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  • Satellite Reign im Test mit Video: Syndicate hat endlich einen würdigen Nachfolger!

    Mit vier Agenten zieht ihr in Satellite Reign los, um in einer riesigen Stadtmetropole zahlreiche Aufträge zu bestehen.

    Test: 5 Lives Studios, die Entwickler von Satellite Reign, kombinieren dabei spannende Echtzeit-Missionen mit einem durchdachten, offenen Spielkonzept in einer riesigen Cyberpunk-Stadt. PC-Veteranen aus den 1990ern dürfen Freudentränchen vergießen und Spieler der jüngeren Generation bekommen endlich mal gezeigt, wie man einen PC-Klassiker ordentlich neu aufleben lässt und mit neuen, passenden Spielideen würzt.

    Ein Einzelspielererlebnis, in dem ihr vier Cyborg-Agenten auf zum Teil bockschwere Einsätze in einem Cyberpunk-Setting schickt. Ein Spiel, in dem ihr Credits erwirtschaftet, um damit Waffen und Ausrüstung zu erforschen. Ein Spiel, in dem euch bockschwere Echtzeitkämpfe ohne Pausefunktion den Schweiß auf die Stirn treiben. Mit diesen knappen Sätzen lässt sich das schon 1993 erschienene Syndicate beschreiben, das regelrechten Kultstatus bei PC-Spielern besitzt. Oder wir schreiben das Jahr 2015 und weisen genau die gleichen drei Sätze Satellite Reign zu. Das passt wie die Faust aufs Auge, denn das Entwicklerteam 5 Lives Studios hat in sein Spielprojekt genau die Essenzen implantiert, die Syndicate auszeichneten, ohne daraus einen simplen Klon zu machen. Eingebettet in eine cool designte, riesige Stadt entdecken wir beim Test von Satellite Reign jede Menge erstklassige Spielideen, erleben aber auch mitunter Frustmomente.

    Satellite Reign: Aufstand gegen die Macht der Konzerne

          

    Mit vier Agenten zieht ihr in Satellite Reign los, um in einer riesigen Stadtmetropole zahlreiche Aufträge zu bestehen. Mit vier Agenten zieht ihr in Satellite Reign los, um in einer riesigen Stadtmetropole zahlreiche Aufträge zu bestehen. Typisch für ein Cyberpunkszenario startet ihr in einer düsteren Zukunft, in der mächtige Konzerne die Welt beherrschen. Wo genau und wann auf der Erde Satellite Reign spielt, bleibt ungeklärt. Per Fernsehnachrichtenschnipsel lernen wir im Intro die böse Macht im Spiel namens Dracogenics kennen. Die Firma herrscht über die Klon- und Implantattechnologie und hat ein weltweites Netz gespannt. Angst und Schrecken sind an der Tagesordnung, private Sicherheits-Armeen kontrollieren die Bevölkerung. Mitten in dieser Fernsehübertragung erreicht uns eine Stimme per Funk, gibt sich als Missionskontakt namens "Tag" zu erkennen und überträgt uns unvermittelt das Kommando über vier Agenten. Kommt euch diese Auftaktinszenierung bekannt vor? Wir mussten dabei sofort an Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt denken, der mit einer recht ähnlichen Sequenz startete. Auf die trashigen Realfilmsequenzen wie in Command & Conquer verzichtet Satellite Reign jedoch.

    06:52
    Satellite Reign: Testvideo - Spannende Cyberpunkaction mit Syndicate-Siegel

    Satellite Reign: Vier gewinnt – das Agententeam in Satellite Reign

          

    Die Kamera im Spiel lässt sich fast bis zur Nasenspitze eurer Agenten zoomen, offenbart dabei aber auch grafische Schwächen. Die Kamera im Spiel lässt sich fast bis zur Nasenspitze eurer Agenten zoomen, offenbart dabei aber auch grafische Schwächen. Im ordentlich inszenierten Tutorial bekommen wir nach und nach unsere vier Protagonisten an die Hand, jeder davon repräsentiert eine andere Klasse und ist mit eigenen Fertigkeiten versehen. Der Soldier etwa kann Elektroquellen per Verdrahtung manipulieren, kennt sich mit Granaten gut aus und kann viel Schaden einstecken. Der Support scannt die Spielumgebung, tritt als Heiler auf, kann Ziele markieren und der Gruppe Boni per Führungsfertigkeit verschaffen. Technisch versiert ist der Hacker, mit dem ihr verschiedenste Systeme manipuliert, Drohnen steuert, sowie andere Bewohner kontrolliert. Vierter im Team ist der Infiltrator, der als Scharfschütze fungiert, Tarnung beherrscht, im Nahkampf ein Katana-Schwert schwingt und sich in enge Luftschächte reinzwängen kann.

    Das Cyberpunksetting wurde prima umgesetzt. So gefallen uns zum Beispiel Details, wie etwa der Look der Neonreklame. Das Cyberpunksetting wurde prima umgesetzt. So gefallen uns zum Beispiel Details, wie etwa der Look der Neonreklame. Die einzelnen Fertigkeiten sind gut aufeinander abgestimmt und lassen sich in den zahlreichen Einsätzen, die ihr bestreitet, wunderbar miteinander kombinieren. Da ihr in einer laufenden Mission alle Aktionen in Echtzeit ausführt, ist eine gute Planung mit perfektem Timing enorm wichtig. Das erinnert uns vom Spielgefühl stark an die legendären Taktikspiele Commandos 1 bis 3 von Pyro Studios. Eine Pausefunktion gibt's nicht, sodass aus einer anfangs noch ruhigen Situation schnell hektische Gefechte entstehen. Etwa wenn wir einen Fehler machen, eine Sicherheitskamera übersehen, von Patrouillen entdeckt werden, Alarm ausgelöst wurde und dann von allen Seiten schwer bewaffnete Gegner auf unser Agentenquartett losstürmen.

    Zusätzlich zu den jeweiligen Spezial-Skills der Agenten besitzen alle vier Klassen drei globale Basisfertigkeiten, mit denen sich Gesundheit, Waffenschaden und Ausrüstungskapazität erhöhen lässt. Alle Skills lassen sich in je vier Stufen steigern, die dafür nötigen Punkte erhaltet ihr auf euren Einsätzen.

    Wie viel Erfahrung ihr pro Einsatz erlangt, hängt von eurer Spielweise ab und ist nicht fest vorgegeben. Je länger ihr beispielsweise unentdeckt in einem Missionsgebiet bleibt und je mehr Aktionen eure Figuren ausführen, desto höher fällt die XP-Beute aus. Sobald der Erfahrungsbalken voll ist, gibt's einen Skillpunkt. Mit steigendem Level einer Fertigkeit sind höhere Skillpunktkosten verbunden, sodass ihr gut überlegen müsst, wie ihr eure Punkte aufteilt.

    Satellite Reign - Großstadtfeeling: Ein riesiger Spielplatz für eure Agenten

          

    Mithilfe von Kabeln könnt ihr euch an bestimmten Stellen in den Stadtbezirken unbemerkt durch die Lüfte bewegen. Mithilfe von Kabeln könnt ihr euch an bestimmten Stellen in den Stadtbezirken unbemerkt durch die Lüfte bewegen. Die Spielwelt in Satellite Reign besteht aus einer gigantischen Metropole, die in mehrere Bezirke aufgeteilt ist. Los geht's im Rotlichtdistrikt Downtown, der grafisch und atmosphärisch schon fast wie eine Hommage an den 1982 erschienenen Kinoklassiker Blade Runner von Ridley Scott wirkt. Die Stadt ist in permanente Nacht gehüllt, es herrscht Nieselregen. Auf den Straßen huschen Schwebeautos umher und es herrscht ein lebendiges Gewusel an Stadtbewohnern und Sicherheitskräften. Details wie Rauchschwaden, Nebel und Lichtkegel sorgen schon allein für eine schöne Atmosphäre, doch wird diese noch durch die überall vorhandene Neonreklame verstärkt. Die Kamera lässt sich nah an die Figuren heranzoomen, was jedoch erstens fürs Spielen eher ungeeignet ist und sich zweitens dann Textur- und Grafikschwächen offenbaren. Personen wirken etwas kantig, mitunter ungelenk animiert; Oberflächentexturen erscheinen mitunter schlicht und teils matschig.

    Drehen lässt sich der Blickwinkel nur bedingt und kippen leider gar nicht. Da die Stadt mit verwinkelten Gassen, ausufernden Gebäudekomplexen und Häuserschluchten nur so gespickt ist, geht so manchmal die Orientierung flöten. Zum Glück erweist sich die Karte im Mission-Control-Bildschirm aber als nützlich. Sämtliche Zielorte, manipulierbare Objekte und wichtige Spots in der Welt, die wir aufdecken, sind dort abgespeichert und halten Informationen für uns zum Abruf bereit. Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist gut umgesetzt, Hotkeys lassen sich optional anzeigen und zudem in den Steuerungsoptionen frei konfigurieren, prima.

    Deckung ist das A und O beim Kämpfen. Zudem sorgen verschiedene Waffengattungen und Rüstungen für taktische Tiefe. Deckung ist das A und O beim Kämpfen. Zudem sorgen verschiedene Waffengattungen und Rüstungen für taktische Tiefe. Quelle: 5 Lives Studio Beim Erkunden der Spielwelt ist Langeweile Fehlanzeige, überall gibt es Interaktionsobjekte zu entdecken. Schon im ersten Distrikt sind wir stundenlang beschäftigt, denn die Spielwelt bietet reichlich Ablenkung: An Datenterminals erhalten wir Zugang zu relevanten Infos, mithilfe von Schnittstellen, die wir aufdecken, gelangen wir an Haupt- sowie Nebenaufträge. Obendrein dienen die Schnittstellen als Schnellreise- sowie Respawn-Punkte und munitionieren unsere Agenten automatisch wieder auf. Kontakt "Tag" meldet sich bei den Schnittstellen mit Aufträgen: Mal gilt es, eine Zielperson auszuschalten, mal müssen wir in einen Konzernkomplex eindringen, infiltrieren, technische Prototypen stehlen, Verteidigungs- und Überwachungssysteme der gegnerischen Konzerne durch Computerviren verlangsamen. Um aus Downtown in neue Bezirke zu gelangen, müssen wir ebenfalls erst mal spezielle Aufträge erfüllen, oder genügend Geld anhäufen, um Sicherheitspässe zu erwerben. Wie ihr in den Stadtvierteln vorgeht, ob ihr erst Hauptmissionen oder lieber Nebenaufträge absolviert, das liegt ganz bei euch. Das kann aber auch dazu führen, dass ihr vor lauter Aufträgen gar nicht mehr wisst, wo ihr am besten als Nächstes weitermacht.

    Satellite Reign: Mission impossible?

          

    Schon nach kurzer Zeit füllt sich das Missionslogbuch. Es gibt haufenweise Nebenaufträge und ihr habt völlig freie Hand, wie ihr dabei vorgeht. Schon nach kurzer Zeit füllt sich das Missionslogbuch. Es gibt haufenweise Nebenaufträge und ihr habt völlig freie Hand, wie ihr dabei vorgeht. Die Krux bei der spielerischen Freiheit besteht jedoch darin, dass es in den Missionsbeschreibungen keinerlei Hinweise darüber gibt, wie leicht oder schwer ein Auftrag ist. Eine Zielperson im freien Gelände ausknipsen? Das ist in wenigen Minuten erledigt, in einen schwer bewachten Gebäudekomplex einzudringen, in dem es vor schwer bewaffneten Gegnern nur so wimmelt, das kann schon mal für den einen oder anderen Frustschrei sorgen. Doch anstatt sich angesichts des stark schwankenden Schwierigkeitsgrads in einer entsprechend kniffligen Mission partout festzubeißen, sollte man sich lieber sagen: "Erst mal verduften, woanders leichtere Aufträge erfüllen, neue Skills erwerben, Waffen forschen, Equipment verbessern, dann wiederkommen und aufräumen!"

    Unsere Agenten in der Nah-Ansicht - das Outfit lässt sich übrigens jederzeit farblich anpassen. Unsere Agenten in der Nah-Ansicht - das Outfit lässt sich übrigens jederzeit farblich anpassen. Quelle: 5 Lives Studio Auch die Art und Weise, wie ihr eine Mission angeht, ist äußerst abwechslungsreich gestaltet. Dabei ist die Scan-Funktion der Support-Einheit wichtiger Bestandteil. Sobald ihr den Scan aktiviert, zeigt euch der Bildschirm in knalligen Farben an, was ihr alles manipulieren könnt. So erkennt ihr, wo der Hacker etwa die Steuerung eines Kamerasystems lahmlegen kann. Oder ihr entdeckt den Energieversorgungsknoten für Türen, die der Soldier per Verdrahtung öffnet, Luftschächte für den Infiltrator, Wachen, die sich bestechen lassen, Geldautomaten, die ihr anzapfen könnt - erwähnten wir schon, dass Satellite Reign mit spielerischer Abwechslung alles andere als geizt? Da wären zum Beispiel auch die höher gelegenen Kabelstränge (Zip-Lines) zu nennen, an denen sich die Agenten per Greifhaken durch die Lüfte bewegen. Oder Zivilisten, die sich zur Forschung überreden lassen (dazu später mehr).

    Viele Details in Satellite Reign offenbaren sich erst beim intensiven Spielen. Zum Beispiel, wenn wir mit dem Hacker andere Einheiten per Hijack übernehmen, ermöglicht das vielfältige Aktionen. Kontrollierte Gegner können sich unbehelligt mit gezogener Waffe durch die Stadt bewegen, ihr könnt mit ihnen aufklären oder in gesperrte Bereiche eindringen. Oder wie wäre es damit: Da die verschiedenen Fraktionen in den Vierteln sich untereinander nicht gerade wohl gesonnen sind, lassen sich mit kontrollierten Gegnern prima Ablenkungsmanöver praktizieren.

  • Es gibt 22 Kommentare zum Artikel
    Von McDrake
    Ab und zu kommts auch vor, dass sich verschiedene Fraktionen bekämpfen.Wenn ich einen Alarm auslöse, wegrenne und per…
    Von ZAM
    Ein paar Missionen haben sich übrigens durch Zufall gelöst..weil die gegnerischen NPCs rumgebuggt haben *g* An Türen…
    Von FelixSchuetz
    There you go. http://www.pcgames.de/Sha...

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    Cover Packshot von Halo Wars Release: Halo Wars Ensemble Studios
    • Es gibt 22 Kommentare zum Artikel

      • Von McDrake Erfahrener Benutzer
        Zitat von ZAM
        Ein paar Missionen haben sich übrigens durch Zufall gelöst..weil die gegnerischen NPCs rumgebuggt haben *g* An Türen Hängen bleiben oder in die falsche Richtung bei Alarm laufen ist dann schon hilfreich ...
        Es ist hart, manchmal frustig, aber es macht trotzdem irre Spaß.
        Ab und zu…
      • Von ZAM Wartungsdrohne
        Ein paar Missionen haben sich übrigens durch Zufall gelöst..weil die gegnerischen NPCs rumgebuggt haben *g* An Türen Hängen bleiben oder in die falsche Richtung bei Alarm laufen ist dann schon hilfreich ...
        Es ist hart, manchmal frustig, aber es macht trotzdem irre Spaß.
      • Von FelixSchuetz Redakteur
        Zitat von Shredhead
        Sehr schön, da habe ich ja was zum drauf freuen. Ich bin trotzdem angepisst, dass es hier immer noch keinen Test zu Shadowrun Hong Kong gibt!
        There you go. http://www.pcgames.de/Sha...
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Satellite Reign
Test mit Video: Syndicate hat endlich einen Nachfolger!
Test: 5 Lives Studios, die Entwickler von Satellite Reign, kombinieren dabei spannende Echtzeit-Missionen mit einem durchdachten, offenen Spielkonzept in einer riesigen Cyberpunk-Stadt. PC-Veteranen aus den 1990ern dürfen Freudentränchen vergießen und Spieler der jüngeren Generation bekommen endlich mal gezeigt, wie man einen PC-Klassiker ordentlich neu aufleben lässt und mit neuen, passenden Spielideen würzt.
http://www.pcgames.de/Satellite-Reign-Spiel-31636/Tests/Test-mit-Video-1170040/
03.09.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/09/SatelliteReign_015-pc-games_b2teaser_169.png
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