Sega Rally
Wann gab es das letzte Mal richtigen Arcade-Fahrspaß auf dem PC? Outrun 2006: Coast to Coast wagte vergangenes Jahr einen Vorstoß auf die Festplatte, überzeugte aber nur teilweise. Doch im September kehrt das Automaten-Kultspiel schlechthin zurück auf den Computer: Sega Rally.
Momentan befindet sich der Titel im hauseigenen Sega Racing Studio in Entwicklung. Kein Geringerer als Guy Wilday, der Schöpfer der Colin McRae-Serie, ist mit an Bord und betreut das Projekt als Studio Manager. Besitzt die Rallye-Konkurrenz aus dem Hause Codemasters noch realitätsnahes Fahrverhalten, pfeift Publisher Sega auf dieses Feature. Hier steht Popcorn-Spielunterhaltung im Vordergrund. Bremsen? Ist nahezu überflüssig. Kurz vor der Kurve nehmen Sie Tempo weg, stellen Ihren Boliden quer und drücken das Gaspedal durch. Damit Sie ob des vereinfachten Fahrverhaltens nicht einschlafen, fordert die Gegner-KI. Die Kollegen flitzen nicht fehlerfrei über die Kurse, sondern leisten sich Patzer und verlassen hin und wieder die Ideallinie.
In den sechs thematisch unterteilten Umgebungen sind Sie auf bis zu sechs Strecken mit lizenzierten Boliden unterwegs. Auf ein Schadensmodell verzichten die Entwickler aus Birmingham. Sie heizen also mit Volldampf über den karibischen Strand, durch Canyons, machen den matschigen Regenwald unsicher oder schlittern über die verschneiten Straßen der Schweiz. Spätestens nach der ersten gefahrenen Runde fällt die Verschmutzung Ihrer Karre auf; Schlamm klebt an der Stoßstange. Schnee setzt sich an den Radläufen fest. Damit das grafisch besonders opulent rüberkommt, setzt Sega Rally auf 3D-Texturen, nicht auf flache Bitmaps. Fahren Sie durch Pfützen, wäscht sich der Dreck wieder ab, die weiße Pracht an Ihrem Boliden schmilzt nach und nach.

