Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Saints Row 4: Gat out of Hell im Test: Teuflische Action ohne nennenswerte Höhepunkte

    Einer Zwangsheirat zwischen dem Präsidenten und der Tochter des Teufels kann Johnny Gat natürlich nicht zustimmen. Quelle: PC Games

    In der Standalone-Erweiterung zu Saints Row 4 packt ihr den Teufel bei den Hörnern und verhindert eine Zwangsehe. Ob Saints Row 4: Gat out of Hell mit dem guten Hauptspiel mithalten kann, klären wir in unserem Test.

    Saints Row 4: Gat out of Hell im Test: Dass die Ehe die Hölle sein kann, weiß wohl jeder Mann. Aber mit der Tochter des Teufels eine Zwangsehe in der Hölle zu schließen, toppt nun wirklich alles. So ergeht es allerdings dem Oberhaupt der Saints und gleichzeitigem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Der große Rote aus dem Kellergeschoss ist von den Taten der Saints so beeindruckt, dass er ihren Chef kurzerhand in die Hölle verschleppt und eine Hochzeit mit seinem Töchterchen Jezebel plant. Satan hat seine Rechnung jedoch ohne Johnny Gat gemacht, der ebenfalls in den heißen Süden reist und mit seiner Partnerin Kinzie den unglaublich ausgeklügelten Plan fasst, dem Teufel ins Gesicht zu schießen.

    Tag der offenen Hölle

    Leider sind die Gegner nicht sehr abwechslungsreich und selbst
so ein großer Brocken ist mit der richtigen Waffe schnell besiegt. Leider sind die Gegner nicht sehr abwechslungsreich und selbst so ein großer Brocken ist mit der richtigen Waffe schnell besiegt. Quelle: PC Games Doch so leicht lässt sich Meister Klumpfuß natürlich nicht herauslocken. Erst müsst ihr in der Hölle genug Chaos stiften, damit ihr ihm entgegentreten könnt. Serienkenner werden aber auch in dieser eigenständig laufenden Erweiterung von Saints Row 4 keine Orientierungsprobleme haben, denn Beelzebubs Heimat ist eigentlich nichts anderes als die aus den Hauptspielen bekannte Stadt Steelport im Höllen-Design. Die von Anfang an frei erkundbare offene Welt ist zwar aufgrund ihres Szenarios natürlich nicht sonderlich belebt, dennoch macht sie einen runden Eindruck und glänzt mit netten Einfällen wie rastlos umherwandelnden Seelen oder Dämonen, welche hier quasi als Ordnungshüter agieren. Technisch sollte man allerdings nichts Überragendes erwarten. Gat out of Hell sieht ordentlich aus, ist aber eben noch auf dem gleichen grafisch angestaubten Stand wie das Hauptspiel. Dafür läuft die Action jederzeit absolut flüssig und ruckelfrei. Das ist in Anbetracht der bildschirmfüllenden Explosionen und hektischen Schussgefechte durchaus eine gute Leistung.

    Die Rache der Toten

    Zurück also zum Chaos. Ihr könnt zwar selbstverständlich wild um euch ballern und Dämonen in die Luft jagen, ohne Hilfe werdet ihr jedoch nicht allzu weit kommen. Gut also, dass sich auch in der Unterwelt zahlreiche Unterstützer finden lassen. Eure Helferlein sind entweder bekannte Persönlichkeiten wie Shakespeare, der in der Hölle eine neue Karriere als DJ gestartet hat oder auch Personen aus dem Saints-Universum, die ihr in den Hauptspielen selbst eine Etage tiefer befördert habt. Letztere sind auf den Teufel aber auch nicht gut zu sprechen, sodass sie euch gerne unter die Arme greifen und obendrein auch noch mit nützlichen Spezialfähigkeiten versorgen.

    Eure Dämonenfähigkeiten, wie diese Flügel, lassen sich im Spielverlauf weiter aufrüsten. Eure Dämonenfähigkeiten, wie diese Flügel, lassen sich im Spielverlauf weiter aufrüsten. Quelle: PC Games So bekommt ihr direkt zu Anfang ein paar Flügel verpasst, mit denen ihr zügig über die Stadt gleiten könnt. Ihr solltet hierbei nur eure Ausdaueranzeige im Blick haben. Steht diese auf null, stürzt ihr ab. Zudem bekommt ihr auch neue Angriffe, wie beispielsweise eine Stampfattacke oder die Fähigkeit, Gehilfen zu beschwören. Sämtliche Attacken und Fähigkeiten lassen sich mit Geld, Erfahrungspunkten oder sammelbaren Orbs außerdem aufrüsten. Da der Schwierigkeitsgrad aber ziemlich lasch ausgefallen ist, braucht man die Spezialattacken nur bedingt. Wir haben hauptsächlich unsere Flügel und den Stampfer aufgelevelt und haben über die komplette Spielzeit auf dem normalen Schwierigkeitsgrad nur ein einziges Mal ins Gras gebissen.

    Witzigkeit kennt doch Grenzen

    Wer sich aufgrund des abgedrehten Szenarios ein Feuerwerk der abstrusen Gags erwartet, wird ein wenig enttäuscht. In der ersten Spielstunde mussten wir zwar öfters lauthals lachen, da die ersten Zusammentreffen mit unseren Gehilfen wirklich komisch sind und die Geschichte wie ein albernes Märchen erzählt wird, danach geht den Witzen jedoch die Puste aus. Der Mittelteil der Kampagne, für die wir etwa dreieinhalb Stunden brauchten, wirkt leider etwas seelenlos. Da sind wir aus den Hauptspielen eine viel größere Gagdichte gewohnt. Erst gegen Ende saßen wir wieder lachend vor dem Monitor.

    Für so ein paar Dämonen steht Gat nicht mal aus dem Sessel auf. Schon gar nicht, wenn der eine eingebaute Gatling-Gun in den Armlehnen hat. Für so ein paar Dämonen steht Gat nicht mal aus dem Sessel auf. Schon gar nicht, wenn der eine eingebaute Gatling-Gun in den Armlehnen hat. Quelle: PC Games Diese Ideenlosigkeit zeigt sich allerdings nicht nur beim Humor, sondern betrifft auch das allgemeine Gameplay. Typisch für ein Open-World-Spiel könnt ihr entweder der Story folgen oder euch an zahlreichen Nebenaufgaben versuchen, die aus den Hauptspielen bekannt sind und an das neue Setting angepasst wurden. So weit so gut. Blöd nur, dass die Story-Aufträge auch nichts anderes sind als ebenjene Nebenmissionen. Ihr bekommt also von euren Freunden Aufträge, die euch von einer Nebenquest zur nächsten schicken. Ihr fliegt Checkpointrennen gegen die Uhr, beseitigt Gegnerwellen in Überlebensmissionen, schmeißt euch mit verlorenen Seelen vor Höllen-Fahrzeuge oder schlagt euch durch Dämonengruben, an deren Ende ein besonders dicker Gegner wartet. Das macht alles Spaß, wer sich Abwechslung wünscht, ist hier aber garantiert fehl am Platz.

    Da die Spielzeit ohnehin recht kurz ist, fällt das nicht so störend auf, habt ihr die Story aber beendet, gibt es jedoch eigentlich keinen Grund, die restlichen Nebenmissionen abzuschließen. Lediglich zwanghafte Komplettisten werden hier wohl noch mehr Zeit investieren. Insgesamt hat uns der Ausflug in die Hölle gut gefallen. Durch die mangelnde Abwechslung richtet sich das Add-on jedoch klar an Fans der Reihe, die einfach nicht genug von den Saints kriegen können. Serien-Neulinge werden nicht glücklich und sollten lieber zu den letzten beiden Teilen der Reihe greifen.


    Saints Row 4: Gat out of Hell (PC)

    Spielspaß
    74 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Typischer chaotisch-pubertärer Saints Row-Humor…
    Tolles und unverbrauchtes Setting mit coolem Hauptcharakter
    Abgefahrene Waffen wie z.B. ein Sessel mit Gatling-Gun
    Viele Insider-Gags für Kenner der Spiele-Reihe
    … der diesmal leider etwas zu kurz kommt
    Das Design der Hölle wirkt ein wenig einfallslos
    Sehr abwechslungsarmes Gameplay, das nur aus schon bekannten Nebenmissionen besteht

  • Saints Row 4: Gat out of Hell
    Saints Row 4: Gat out of Hell
    Publisher
    Deep Silver (DE)
    Developer
    Volition Inc
    Release
    23.01.2015

    Aktuelles zu Saints Row 4: Gat out of Hell

    Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von BuzzKillington
    Übrigens, die Map ist nicht aus SR4 kopiert!
    Von moonflower73
    ich habe mir das Spiel gekauft und ich bin damit zufrieden . Es ist das typische Saint Row Gehabe wie in den…
    Von Ginkohana
    die Rezi unterschreibe ich so wie sie ist.Hin und wieder gut gelacht aber das Feeling von den Vorgängern kam nicht…
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 12/2016 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1148735
Saints Row 4: Gat out of Hell
Test: Teuflische Action ohne nennenswerte Höhepunkte
In der Standalone-Erweiterung zu Saints Row 4 packt ihr den Teufel bei den Hörnern und verhindert eine Zwangsehe. Ob Saints Row 4: Gat out of Hell mit dem guten Hauptspiel mithalten kann, klären wir in unserem Test.
http://www.pcgames.de/Saints-Row-4-Gat-out-of-Hell-Spiel-55193/Tests/Test-Teuflische-Action-ohne-nennenswerte-Hoehepunkte-1148735/
25.01.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/01/saints_row_4_gat_out_of_hell_test_0001-pc-games_b2teaser_169.jpg
saints row,action,deep silver
tests