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  • Leser fragen, Rossi antwortet - Heute: Frischluft gegen Gewalt

    Frage: Leser fragen, Rossi antwortet - Heute: Frischluft gegen Gewalt
    Hallo Rossi,

    ich wundere mich, warum du nichts zum Thema Killerspiele sagen willst. Hat das einen Grund?

    JJ

    Antwort:
    Ich habe dazu bereits meine Meinung gesagt. Einmal muss reichen! Diese Kolumne ist inzwischen zehn Jahre alt, wird aber vermutlich immer wieder passend sein. Wer sie damals verpasst hat:

    Zitat Anfang:

    Vor Kurzem war es wieder einmal so weit.

    Das Fernsehen öffnete selbst den Letzten von uns die Augen. Wieder einmal fand man bei einem Jugendlichen, der einen Teil seiner Mitmenschen gegen deren Willen von der Last des Lebens befreit hatte, Computerspiele. Leider nicht irgendwelche, sondern solche, die gerne mit dem Begriff "Killerspiel" umschrieben werden.

    Folgerichtig gingen die Psychologie Professoren der privaten Fernsehsender wieder von der alten, hinreichend bekannten These aus, die da besagt: "Brutale Computerspiele fördern die Bereitschaft zur Gewalt!"

    In Dankbarkeit nahmen wir davon Kenntnis. Nicht, dass ich an dieser Stelle den privaten Fernsehsendern und der Regenbogenpresse, welche diese Theorie eifrig verbreiten, mangelnde Recherchen vorwerfen würde. Aber ist das wirklich die Lösung?

    Die Stiftung RossiTest hat unsäglich teure Langzeitstudien in Auftrag gegeben und kam zu einem Ergebnis, das die Welt aufrütteln wird.

    56,34 % aller Gewaltverbrechen wurden von Tätern begangen, in deren Besitz man einschlägige Software fand.
    ABER ...
    99,8 % der Gewaltverbrecher trugen zum fraglichen Zeitpunkt Unterhosen!
    Diese Zahlen sollten uns erschüttern!

    Feldforschungen der Stiftung RossiTest ergaben weiterhin:

    Bei an sich friedlichen Mäusen konnte man innerhalb von 12 Tagen, nachdem sie in Unterhosen gezwängt wurden, eine massiv erhöhte Bereitschaft zu Gewalt beobachten, die augenblicklich nach Entfernung besagten Kleidungsstücks verschwand.

    Elvis kam als kleiner, friedlicher Nager zu uns. Nackt und niedlich erfreute er die gesamte Umwelt auf seine unschuldige, friedvolle Art und Weise.

    Schon am vierten Tag in Unterhosen verübte Elvis kleinere, aber harmlose Überfälle und isolierte sich zusehends von seinen Artgenossen.

    Der Anfang: Leser fragen, Rossi antwortet - Heute: Frischluft gegen Gewalt

    Am zwölften Tag kam es zum ersten blutigen Überfall auf die Hand des wehrlosen Pflegers, der sich inzwischen auf dem Weg der Besserung befindet.

    Von allen gehasst und gefürchtet, verbringt Elvis nun seinen Lebensabend in Einzelhaft. Ein grausames Schicksal, das uns allen zu denken gibt.

    Das Ende: Leser fragen, Rossi antwortet - Heute: Frischluft gegen Gewalt

    Aber es gibt noch mehr Beispiele!

    Die Schotten waren schon immer als kriegerisches Volk bekannt. Als abschreckendes Beispiel sei hier der Clan der McConnors (1403-1595) genannt, den Freund und Feind wegen ihrer Wutausbrüche fürchteten. Von deren Unterbekleidung ist nur überliefert, dass sie eng und zwickend war. Wohin das führte, können wir ja leider in den Geschichtsbüchern nachlesen.

    Die McConnors verteidigten jeden schottischen Kuhfladen mit der Boshaftigkeit eines Pitbulls, der sich den Schwanz in der Türe eines Autos eingeklemmt hat. Kurz bevor die Engländer aber Schottland verlassen mussten (weil ihnen zerfleischbares Material in Form von Soldaten auszugehen drohte), legten die McConnors die Waffen nieder und widmeten sich fürderhin zur Gänze der Schafzucht. Auch ihre Blumenbindereien erreichten Weltruf. Inzwischen wissen wir ja, was sie bewegte, ihr Verhalten so drastisch zu ändern ...

    Frischluft gegen Gewalt! Leser fragen, Rossi antwortet - Heute: Frischluft gegen Gewalt

    Zwar wurde unsere These durch Feldforschungen immer wieder bestätigt, aber der eigentliche Grund war bisher doch immer noch unbekannt. Bisher! Die Stiftung RossiTest hat unsäglich teure, namhafte Wissenschaftler mit der Klärung dieses Phänomens beauftragt. Und siehe da: Unsere Thesen können auch wissenschaftlich untermauert werden.

    Bisher wusste man nur von dem Sexualhormon Testosteron aus den Hoden. Da impotente, oder auch gealterte Männer nicht unbedingt niedrige Testosteronspiegel haben, konnte man sich bisher keinen "Reim" auf Hormonstörungen des Mannes - insbesondere des alternden Mannes - machen. Nun ist es klar: Die Sexualhormone aus dem Skrotum des Mannes steuern nicht nur den Sexualtrieb, sondern sind auch in hohem Maße für die latent ja immer vorhandene männliche Aggression verantwortlich. Neu daran ist, dass dies in überraschend hohem Maß auch temperaturabhängig ist! Die Temperatur beeinflusst das Prostatawachstum und die Nerven-Übermittlerstoffe (Neurotransmitter). Ursache hierfür ist ein Fehlverhalten der Nebennierenrindenschicht, aus der das Stresshormon Cortisol kommt. Dadurch entstehen auch lebensgefährliche Hormonveränderungen des Aldosterons (Wasser- und Elektrolythormon aus der Nebenniere) und des Parathormons (calciumregulierendes Hormon aus der Nebenschilddrüse). Die Veränderungen in der Nebenniere finden durch Enzymveränderungen (Enzyme = Katalysatoren zwischen zwei Hormonen) oder später durch Quantitätsverschiebungen der drei Nebennierenrinden-Zonen, aus denen ja verschiedene Hormone kommen, statt.

    Schaubild: Leser fragen, Rossi antwortet - Heute: Frischluft gegen Gewalt

    Bisher wurde jedoch übersehen, dass die Hoden als eine Art Kühlkörper fungieren - eine Funktion, die durch das Tragen klassischer Unterwäsche stark eingeschränkt wird. Durch Erwärmung dehnen sich die Gefäße und eine unzulässig hohe Konzentration Testosteron gelangt in den Blutkreislauf.

    Wird diese Konzentration durch Abkühlung verringert, leidet jedoch keinesfalls, wie anfangs befürchtet, das Sexualverhalten des Mannes, sondern es sinkt lediglich die Bereitschaft zu unkontrollierter Gewalt!

    Somit dürfte die Ursache für die Welle der Gewaltverbrechen endlich geklärt sein. Was noch zu tun bleibt, ist, diese Tatsache auch fest in den Köpfen der Menschen zu verankern, um nicht weiterhin die Schuld in gänzlich unzutreffenden Zusammenhängen zu suchen.

    Die Stiftung RossiTest ruft darum die Aktion "Frischluft gegen Gewalt" ins Leben, der sich natürlich schon die ersten Prominenten angeschlossen haben.

    Werde auch du bekennendes Mitglied der Aktion "Frischluft gegen Gewalt" und hilf mit, die Welt von einem gravierenden Irrtum zu befreien. Unserem gemeinschaftlichen Auftreten werden sich die Fernsehsender nicht lange verschließen können und dank der Aktion "Frischluft gegen Gewalt" werden sie schon bald der Öffentlichkeit die schonungslose Wahrheit präsentieren müssen.

    Gemeinsam sind wir stark!

    Zitat Ende.

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  • Es gibt 12 Kommentare zum Artikel
    Von Worrel
    Sollte das jetzt Ironie sein, die ich nicht geblickt habe? Nur der Richtigkeit halber... Klar gabs bei uns Englisch…
    Von nikiburstr8x
    auch nicht weniger interessant als das fantastilliardste liebeslied.  [/quote] Hmm. Wenn ich Musik höre, pfeif…
    Von HanFred
    auch nicht weniger interessant als das fantastilliardste liebeslied. 
    • Es gibt 12 Kommentare zum Artikel

      • Von Worrel Erfahrener Benutzer
        Nein, das war mangelndes Allgemeinwissen von mir - wahrscheinlich daher begründet, daß sämtliche "Ex-DDRler", mit denen ich bisher zu tun hatte, kaum Englisch, dafür aber Russisch konnten und ich entsprechende Klarstellungen gerade verdrängt hatte.^^
      • Von nikiburstr8x Erfahrener Benutzer
        Hmm. Wenn ich Musik höre, pfeif ich meistens auf den Inhalt, ich kann zwar relativ gut Englisch und einiges kann man in manchen Liedern raushören, jedoch sollte Musik die ich mag in erster Linie gut klingen, ob das nun ne Liebesschnulze ist oder sozialkritischer "auf die Fresse"-Rap, ist mir da ziemlich…
      • Von HanFred Erfahrener Benutzer
        Zitat von Worrel am 22.03.2009 10:36

        Oh, sie ist heute morgen also aufgestanden, hat geduscht und sich angezogen - und sie hat gefrühstückt - wow, das ist ja wirklich atemberaubend interessant und muß unbedingt für die Nachwelt in Form eines Songs erhalten werden ... 

        auch nicht weniger interessant als das fantastilliardste liebeslied. 
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