R.U.S.E. Vorschau: Das Pokerspiel für Strategen - Echtzeitstrategie mal anders
Wenn Sie herauszoomen, können Sie wie im Brettspiel-Klassiker ganze Truppenverbände verschieben.
Schon im März berichteten wir bereits ausführlich über das neue Kind der Act of War-Macher Eugen Systems. Angesiedelt im Zweiten Weltkrieg, bekämpfen sich in R.U.S.E. die Achsenmächte und die Alliierten, unterteilt in sechs Fraktionen mit insgesamt 200 verschiedenen Einheiten. Im Grunde ist R.U.S.E. bloß ein herkömmliches Echtzeitstrategie-Spiel, aber es wartet mit zwei genialen Besonderheiten auf.
Stufenloses Zoomen, so wie es Ihnen gerade beliebt, ist eine davon. In der Nahansicht steuern Sie einzelne Soldaten und Panzer, wie man es von anderen Genre-Vertretern gewohnt ist. In der höchsten Zoom-Stufe jedoch offenbaren sich Ihnen ganze Landstriche und Sie schieben Truppenverbände über die riesigen Karten, ähnlich wie beim Brettspiel-Klassiker Risiko. Möglich macht dies die brandneue, sogenannte Iriszoom-Engine (siehe auch Extrakasten "Übersicht in Stufen" in der PC Games 10/09 auf Seite 81).
Die zweite Spezialität von R.U.S.E. sind die namensgebenden hinterhältigen Tricks, mit denen Sie Ihre Gegner in die Irre und den Wahnsinn treiben dürfen. Das Wort "ruse" ist nämlich - Fremdsprachenkundige wissen es sicher - der englische Begriff für "Kniff" oder "List". So können Sie beispielsweise Panzer-Attrappen aufstellen, um Ihre Gegner an die gewünschte Stelle (oder in eine Falle) zu locken oder aber Sie verstecken Ihre Truppen vor feindlichem Radar und starten einen Überraschungsangriff. Die Möglichkeiten sind vielfältig, Taktiker dürfen sich also ausleben.
Im Mehrspieler-Modus, über den leider immer noch nicht viel bekannt ist, haben Sie die Wahl, als welche der sechs Fraktionen Sie Ihren Gegner mithilfe der kleinen Tricks niederringen. Dabei dürfen Sie sowohl kooperativ in die Schlacht ziehen als auch gegeneinander antreten.
Neue Informationen brachte uns PC ACTION-Kollege Alexander Frank von einer Reise nach Paris mit, wo er selbst Hand an R.U.S.E. legen durfte. Gespielt wurde dabei übrigens auf einem berührungsempfindlichen Tisch (einem sogenannten TouchSurface-Tisch), wodurch das Gefühl, einen General zu verkörpern, der auf einer taktischen Karte Truppen verschiebt, noch einmal verstärkt wurde. Die schlechte Nachricht: Derartige Tische sind Maßanfertigungen, immens teuer und werden nicht in großen Massen produziert. Die gute Nachricht: Das Spiel wird neuartige Touchscreen-Bildschirme und Multitouch-Computer, die bald in den Handel gelangen, unterstützen - per Maus klappt die Steuerung natürlich auch gut! Die Mission, auf die wir einen Blick werfen durften, versetzt den Spieler ins virtuelle Tunesien. In idyllischer Umgebung mit Wüste und Palmen befindet sich die eigene Basis.

