Total War: Shogun 2 - Hands-on-Test: Historische Schlachten und die KI
Total War: Shogun 2 setzt die beliebte Total War-Reihe fort, punktet mit toller Grafik und diversen Neuerungen. PC Games berichtet von Problemen, tollen Momenten und ersten Erfahrungen mit der künstlichen Intelligenz.
Richtig gefordert wurden wir in der uns zur Verfügung stehenden historischen Schlacht von Sekighahara. Hier stehen sich die Armeen von Ishida Mitsunari, Shimazu Toyohisa sowie Tokugawa Iegasu und Koboyakawa Hideaki gegenüber. Während die Hideaki-Armee zu Beginn der Schlacht noch auf Ihrer Seite steht, läuft ihr Herrscher mitten im Gefecht zur anderen Seite, der von Ieagusu, über und fällt Ihnen in die Flanke. Mitsunaris Armee jedoch hat den Vorteil, dass die Bogenschützen teilweise an einem Hang stehen und so über einen immensen Reichweiten-Vorteil verfügen. Wir mussten die Schlacht mehrmals starten, ehe wir eine funktionierende Taktik ausbaldowert haben:
Quelle: Sega
Hier formieren sich die Yagi Ashigaru, um gegen anrückende Kavallerie anzutreten. In dieser Formation sind sie aber anfällig gegen Beschuss.
Die Mitsunari-Armee ist grob in zwei Teile geteilt. Während der eine Teil an einem Hang steht, wartet der andere Teil in einem nahe gelegenen Wald. Getrennt werden sie durch einen Fluss, der nur an wenigen Stellen überquert werden kann. Der Feind greift gleichzeitig beide Teile der Armee an. Während wir am Hang mit Bogenschützen verteidigen und die Katana-Kavallerie in Pfeilformation auf die anrückenden Gegner schicken, ziehen wir den zweiten Teil der Armee in Richtung der anderen. Die hier anrückende leichte Kavallerie des Gegners wehren wir wiederum mit einer geschickten Speerformation der Yari Ashigaru ab, während die bereits positionierten Bogenschützen auf Brandpfeile umsteigen, um die vordringenden Truppen moralisch zu schwächen und aufzuhalten. Derweil haben wir den eher klein ausgefallenen Angriff am Hang abgefangen und rücken jetzt in Richtung des Flusses vor, auf dessen anderer Seite mittlerweile ein erbitterter Kampf tobt. Längst hat unser Verbündeter Hideaki die Seiten gewechselt und drängt mit aller Macht vor. Als unsere Fußtruppen von der Hanglage den Fluss erreichen, sperren sie einen der seichten Übergänge. Die Bogenschützen beziehen Stellung am Flussufer und unterstützen die auf der anderen Seite kämpfende Infanterie. Die Taktik scheint aufzugehen. Doch plötzlich und völlig überraschend fällt uns ein kleiner Trupp berittener Feinde in den Rücken. Die haben wir nicht kommen sehen. Die Soldaten am Fluss müssen die Stellung räumen und die fliehenden Bogenschützen verteidigen.
Quelle: Sega
Die taktische Karte von Total War: Shogun 2 wurde grafisch aufpoliert. So gut sah sie bisher in keinem Teil der Serie aus. Und keine Angst: auch wenn Sie nur in Japan kämpfen, die Map ist riesig!
Geschafft. Allerdings nur knapp. Uns standen 3.080 Mann zur Verfügung, während der Feind – inklusive Übergelaufenem – 4.200 Männer in den Kampf schickte. Die Verluste waren auf beiden Seiten enorm. Mit knapp 300 verbliebenen Kämpfern konnten wir den Sieg für uns verbuchen. Auch wenn die eigentliche Schlacht von Sekigahara zum einen anders ausgegangen ist und zum anderen mit deutlich mehr Truppen ausgefochten wurde – rund 80.000 Mann auf jeder Seite – machte die historische Schlacht durchaus Spaß. Was uns hingegen weniger gefiel war die Tatsache, dass die KI auf die von uns in mehreren Anläufen gewählte Taktik nie anders reagierte. Da hätten wir mehr erwartet. Einmal eine Taktik gefunden, können Sie diese – zumindest in den historischen Schlachten und im selben Schwierigkeitsgrad - immer wieder anwenden.
Dennoch: die KI ist in der Schlacht – auch wenn sie klar in der Überzahl agierte – generell klug vorgegangen und hat auf unsere Aktionen korrekt reagiert. Als wir unseren Truppenteil zurückzogen, hat sich der Feind zuerst gesammelt, um dann mit voller Stärke und auf breiter Front anzugreifen. Eine etwas zu weit abseits stehende Bogenschützen-Abteilung hat die KI ebenfalls erkannt und sofort einen verheerenden Reiterangriff darauf gestartet. Der erste und natürlich nicht finale Eindruck: Gut, schließlich konnten wir nur recht wenig von der Tutorial-Kampagne und den historischen Schlachten sehen.
Wie schon in den bisherigen Teilen der Total War-Reihe ist die richtige Taktik und der Einsatz der Spezialfähigkeiten entscheidend. Sun Tsu hat also durchaus Recht mit seiner Behauptung. Denn zumindest sich selbst und Ihre Stärken sollten Sie kennen, um zu siegen.

Kann es sein das du die Gruppe noch formieren musst?
Also vor der Schlacht:
1. Einheiten auswählen und aufstellen.
2. Einheiten gruppieren.
Das war aber imo schon immer so bei TW.
Geiles Spiel btw. Einmal hab ich schon gesamt Japan erobert. Jetzt bin ich grad mit dem zweiten Clan dran. :-D
EDIT:
Kann es sein das du die Gruppe noch formieren musst?
Btw: Den Begriff Hands-On finde ich persönlich nicht soo super. Das erinnert mich immer direkt an den Begriff Hands-on-Mentalität und die Aussagelosigkeit dieses Wortes. :ugly:
Ich hab jetzt zum ersten mal ene Kampagne erfolgreich absolviert (lange Kampagne mit 40 Provinzen erobern) - das Spiel fesselt mich. Wegen der KI: mich nerven zwei Dinge, was die EIGENE "KI" betrifft:
- wenn man vier Einheiten markiert hat und sie positionieren will, dann werden oft zwei Einheiten irgendwo weit weg platziert, und zwar selbst dann, wenn sie zum zeitpunkt des Markierens schön geordnet beieinander stehen
- oft scheinen die Fußtruppen nicht zu reagieren, wenn ich sie anweise, die Burgmauer zu erklimmen
Ich werds mir heute holen hoffe es lohnt sich !^^ aba ich denke bei dem was ich gelesen hab is es gut !! ich liebe die TOTAL WAR Reihe !! =D
Naja gut ich versuch mich dran zu gewöhnen. Ich werd halt auch langsam älter ^^