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  • Ryse: Son of Rome im Test für Xbox One: Erwartungen nicht erfüllt

    Ryse: Son of Rome im Test: Wir testen den Launch-Titel für die Xbox One, der Euch ins alte Rom entführt. Grafisch ist Ryse: Son of Rome exzellent - aber hält das Spiel, was die Optik verspricht?

    Ryse: Son of Rome im Test für Xbox One: In Rom ist ein Sack Ryse umgefallen. Und niemanden hat es gekümmert. Dabei haben die Xbox-Legionäre riesigen Hunger auf Next-Gen-Futter und Ryse: Son of Rome sieht doch so unglaublich schmackhaft aus. Wieso das, im wahrsten Sinne des Wortes, antike Action-Gemetzel die hohen Erwartungen nicht tragen kann, lest ihr hier in unserem Test!

    Feuerbälle schlagen um uns herum ein und wirbeln dreckigen Küstenschlamm auf, Legionäre der römischen Armee suchen schreiend ihre abgetrennten Gliedmaßen und wir nehmen alles nur im gedämpften Ton wahr: Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass die Eroberung der britischen Insel nicht nur kein Zuckerschlecken wird, sondern auch ganz gehörig Erinnerungen an den Antikriegsfilm Der Soldat James Ryan weckt. Ein Vergleich, der bei Ryse: Son of Rome noch um einiges öfter gezogen wird. Nicht unbedingt im Bezug auf Spielbergs Kino-Spektakel, aber so manch anderen großen Blockbuster.

    Spartacus trifft Maximus

    Über einen Zeitraum von knappen zehn Jahren hinweg erzählt Ryse das Schicksal des Legionärs Marius Titus, welcher an mehreren Fronten des Römischen Reiches im Blut seiner Feinde badet. Dies tut er nicht nur auf dem Befehl seines Kaisers, sondern auch der persönlichen Rache wegen. Zwar ist die Story des Spiels nicht unbedingt die größte Stärke dieses Launch-Titels, aber sie unterhält durch die Bank weg mehr als gut genug, um euch an dieser Stelle nicht groß spoilern zu wollen. Gesteigert wird die Hintergrundgeschichte noch durch die exzellente deutsche Vertonung, die nur hin und wieder mit Problemen bei der Abmischung zu kämpfen hat. Im lauten Schlachtengetümmel kommt so mancher Befehl etwas zu leise rüber, was im Original so sicher nicht der Fall war. Auch überschneiden sich manche Aufnahmen miteinander oder brechen an einer Stelle abrupt ab, doch dies waren im Test ganz seltene Ausnahmen.

    Ob nun römische Hauptstadt, dreckiges Schlachtfeld oder grüner Wald: Die Orte, an die Ryse euch entführt, sind durch die Bank weg nicht nur sehr abwechslungsreich geraten, sie sehen darüber hinaus auch noch phänomenal gut aus. Lichtspiegelungen in Wasserpfützen, der matte Stahl eines Brustpanzers und die sehr detaillierten Gesichtszüge sind nur ein paar Beweise dafür, dass hier wirklich Next Gen im Spiel steckt. Zusammen mit Forza Motorsport 5 ist Ryse einer der Starttitel, der grafisch am meisten beeindruckt und sogar locker die Auszeichnung für das optisch beste Spiel 2013 einstecken könnte, auch wenn dies natürlich nicht ganz fair wäre. Immerhin wird bei einem Generationswechsel gerne mal ein grafisch großer Sprung nach vorne gemacht.

    04:14
    Ryse: Cryteks brutale Römer-Action für die Xbox One im Testvideo

    Der Glanz vergeht …

    Doch wo das Auge sich auf dem ersten Blick wohlfühlt, wird der Verstand sehr schnell laut und entsetzt aufschreien. Schon bei seiner Enthüllung teilte Ryse die Spielergemeinde, da der exzessive Einsatz von Zeitlupen-Momenten und Quick-Time-Events vielen Leuten sauer aufstieß. In den letzten Monaten wurde hier vermehrt Schadensminimierung betrieben, doch das endgültige Spielerlebnis ist nach einer Weile doch sehr ernüchternd.

    Zunächst wirkt die Mischung aus Schwertschlägen, Angriffen mit dem Schild, Konter- und Ausweich-Funktion sehr durchdacht, da abhängig vom Gegner eine jeweils andere Strategie benutzt werden muss. Zu viele Faktoren machen Ryse aber frühzeitig viel zu einfach: Wieso ist für eine Schildparade so gut wie kein Timing vonnöten? Wieso attackieren alle Gegner immer brav der Reihe nach und setzen keine eigene Taktik ein? Warum ist die Fokus-Funktion, mit der alle Gegner verlangsamt und somit wehrlos werden, so übermächtig? Und wieso muss jeder Gegner mit einem QTE niedergemetzelt werden, bei dem es sogar egal ist, welche Taste man drückt?

    Ok, hier wollen wir fair bleiben: Es ist nicht zwingend notwendig, dass ihr bei einem ausreichend verprügelten Barbaren per RT zum finalen QTE-Kill übergeht. Angesichts der Boni, die ihr dafür erhaltet, gibt es nie einen wirklichen Grund, darauf zu verzichten. Per Steuerkreuz gebt ihr vorher an, ob ihr Lebensenergie, Fokus oder mehr Erfahrungspunkte (Ehre) erhalten wollt. Von letzteren erhaltet ihr übrigens schon auf der normalen Schwierigkeitsstufe viel zu viel. Schon beim fünften der insgesamt acht Kapitel hatten wir sämtliche Kategorien so hoch es geht aufgelevelt, was uns den Trip durch das Kaiserreich noch mehr erleichterte.

    Ryse: Son of Rome enthält viele Quicktime-Sequenzen. Ryse: Son of Rome enthält viele Quicktime-Sequenzen. Quelle: PC Games Was im Einzelspieler die Ehre ist, ist im Multiplayer die bare Münze. Zusammen mit einem Koop-Gladiatoren stellt ihr euch in unterschiedlichen Szenarien anstürmenden Horden und verdient euch, sofern ihr überlebt, eine goldene Nase. Mit diesem Geld könnt ihr Ausrüstung, Fähigkeiten, Aussehen und neue Hinrichtungen bei den QTEs erwerben. Für die ganz eiligen hat Crytek netterweise eine Option eingebaut, per Microtransactions mit echtem Geld sofort einen Haufen Gold zu erwerben.

    Angenehm, um "lästige" Spielzeit zu sparen, aber ein fader Beigeschmack von Pay-2-Win bleibt erhalten. Auf den Multiplayer werdet ihr euch ohnehin einlassen müssen, wenn ihr mehr Spielzeit in Ryse stecken wollt, denn die Kampagne allein dauert gerade einmal ein paar Stunden an. Wer dabei zuguckt, wird sich an der netten Geschichte und der tollen Technik-Kulisse erfreuen, die schon jetzt deutlich macht, was uns mit der neuen Konsolengeneration erwartet. Legt die gleiche Person aber selbst Hand ans Pad, wird sie vom eintönigen Gameplay, linearen Leveldesign und fehlender Herausforderung schnell gelangweilt sein.


    Ryse (XBO)

    Spielspaß
    66 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Superbe Grafik, sowohl Figuren als auch Landschaften
    Gut ausgewählte Synchronsprecher
    Abwechslungsreiche Szenarien
    Viel zu simples und überschaubares Kampfsystem ohne Anspruch
    Nervige Quick-Time-Events am laufenden Band
    Fokus-Funktion zu stark
    Sehr kurze Spielzeit
    Kommando-Elemente zu wenig eingebunden

  • Ryse
    Ryse
    Developer
    Crytek
    Release
    22.11.2013
    Es gibt 108 Kommentare zum Artikel
    Von Spassbremse
    Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass FarCry EINS (die anderen waren ja gar nicht von Crytek) das einzig wirklich…
    Von paysen
    Okay, sagen wir nicht besser, für manche Spiele trifft das wohl zu 
    Von LordCrash
    "Besser"liegt im Auge des Betrachters... 
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Ryse
Ryse: Son of Rome im Test für Xbox One: Erwartungen nicht erfüllt
Ryse: Son of Rome im Test: Wir testen den Launch-Titel für die Xbox One, der Euch ins alte Rom entführt. Grafisch ist Ryse: Son of Rome exzellent - aber hält das Spiel, was die Optik verspricht?
http://www.pcgames.de/Ryse-Spiel-31218/Tests/Ryse-Son-of-Rome-im-Test-fuer-Xbox-One-Erwartungen-nicht-erfuellt-1098458/
21.11.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2013/11/Ryse_Son_of_Rome__2_-pc-games.jpg
ryse,action,microsoft
tests