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  • Shootmania Storm: Der puristische Online-Shooter im Leser-Test von Kaisan

    Shootmania Storm pfeift auf ein Level-System und bietet simple, schnell erlernte, puristische Shooter-Kost, die ihren Schwerpunkt auf den Wettbewerb legt. Ob das auf Dauer Spaß macht, lest ihr in meinem Test.

    Puristische und wettbewerbsbetonte Shooter sind beileibe Mangelware geworden. Vertreter des Genres wie Call of Duty oder Battlefield werden zumeist geprägt durch ein Level-System mit allerlei freischaltbaren Bleispritzen und Extras; wer den Anschluss verpasst, der muss sich mühsam zwischen allerlei hochgezüchteten Widersachern schlagen. Kompetitiv ist anders. Shootmania: Storm schlägt jedoch in die Kerbe eines Unreal Tournaments oder vergleichbarer Arena-Shooter, legt den Fokus klar auf den Wettbewerb, den Ehrgeiz, die Eigenmotivation und eine sportlichen Hintergrund. Entwickler Nadeo (Trackmania) will keinen konventionellen, simplen Level-System-Shooter mit Shootmania bieten. Nein, vielmehr soll er auf Reflexe, auf taktische Finesse und nicht zuletzt auf eine gute Prise Präzision und Zielfähigkeit setzen – ob dieses Vorhaben konsequent umgesetzt wurde und welche Ausrichtung Shootmania: Storm hat, nun, das erfahrt ihr in meinem Test.

    Hinweis: Wie wurde getestet?
    Dem einen oder anderen Leser mag sicherlich auffallen: Dieser Test wurde bereits wenige Tage nach Reales des Spieles veröffentlicht. "In einem solch kurzen Zeitraum ist doch kein seriöser und kompetenter Test-Durchlauf möglich!", mag der eine oder andere nun einwerfen. Nun – gespielt habe ich Shootmania: Storm bereits weitaus länger als im finalen Stadium. Denn: Die Beta-Phase gab so manchem geneigten Spieler bereits die Möglichkeit, sich auf den Schlachtfeldern von Nadeos neuem Titel zu tummeln. Da sich im Vergleich der Beta zum finalen Produkt nicht allzu viel geändert hat, selbige Modi in selbiger Qualität enthalten sind (wie ich in den Tagen nach Reales exzessiv getestet habe), denke ich, dass meine Erfahrungen mit rund 65 Spielstunden in Shootmania: Storm zur Genüge reichen, um einen fundierten Test zu verfassen.

    Schnell, puristisch, wettbewerbsbetont: Das Gameplay von Shootmania: Storm
    Gefechte in Shootmania werden auf mehreren Ebenen ausgetragen; vertikales Gameplay schimpft sich das und bereichert das Gameplay ungemein. (Eigener Screenshot) Gefechte in Shootmania werden auf mehreren Ebenen ausgetragen; vertikales Gameplay schimpft sich das und bereichert das Gameplay ungemein. (Eigener Screenshot) Quelle: Eigener Screenshot Shootmania: Storm beherbergt keinerlei Singleplayer-Modus, kein Level-System oder dergleichen – der puristische Shooter ist ausschließlich auf den Multiplayer-Part fokussiert und konzentriert sich auf dessen Gameplay und Balance. Dabei finden sich zwecks Wettbewerb nur zwei Waffen-Typen im Spiel, die nichts fundamental anders machen, sich vielmehr in Nuancen unterscheiden; das Waffen-Feeling und das Treffer-Feedback ist gewollt arcadig. Realismus sucht ihr hier vergebens, dennoch ist ein vergleichsweise hoher Schwierigkeitsgrad enthalten: Wer nicht pixelgenau zielt, der wird nicht treffen – zumeist müsst ihr bereits nach einem eingesteckten Treffer den Löffel abgeben. Zudem ist eine gewisse Eingewöhnungszeit vonnöten, um in Shootmania erste Erfolge zu erzielen; zuvor ist Frust an der Tagesordnung. Denn Shootmania vergibt nicht, reizt den Spieler dazu, seine Fähigkeiten auszubauen, zu kämpfen, sich selber zu motivieren – bis er letztendlich die Führung übernimmt. Denn eines ist in Shootmania obligatorisch und unumgänglich: Übung. Wer sich blind in die Gefechte stürzt, sich nicht mit den zahlreichen Tricks und Taktiken auseinander setzt, seine Reflexe und seine Reaktion nicht trainiert, der wird hier des Öfteren ins virtuelle Gras beißen. Doch lohnt sich das harte Training:

    Wer nach und nach mehr und mehr Gegner ins Jenseits befördert, der verspürt eine ungeheure Befriedigung und Motivation zur Fortsetzung seiner Karriere; nach dem steinigen Start folgt der Spielspaß. Dabei pendelt sich das Spieltempo von Shootmania Storm zwischen Unreal Tournament und Quake ein, spielt sich schnell, auf Reaktion ausgelegt. Dank hohen Sprüngen, ein abgeändertes Sprint-System und allerlei Jumppads, die höhere Sprünge und somit den Vorstoß in neue Levelareale ermöglichen, spielt sich SM herrlich vertikal. Feinde können von allen Seiten kommen, ihr werdet immer wieder unter extremen Stress-Situationen gesetzt – erfrischend in heutigen Zeiten. Motivation wird hier nicht etwa durch Stöße an Erfahrungspunkten und den einhergehenden Level-Ups generiert, vielmehr durch das Ziel, der Beste der Ranglisten zu werden – ein hochgestecktes Ziel. Maps sind zumeist vollkommen symetrisch aufgebaut, Spieler starten immer mit derselben Grundausstattung – fast wie für den E-Sport geschaffen wirkt das gesamte Objekt. Und tatsächlich: In E-Sport-Ligen wie beispielsweise der ESL werden bereits große Shootmania: Storm-Tuniere gestartet, die besten Spieler werden mit hohen Geldsummen honoriert – und die Chancen stehen gut, dass sich Shootmania auch weiterhin auf dem E-Sport-Markt behaupten wird.

    Modis gibt es momentan so einige in SM: So könnt ihr euch beispielsweise in Royal austoben (kein Respawn, das Ziel besteht darin, der letzte Überlebende zu sein), oder euch in Storm mit Teamkameraden klassische Deathmatches liefern. Das spielt sich alles schön und gut und bietet klassische und altgediente Modi – grundlegende Innovationen solltet ihr hier nicht erwarten, auch wenn der eine oder andere interessante Modi enthalten ist. Shootmania erfindet das Rad der Arena-Shooter nicht neu, sondern tischt euch Kost auf, die so oder in ähnlicher Form bereits in anderen Titeln vorhanden war – auch wenn sich SM durchaus eigenständig spielt. Doch gerade in heutigen Zeiten wirkt das Modell der Arena-Shooter unglaublich unverbraucht und fast schon exotisch; wer also eine Abwechslung des Shooter-Einerlei sucht, der ist hier beileibe an der richtigen Adresse. Shootmania spielt sich herrlich puristisch und kompetitiv; ausschließlich das Können des Spielers zählt hier. (Eigener Screenshot) Shootmania spielt sich herrlich puristisch und kompetitiv; ausschließlich das Können des Spielers zählt hier. (Eigener Screenshot) Quelle: Eigener Screenshot Zwar war der Verzicht auf ein Level-Up-System notwendig, um den Wettbewerb zu bewahren, dennoch ist er der Dauermotivation merklich nicht zuträglich. Hier und da gibt es lange Durststrecken, und hier offenbart sich bereits der größte Kritikpunkt von SM: Die mangelnde Dauermotivation. Denn Level-Kreationen von Usern (die durch den Editor möglich sind, weiter Informationen unter dem Abschnitt: "Shootmania: Storm: Der Editor") sind zwar durchaus kurzweilig, jedoch nicht immer auf sportlichen Wettbewerb ausgelegt und können nicht ewig bei Stange halten. Der größte Anreiz zum Fortsetzen des Teils ist klar die weltweite Rangliste; doch auch diese kann ihren Reiz schnell verlieren. Shootmania ist kein Spiel, das exzessiv über mehrere Stunden ab Stück gespielt werden sollte; SM ist für die schnelle Runde zwischendurch geradezu prädestiniert, zumal ein Kampf rund 15-20 Minuten andauert. Da wäre, bezogen auf die Dauermotivation, mehr drin gewesen.
    Ihr merkt bereits: Neulinge werden sicherlich nicht ihren Spaß mit SM haben. Shooter-Kenner und Profis finden hier jedoch einen Spielplatz auf, auf welchem sie ihre Fähigkeiten ausbauen und ergänzen können – der kompetitive Ansatz ist herrlich erfrischend zum Shooter-Einerlei, das Gameplay wirkt gewollt arcadig, dennoch rund, alle Elemente des Spieles führen sich nach und nach zu einem interessanten und ordentlichen Gameplay zusammen, das zwar nichts grundlegend neu macht, mit seiner wettbewerbsbetonten Ausrichtung jedoch den einen oder anderen Fan klassischer Arena-Shooter ins Boot holen wird.

    Simpel, zweckdienlich und bunt: Die Technik hinter Shootmania: Storm
    Von der technischen Seite präsentiert sich SM grundlegend solide und gut; zwar sind die Texturen beileibe nicht die detailliertesten, die Animationen nicht die besten, dennoch: Für einen ordentlichen Gesamteindruck reicht die Optik von Shootmania allemal. Ähnliches Bild beim Sound: Effekte und Musik wirken gut, jedoch keineswegs überragend. Die Steuerung via Maus und Tastatur hingegen funktioniert famos, präzise; wer bereits ein en Shooter gespielt hat, der wird sich hier schnell eingewöhnt haben. Insgesamt macht SM einen technisch runden, nicht herausstechenden Eindruck. Gut ist es allemal, mehr Optimierung hätte der Technik von SM aber sicherlich nicht geschadet.

    Shootmania Storm: Der Editor
    Der Editor zum Erstellen eigener Map-Kreationen kommt herrlich intuitiv und mächtig daher. (Eigener Screenshot) Der Editor zum Erstellen eigener Map-Kreationen kommt herrlich intuitiv und mächtig daher. (Eigener Screenshot) Quelle: Eigener Screenshot In der Tradition der Nadeo-Editoren kommt das Shootmania Storm-Tool zum Kreieren allerlei konfuser und eigenwilliger Maps herrlich ntuitiv daher; Blöcke lassen sich leicht in verschiedenen Höhenlagen setzen, zudem ist eine breite Vielfalt an Objekten vorhanden, die sich in die Map einfügen lassen. Wer erweiterte Möglichkeiten haben will, der bekommt diese im erweiterten Editor; einzig negativ aufgefallen ist die stellenweise recht hakelige Bedienung, die beileibe hätte besser gelöst werden können. Dennoch: In der Summe findet sich mit dem Shootmania-Editor ein mächtiges und schnell zu erlernendes Tool zum Erstellen neuer Maps, das für frischen Nachschub in den nächsten Tagen und Wochen sorgen sollte.

    Fazit
    Wer im Modus Royal den Löffel abgibt, der muss bis zum Ende des Matches zuschauen. Counter Strike lässt grüßen. (Eigener Screenshot) Wer im Modus Royal den Löffel abgibt, der muss bis zum Ende des Matches zuschauen. Counter Strike lässt grüßen. (Eigener Screenshot) Quelle: Eigener Screenshot Shootmania Storm bietet puristische, wettbewerbsbetonte Shooter-Kost, die zwar keineswegs realistisch, jedoch herrlich schnell und dynamisch daher kommt – wer Arena-Shooter im Stile von Unreal Tournament oder Quake mochte, der wird hier beileibe einen spaßigen Zeitvertreib mit gewisser Einstiegshürde vorfinden. Denn Übung ist hier obligatorisch. Wer jedoch auf ausgedehnte Dauermotivation aus ist, wer neben dem bloßen Gameplay-Kern mehr haben möchte, wer Multiplayer-Shooter gerne mal Stunden am Stück spielt, der wird mit Shootmania sicherlich nicht gänzlich zufrieden sein – dafür mangelt es an Anreiz, an Abwechslung. Für den recht kleinen Preis von rund 20 Euro sollte der Shooter aber zumindest einen Blick wert sein – eine Kaufempfehlung gebe ich an dieser Stelle gerne aus.

    01:35
    ShootMania Storm: Der offizielle Launch-Trailer

    Shootmania Storm

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Kaisan
    0 %
    Multiplayer
    81%
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    6/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Shootmania Storm
    Shootmania Storm
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Nadeo
    Release
    2013
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von blubbafassel
    Was mir bisher besonders am Spiel gefällt ist die Community. Kein gekreische, keine Beleidigungen. Stattdessen wird…
    Von Tim7
    "Dabei finden sich zwecks Wettbewerb nur zwei Waffen-Typen im Spiel, die nichts fundamental anders machen, sich…

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    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von blubbafassel Neuer Benutzer
        Was mir bisher besonders am Spiel gefällt ist die Community. Kein gekreische, keine Beleidigungen. Stattdessen wird das Spiel von der Community mit eigenen Maps und Modis unterstützt. Klasse!
      • Von Tim7 Neuer Benutzer
        "Dabei finden sich zwecks Wettbewerb nur zwei Waffen-Typen im Spiel, die nichts fundamental anders machen, sich vielmehr in Nuancen unterscheiden;"
        Es sind 4 und das weißt du doch sicher auch nach 65 Stunden oder ?  Und ich denke sie unterscheiden sich auch mehr als in nur Nuancen:

        Rocket launcher: recht…
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Shootmania Storm
Shootmania Storm: Der puristische Online-Shooter im Leser-Test von Kaisan
Shootmania Storm pfeift auf ein Level-System und bietet simple, schnell erlernte, puristische Shooter-Kost, die ihren Schwerpunkt auf den Wettbewerb legt. Ob das auf Dauer Spaß macht, lest ihr in meinem Test.
http://www.pcgames.de/Shootmania-Storm-Spiel-32856/Lesertests/Shootmania-Storm-Der-puristische-Online-Shooter-im-Leser-Test-von-Kaisan-1065304/
16.04.2013
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