Searching: Filmrezension zum beklemmenden Desktopmovie
Gerade in jüngste Vergangenheit dürfte der Name John Cho, in diesem Film der Vater, mit der Rolle des Sulu aus den neueren Star Trek Filmen verknüpft werden. Der mittlerweile 46-jährige Schauspieler hat in seiner Karriere aber bereits bewiesen, dass er über Genregrenzen hinweg spielen kann. So kennt man ihn auch aus der Komödie "Harold & Kuma", als Detektiv in "Gemini" oder im kommenden Jahr im Horror-Film "Grudge".
Nach dem frühen Krebstod seiner Frau hat David Kim eine besonders enge Beziehung zu seiner Teenager-Tochter Margot. Zumindest glaubt er das. Als sie eines Tages spurlos verschwindet, muss David während seiner verzweifelten Suche nach Hinweisen auf Margots Laptop erkennen, dass er von seiner Tochter vieles nicht wusste ...
Regisseur Aneesh Chaganty hat sein Spielfilmdebüt als Desktopmovie inszeniert, die komplette Handlung entspinnt sich via Bildschirm über Social-Media-Postings, Chats, Skype-Telefonate und Videoclips. Das ist überraschend, spannend und ziemlich beklemmend, weil einen als Zuschauer häufig das Gefühl beschleicht, in Margots Privatsphäre einzudringen. Dass diese zeitgemäße Art des Erzählens auch sehr berührend sein kann, zeigt bereits die Anfangssequenz, in der das Aufwachsen von Margot und der Überlebenskampf ihrer Mutter auf ein paar Klicks komprimiert werden, die das Wechselbad der Gefühle aber unmittelbar spürbar machen.
FAZIT:
Konsequent und in sich schlüssig: Chaganty nutzt die modernen Kommunikationsmittel perfekt für seinen packenden Thriller.
