gegner werden aufgekauft. Ein paar frische Ideen hätten dem alten Spielprinzip sicher gut getan. So allerdings bleibt Railroads ein kurzes Vergnügen.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
77 %
Leserwertung
(0 Votes):
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Bildschöne Modelleisenbahn-Welt
Keine Kampagne
Schwierigkeitsgrad individuell einstellbar
Wirtschaftskreisläufe zu anspruchslos
Spielt sich wie das gute alte Railroad Tycoon
   
Robert Horn
Die Alternative zur Modell-eisenbahn. Billiger, schöner, aber auf Dauer reizlos.
Vor Jahren habe ich Railroad Tycoon Deluxe rauf und runter gespielt. Als ich Sid Meier's Railroads startete, fühlte ich mich sofort heimisch: "Das ist ja genau das Gleiche, nur schöner!" Stimmt, mehr ist es aber auch nicht. Die Städte und Züge sind liebevoll animiert, die Szenarien wunderschön gestaltet. Dennoch ist alles beim Alten geblieben: Nach den anfänglichen zehn Minuten Aufs-Geld-Warten sprudeln die Finanzen nur so in meine Kasse. Es ist allein eine Frage der Zeit, bis ich alle Gegner übernommen habe. Was darüber hinaus fesselt, ist das Austüfteln der perfekten Strecke. So schön Railroads auch ist, so schnell habe ich den Bogen raus. Dass Firaxis dem Spiel keine zusammenhängende Kampagne spendiert hat, ist besonders schade. Ein paar Innovationen hätten den Spielspaß sicher gesteigert.
   
Redakteur
Moderation
23.10.2006 00:10 Uhr
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