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  • Wissens- und Praxistipps zu SSDs mit Hinweisen zum Kauf inklusive großer Marktübersicht

    SSDs sind mittlerweile schon ab etwa 40 bis 50 Euro zu haben - wir erklären euch die Unterschiede zu einer Festplatte, die dafür sorgen, dass ein PC mit einer SSD vor allem im Alltag deutlich schneller läuft. Außerdem bieten wir Tipps zum Kauf und eine Marktübersicht.

    Eine SSD ist vereinfacht gesagt die moderne Form einer Festplatte. Sie basiert auf Speicherchips, so dass sie durch Stöße nicht beschädigt werden kann, ebenso findet auch im Gegensatz zu Festplatten kein mechanischer Verschleiß statt.


    Doch vor allem sind SSD, da keine mechanischen Teile den Datenfluss stören, extrem schnell und inzwischen auch zu Preisen zu haben, bei denen selbst Nutzer mit einem wirklich sehr kleinen Budget immer seltener zögern, sich ebenfalls eine SSD zumindest für Windows und alle wichtigen Programme zu gönnen. Wir erklären euch, was die technischen Unterschiede zu einer Festplatte sind, welcher große Vorteil sich dadruch ergibt und was ihr ansonsten noch beim Kauf beachten müsst: Bauformate, Anschlussart und mehr. Zudem haben wir eine Marktübersicht vorbereitet, die die wichtigsten empfehlenswerten SSD-Modelle ab 120 Gigabyte Speicherplatzgröße beinhaltet.

    Technikvergleich: SSD und Festplatte

          

    Der Unterschied zwischen einer SSD und einer Festplatte ist ein wenig vergleichbar mit dem Unterschied zwischen einem Taschenrechner und einem Rechenschieber: es gibt keine beweglichen Teile, so dass die SSD viel schneller arbeiten kann.

    Zotac Premium 480Zotac Premium 480Quelle: ZotacEine Festplatte hat in ihrem Inneren Scheiben, die sich mit einigen Tausend Umdrehungen pro Minute (Standard: 7200 Umdrehungen pro Minute) drehen. Über den Scheiben schweben in einem hauchdünnen Abstand Schreib- und Lesearme. Die Daten werden magnetisches gespeichert, und die Schreib/Lesearme müssen sich immer an die Stelle der Scheibe bewegen, an der die Daten liegen, um die es aktuell geht. Die Bewegungen, bis die Arme die korrekte Stelle gefunden haben, bewirken natürlich eine Verzögerung, die so genannte Zugriffszeit. Eben diese Zugriffszeit ist bei SSD nicht vorhanden, da die Daten in Speicherzellen gespeichert werden. Es gibt auch ansonsten keine mechanischen Bewegungen in einer SSD. Zudem ist auch die Datenrate, also die Geschwindigkeit, mit der die Daten fließen, höher als bei einer Festplatte. Bei letzterer sind im Durchschnitt 120 bis 130 Megabyte pro Sekunde schon ein guter Wert, bei einer SSD wird man nur mit Mühe Modelle finden, die langsamer als 400 Megabyte pro Sekunde als Lesegeschwindigkeit aufweisen. Auch beim Schreiben sind SSD schneller, obgleich die Geschwindigkeit beim Schreiben in der Praxis ohnehin keine so große Rolle spielt.

    Der große Vorteil einer SSD

          

    Das absolut Entscheidende für die Schnelligkeit einer SSD ist vor allem die nicht vorhandene Zugriffszeit - die Datenübertragungsgeschwindigkeit kommt quasi noch als Bonus dazu. Beides im Verbund sorgt dafür, dass insbesondere kleinere Programme, Ordner und so weiter blitzschnell geladen werden, während eine Festplatte eher einige Sekunden vor sich hinrödelt.

    ADATA Premier SP550ADATA Premier SP550Quelle: ADATA Um dies für die Praxis zu veranschaulichen: gerade bei kleineren Programmen müssen oft nur wenige Megabyte geladen werden, allerdings häufig verteilt auf mehrere benötigte Dateien und Datenfetzen. Dies sorgt bei einer Festplatte durch die Suche der Lesearme für mehrere kurze Verzögerungen, und am Ende hat man schnell zwei bis drei Sekunden Ladezeit für eine kleine Anwendung, die eigentlich rein von der Datenrate her selbst mit typischer Festplattengeschwindigekeit in einer halben Sekunde geladen werden müsste. Bei einer SSD entfällt die Zugriffszeit, so dass die gleiche Anwendung so schnell startet, als sei sie im Hintergrund bereits minimiert geöffnet gewesen. Anderes Beispiel: ein Ordner mit sehr vielen Bildern, für die Vorschauversionen geladen werden. Hier merkt man den Unterschiede besonders stark, da der Lesearm einer Festplatte meist pro Bild mindestens je ein Mal eine neue Position suchen muss. Man sieht an den Beispielen: es ist gar nicht mal so entscheidend, ob der eigentliche Datenstrom, der vielleicht aus nur 30 bis 100 Megabyte besteht, mit 100 oder 500 Megabyte pro Sekunde fließt. Bei größeren Programmen und Datenmengen und somit natürlich auch bei vielen aufwendigeren Spielen kommt die Datenrate wiederum eher zu tragen. Spiele profitieren von einer SSD vor allem dann, wenn größere Datenmengen zum Spielstart oder Levelwechsel geladen werden müssen. Aber auch in manchen Onlinespielen mit offenen Spielewelten kann es passieren, dass eine SSD das Spielerlebnis etwas flüssiger macht, da minimale Ruckler entfallen, die per Festplatte auch beim Nachladen kleiner Teile eines Gebietes vorhanden waren. Insgesamt sorgt eine SSD für ein deutlich schnelleres und reibungsloses Arbeiten unter Windows und - sofern das jeweilige Programm auf der SSD installiert wurde - eine Verkürzung von Ladezeiten. Beinahe jeder, der seinen PC oder Laptop auf eine SSD umgerüstet hat, möchte die Vorteile einer SSD nicht mehr missen.

    Toshiba Q300Toshiba Q300Quelle: Toshiba Und da SSDs mit 120 Gigabyte Speicherplatz schon ab 40 bis 50 Euro zu haben sind und problemlos für Windows und alle Anwendungen sowie einiges an Daten wie Bildern oder Musik ausreichen, spricht gegen die Anschaffung einer SSD mittlerweile nur noch, dass man sich die Mühe einer Neuinstallation von Windows machen muss, oder zumindest sollte.

    Standard-SSD: Format und Einbau

          

    Die weitaus meisten SSDs, die im Handel verkauft werden, sind in Gehäusen im 2,5 Zoll-Format und einer Notebook-Festplatte sehr ähnlich, da sie in Notebook-Laufwerkschächte genau hineinpassen sollen. Als Schnittstelle ist SATA üblich. Solche SSDs werden wie eine Festplatte in einen PC eingebaut und vom PC wie eine Festplatte erkannt. Modernere PC-Gehäuse haben auch mindestens einen Laufwerkplatz, in den SSDs oder Notebookfestplatten im 2,5-Zoll-Format hineinpassen. Fehlt ein solcher Slot, dann könnt ihr auch im Handel Einbaurahmen für SSDs kaufen - etwa drei bis sechs Euro solltet ihr dafür einrechnen. Manchen SSDs liegt auch schon einen Einbaurahmen im Lieferumfang bei. Als Notlösung reicht es aber auch aus, die SSD in den PC zu legen. Da die SSD gegen Stöße unempfindlich ist, kann der SSD nichts passieren - kritisch ist lediglich das Risiko beim Transportieren des PC.

    Crucial MX200-Serie in verschiedenen FormatenCrucial MX200-Serie in verschiedenen FormatenQuelle: CrucialHier könnte sich die SSD, wenn der PC einem sehr starken Stoß ausgesetzt oder gekippt wird, frei durch den PC bewegen und einen Schaden an einer Platine (Mainboard oder Grafikkarte) anrichten. Dies ist allerdings sehr unwahrscheinlich, da die SSD ja noch an einem Strom- und Datenkabel hängt und allein durch diese Kabel normalerweise in ihrem Schacht gehalten werden sollte. Besser und ordentlicher ist aber natürlich eine Fixierung mit Schrauben oder - falls beim PC-Gehäuse vorgesehen- speziellen Einbaurahmen für die Laufwerkschächte.

    Anschlussvarianten und Formate einer SSD

          

    Wir empfehlen allgemein, dass ihr euch eine SSD mit SATA-Schnittstelle anschafft, denn diese sind mit jedem PC kompatibel, der SATA-Ports hat, und bieten zudem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Es gibt zwar auch SSD mit anderen Anschlussmöglichkeiten als über einen normalen SATA-Port und anderen Bauformaten. Doch dies kann ein Problem sein: einen Standard-SATA-Anschluss hat jedes aktuelle Mainboard, aber die anderen möglichen SSD-Schnittstellen sind nicht auf jedem Mainboard verfügbar, und wenn sie es sind, dann kann es passieren, dass ihr nicht von SSD booten könnt. Eine Windows-Installation auf die SSD würde dann also nicht möglich sein. Hinzu kommt: selbst wenn euer Mainboard den passenden Anschluss bietet, ist das Preis-Leistungsverhältnis bei einer Standard-SSD meist besser, da diese auch in Massen und für so gut wie jeden PC passend angeboten werden. Trotzdem wollen wir an dieser Stelle noch einige weitere Anschlussmöglichkeiten vorstellen, die aktuellere SSDs ab 120 Gigabyte Speicherplatz besitzen können und euch möglicherweise noch in manchen Internetshops auffallen:

    M.2-MMS von SamsungM.2-MMS von SamsungQuelle: Samsung

    • M.2: die SSDs mit dieser Schnittstelle ähneln Speicherriegeln, denn es gibt kein Gehäuse, sondern nur eine Platine mit Chips. Man spricht hier auch von einem SSM (Solid State Modul) statt von einer SSD. Moderne ATX und µATX-Mainboards haben häufig einen M.2-Steckplatz: beim neuesten Intel Sockel 1151 sind es beinah 50 Prozent der Mainboards, beim älteren Sockel 1150 immerhin noch etwa ein Viertel der Mainboards. AMDs Sockel AM3+ hat nur bei vier Modellen einen M.2-Slot in petto. M.2-SSMs gibt es in zwei weiteren Unterarten, nämlich M.2-Sata (ähnlich schnell und kaum teurer als 2,5-Zoll-SATA-SSDs) und M.2-PCIe (deutlich schneller als SATA, aber auch teurer). Aktuelle Mainboards haben stets beide Schnittstellenarten, das heißt sobald ein Mainboard M.2 bietet, ist es zu SSMs mit M.2-Sata und auch mit M.2-PCIe kompatibel, wobei aber nur neuere Mainboards bei PCIe auch den Standard 3.0 für volle Geschwindigkeit unterstützen. Zudem müsst ihr bei PCie-SSMs darauf achten, welche Key-Art sie bieten. Dabei handelt es sich um Einkerbungen an einer bestimmten Stelle. Alle aktuelle verfügbaren SATA-SSMs und die meisten PCIe-SSMs verfügen über den B-M-Key, aber manche PCIe-SSMs besitzen nur den M-Key. Im Einzelfall solltet ihr also sehr genau darüber informieren, ob eine von euch ins Auge gefasste M.2-SSM auch wirklich auf euer Mainboard passt.
    • mSATA: mSATA SSDs sind wie M.2-SSDs ebenfalls SSMs und keine Laufwerke mit Gehäuse, wobei SSMs für mSATA breiter als die M.2-Varianten sind. Preislich und von der Leistung her liegen sie im Bereich der 2,5-Zoll-SSDs, allerdings ist mSATA nur bei sehr wenigen Mainboards, hauptsächlich für den Sockel 1150 zu finden. Beim neuen Sockel 1151 ist mSATA nicht mehr vertreten und somit quasi ausgestorben.
    • PCIe: es gibt auch SSDs, die als normale PCIe-Steckkarte in einen der PCie-Slots eines Mainboards gesteckt werden - genau wie eine Soundkarte oder eine Grafikkarte. Man spricht auch von SSCs (Solid State Cards). Der Vorteil ist, dass höhere Datenraten als über SATA erzielt werden können - allerdings kosten solche SSCs auch mehr, zudem ist auch ein Booten über einen PCIe-Slot nicht immer umsetzbar. Klassischerweise richten sich solche SSCs eher an Firmenkunden, die als reinen Datenspeicher sehr schnelle Laufwerke benötigen.
    • SAS: SSD mit SAS-Anschluss ähneln den normalen SATA-SSDs und bieten keine Vorteile - nur einige wenige Servermainboards besitzen eine solche Schnittstelle.

    Lebensdauer einer SSD und TVW

          

    Früher kursierten wilde Gerüchte, dass man SSDs extrem vorsichtig behandeln müsse, da die Speicherzellen eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen besitzen und eine SSD daher schnell ihr Lebensende erreichen könnte.

    Corsair Force LECorsair Force LEQuelle: Corsair Dies ist eine Legende, aber in jeder Legende steckt ein Funken Wahrheit: ja, die Speicherzellen sind nach einer gewissen Zahl an Schreibvorgängen sozusagen verbraucht. Aber die Daten können dann weiterhin gelesen werden, es geht also nichts verloren, und die Anzahl an möglichen Schreibvorgängen ist so hoch, dass kaum ein Nutzer diese Grenze erreichen wird, bevor er nicht ohnehin schon längst ein neues Massenspeicherlaufwerk angeschafft hat. Die Hersteller geben bei ihren SSD zu diesem Zweck den TBW-Wert an - dies steht für Terabyte to be written - TBW 72 TB heißt also, dass 72 Terabyte an Daten auf die SSD geschrieben werden können, und der Wert ist meist sogar vorsichtshalber sehr niedrig gegriffen, also in Wahrheit doch höher. Selbst günstige SSDs mit 120 Gigabyte werden mit 60 Terabyte oder mehr spezifiziert - das bedeutet, dass ihr - wenn ihr wirklich jeden Tag im Durchschnitt 20 Gigabyte an neuen Daten auf die SSD schreibt - erst nach 8 Jahren langsam das Lebensende der SSD erwarten müsst. Zusätzlichen geben die Hersteller auch eine Lebensdauer in Stunden an, die meist bei ein bis zwei Millionen Betriebsstunden liegt - selbst wenn es nur eine Millionen Stunden sind: dies entspricht rechnerisch über 100 Jahren. In der Praxis bedeutet dies, dass eine SSD sogar eine längere zu erwartende Nutzungsdauer als eine Festplatte hat. Sorgen müsst ihr euch also nicht machen - wichtige Daten aber sollten stets noch woanders gesichert sein, denn eine SSD kann genau wie eine Festplatte auch ohne Vorwarnung ausfallen.

    • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

      • Von Herbboy Community Officer
        Zitat von MichaelG
        Wer der Meinung ist, er müsse seine SSD "defragmentieren" zerschießt sie natürlich ziemlich rasch. Trim-Befehle sind ok. Aber Defragmentieren sollte man sein lassen. Ansonsten sehe ich bezüglich Lebensdauer bei SSD bislang keine signifikanten Nachteile gegenüber…
      • Von Headbanger79 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Herbboy
        inwiefern skeptisch? Dass es was bringt, oder wegen des Märchens, dass die schnell "verbraucht" sind ?  ;)
        Das Letztere  hatte mal irgendwann gelesen, dass SSD halt nur "begrenzt" beschreibbar wäre usw., das saß irgendwie noch im Gedächtnis. Werd wohl Anfag kommendes Jahr…
      • Von Elektrostuhl Erfahrener Benutzer
        Ich bin auch bereits komplett auf SSD umgestiegen und möchte es ebenfalls nicht mehr missen. Übrigens ein gelungener Artikel, dem ich noch für mich Neues entnehmen konnte. 
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Wissens- und Praxistipps zu SSDs mit Hinweisen zum Kauf inklusive großer Marktübersicht
SSDs sind mittlerweile schon ab etwa 40 bis 50 Euro zu haben - wir erklären euch die Unterschiede zu einer Festplatte, die dafür sorgen, dass ein PC mit einer SSD vor allem im Alltag deutlich schneller läuft. Außerdem bieten wir Tipps zum Kauf und eine Marktübersicht.
http://www.pcgames.de/SSD-Hardware-255552/Specials/Kauf-und-Praxistipps-fuer-SSDs-1180962/
20.12.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/10/Zotac_SSD_Premium_480_GB-pcgh_b2teaser_169.jpg
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