R.u.s.e.: Vorschau zum Spiel der Act of War Macher + Trailer und Screenshots
Das Klischee kennt jeder: Generäle stehen an einem Tisch mit einer riesigen Landkarte und schieben dort Miniaturausgaben ihrer Truppen hin und her, um die nächsten Schritte zu planen. R.u.s.e., das neue Strategiespiel von Eugen Systems, versetzt Sie genau in so eine Lage - zumindest wenn Sie möchten.
In entfernten Zoom-Stufen fasst R.u.s.e. Ihre Einheiten als bunte Symbole zusammen. Die Ringe unter den Figuren sind gleichbedeutend mit der Stärke der Einheit.
Als zeitlichen Rahmen für die taktischen Höchstleistungen haben sich die Entwickler - mal wieder - den Zweiten Weltkrieg ausgesucht, aber auf die Jahre 1942 bis 1945 begrenzt. Sie erleben bekannte Schlachten wie den Bombenangriff auf Monte Cassino oder die groß angelegten Offensiven der Alliierten in der Normandie während der Operation Overlord. Was sich anhört wie jedes x-beliebige Zweiter-Weltkrieg-Echtzeit-Strategiespiel, setzt sich durch die Größe der Karten von der Konkurrenz ab.
Eugen Systems setzt auf die sogenannte Iriszoom-Engine, die es Ihnen erlaubt, Ihre Einsatzorte mehrere hundert Kilometer groß zu dimensionieren. Wenn Sie sich also mit den Achsenmächten um die Normandie schlagen, erobern Sie nicht erst Omaha Beach und gehen dann weiter zur nächsten Station, sondern haben direkt ganz Nordfrankreich im Blick. Dazu nutzt R.u.s.e. in der weitesten Zoom-Stufe eine Ansicht, die an GoogleMaps erinnert. Darauf werden Ihre Truppenverbände nur als kleine, bunte Symbole dargestellt, die Sie hin und her schieben. Beeindruckend ist, dass Sie mithilfe des Mausrades ohne Ladezeiten oder Ruckler Meter für Meter in die Welt hineinzoomen, bis Sie tatsächlich den einzelnen Panzer oder Infanteristen steuern. Und obwohl die riesige Welt die ganze Zeit frei begehbar ist und Sie rein- und rauszoomen dürfen, wie Sie möchten, lief R.u.s.e. bereits jetzt auf einem Laptop beinahe ruckelfrei. Respekt!
Fahren Sie mit der Kamera nahe an das Geschehen heran, erkennen Sie Einzelheiten wie zerstörte Gebäude oder einzelne Soldaten.
Der Begriff "ruse" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie "Kniff", "List" oder "Trick". Letztlich umfasst er jede Aktion oder jeden Plan, der dazu dient, andere Personen in die Irre zu führen. Und genau das ist der Clou an R.u.s.e. Zu Beginn jeder Mission wählen Sie aus sieben Verwirrungstaktiken zwei nach Wunsch aus, eine weitere wird Ihnen zugeteilt. Im Verlauf des Einsatzes spielen Sie die Spezialaktionen, wann immer Sie möchten, aus. So machen Sie zum Beispiel Ihre Panzerverbände unsichtbar für Ihren Gegner, tarnen Ihre Gebäude, errichten Attrappen von Einrichtungen oder Einheiten oder schicken Ihren Spion los, damit er entsprechende Strategien Ihres Gegners aufdeckt. Das Einsatzgebiet unterteilt R.u.s.e. in Sektoren, was ein wenig an das Brettspiel Risiko erinnert. Aktivieren Sie eine der Verwirrungsmethoden, wirkt sich diese auf einen Sektor Ihrer Wahl aus. So locken Sie etwa das feindliche Heer mit Panzer-Pappkameraden in ein Areal, während Ihre Truppen von der anderen Seite die Versorgungslinien Ihres Konkurrenten unterbrechen. Das funktionierte in der Version, die uns bei einem Presse-Event in München präsentiert wurde, gegen die KI verblüffend gut - und sie setzte sogar die gleichen Methoden gegen den Spieler ein.
- Schlagwörter:
- , ruse


z.b. Bild4