Sacred 2: Ice & Blood-Vorschau: Ein letztes Aufbäumen?
Ein Bürogebäude im Herzen Aachens, Dutzende Leute sitzen auf zwei Stockwerken verteilt in Büros. Sie arbeiten unter Hochdruck an der Fertigstellung von Sacred 2: Fallen Angel - entsprechend geschäftiges Treiben ist zu beobachten. Das war im April 2008. Etwa ein Jahr später - im Juni 2009 - sind wir wieder in Aachen, um Entwickler Ascaron erneut zu besuchen. Inzwischen lenkt ein Insolvenzverwalter die Geschicke des Studios, das aufgrund finanzieller Probleme die Schließung befürchtet. Viele der ehemals genutzten Räume sind verwaist, nur Monitore zeugen von den goldenen Entwicklerzeiten. Den wenigen Verbliebenen merkt man an, dass die Situation an die Substanz geht. Dennoch nutzen sie den letzten Funken Motivation, um das Sacred 2-Add-on Ice & Blood fristgerecht fertigzustellen und mit allerlei guten Ideen zu spicken. Revolutionäres für das Genre der Action-Rollenspiele hat Ascaron freilich nicht in der Mache, allerdings haben die Jungs aus Fehlern gelernt. Laut Mario Endlich, Designer bei Ascarons Entwicklerteam Studio II, war die Spielwelt in Sacred 2 viel zu groß, als dass man den Spieler dauerhaft mit einer spannenden Geschichte hätte begeistern können, worunter auch die Führung des Spielers durch die Story zu leiden hatte.
In der Form des Drachenberserker machen Sie enorm viel Schaden.
Genau diesen Lapsus räumt Ice & Blood in seinen zwei neuen Gebieten aus. Beide fallen kleiner aus als die des Hauptspiels und bieten weniger, aber besser ausgearbeitete Aufgaben. Als Beispiel zeigt Mario uns eine Szene aus dem Blutwald. Dort gibt Ihnen ein Zombie - Untote sind die einzigen Bewohner - den Auftrag, zu untersuchen, warum seine tote Frau die Gegend unsicher macht. Wenn Sie ein wenig nachforschen, finden Sie heraus, dass die verblichene Angetraute ein Gestaltwandler ist. Greifen Sie diesen an, verschwindet er irgendwann. Ihn um die Ecke zu bringen ist also unmöglich. Der Clou an der Sache: Sie müssen dem Kerl in sein Versteck folgen, um überhaupt herauszubekommen, womit Sie es zu tun haben.
Erst dann bekommen Sie vom Auftraggeber eine Waffe, mit der Sie das Monster beseitigen können. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie lediglich Besorgungen machen oder eine vorgegebene Zahl an Gegnern umhauen sollten - Ice & Blood scheint fesselndere Jobs als das Hauptspiel zu bieten. Die beiden neuen Gebiete dürfen Sie ab Erfahrungslevel 5 besuchen. Beide fügen sich nahtlos in die Spielwelt von Sacred 2 ein, sodass die Möglichkeit besteht, jederzeit aus dem Hauptspiel dorthin zu reisen. Optisch und spielerisch unterscheiden sich die Bereiche stark voneinander.
Der Blutwald ist düster, bestimmt durch Blut, Untote und mysteriöse Augen, die Sie ständig beobachten. Die Kristall-Ebenen dagegen dienen den Seraphim als Jagdgrund und Trainingsgebiet, entsprechend viele Monster warten dort auf Sie. Am Ende beider Areale treffen Sie auf Boss-Gegner, deren Schwachstelle es zu finden gilt. Da die zwei neuen Areale zu wenig Umfang für ein Add-on wären, packt Ascaron einen frischen Charakter obendrauf, den Drachenmagier. Genau wie alle anderen startet der zu Beginn der Kampagne von Sacred 2 in einem eigenen Gebiet und prügelt sich dann entweder auf der guten oder auf der bösen Seite durch die Story.
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Bildergalerie zu Sacred 2: Ice & Blood


Ich möchte kein weiteres Hack&Slay das sich genauso wie Diablo spielt, weil wofür sollte ich sowas dann spielen? Dann kann man…