Leser fragen Rossi Antwortet: Heute - Benzin reden
Frage:
Guten Tag Herr Rosshirt,
einfach mal eine reine Ökonomieprinzipienfrage...
Würden Sie sich ein Elektromotorrad kaufen, was wie Ihre Lieblings-Harley gebaut wäre, nur ohne den schönen Sound? Oder anderes: Ein so cooles wie auch spritfressendes amerikanisches Auto wie Sie haben, kann man doch auch schön an der nächsten Berufsschule zum Auseinanderbauen zu den Mechaniker dort geben, um zu zeigen, wie man kein Auto bauen sollte. Das wäre doch die beste Gelegenheit, ein Elektro- oder wenigstens Hybrid-Auto zu kaufen und Sie kämen sogar wieder durch EU-Zone 2. Es muss ja kein Smart sein.... Wenn die Elektro-Autos also ihre Kinderkrankheiten hinter sich gelassen hat, würden Sie sich eins als bekennender Motorradliebhaber so etwas kaufen?
In wissbegieriger Haltung, das dein unendlich detailliertes Wissen über Markt und Lebensweisen diese Frage beantworten kann,
Felix Herrmann
Antwort:
Die Frage ist eigentlich schnell beantwortet. Bei meinem Motorrad handelt es sich um ein reines Spielzeug, bei dem der tatsächliche Nutzen in den Hintergrund tritt. Ein Motorrad mit Elektromotor wäre einfach nicht das Selbe, vom Klang einmal ganz abgesehen. Hier also ein klares "Nein" zum Elektromotor. Beim PKW könnte die Sache anders aussehen. Allerdings sollten Sie bei meinem Fahrzeug abfällige Bemerkungen unterlassen. Ein PKW, der inzwischen über 300.000 Meilen (!) ohne nennenswerte Schäden auf der Uhr hat, kann so schlecht eigentlich nicht sein. Da wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen, ehe man ein Elektrofahrzeug so lange nutzen kann. Ernsthaft über ein E-Auto nachzudenken scheidet bei mir jedoch schon bei grundsätzlichen Überlegungen aus. Um den Akku voll zu laden benötige ich eine Steckdose. In meinem Vorgarten passt aber kein Auto. Soll ich jetzt ein langes Verlängerungskabel durch die Siedlung legen? Was machen Menschen, die in großen Wohnblocks leben? Nein - nicht jeder Deutsche verfügt über eine Garage. Von der Haltbarkeit der Akkus (die bei solch einem Auto ja einen erheblichen Anteil des Anschaffungspreises bilden) will ich erst gar nichtjammern. Aber noch nie in meinem Leben habe ich einen Akku gesehen, der zehn Jahre Betrieb überlebt. Mir persönlich wäre aber die Lebenserwartung eines PKWs die deutlich darunter liegt, zu kostenintensiv. Aber das ist alles NUR MEINE Meinung, die natürlich auch vollkommen falsch sein kann. An dieser Stelle könnt ihr euch ja eure eigene Meinung etwas um die Ohren schlagen. Ich persönlich bleibe mit hartnäckiger Bosheit, großer Lust und berechnendem Kalkül bei meinen Benzinbrennern.
Sie haben selbst eine Frage und wissen nicht wohin damit?
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aber immer bis nach München zum Tanken fahren?
zumal die Brennstoffzellen immer ihr Problem haben zu heiß zu werden
nicht zuvergessen: der meiste Wasserstoff wird nicht etwa über mit regenerativer Energie betriebe Elektrolyse oder Methanol sondern aus Fossilen Kohlenwasserstoffen gewonnen