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  • Robinson: The Journey im Test - Ein echtes VR-Erlebnis mit Dinos
    Quelle: Crytek

    Robinson: The Journey im Test - Ein echtes VR-Erlebnis mit Dinos

    Ein kleiner Junge entdeckt eine Welt voller Dinosaurier: Cryteks Robinson: The Journey ließ uns im Test ob der exzellenten VR-Präsentation mehrfach staunen. Doch auch Geschichte und Figuren überzeugen und machen die Entdeckungsreise zu einem entfernten Stern erstrebenswert, wäre da nicht der für die arg kurze Spielzeit unberechtigte Vollpreis.

    Für Crytek gab es eine Zeit vor Far Cry. Mit dem Ego-Shooter brachte es das heute in Frankfurt ansässige Entwicklerstudio zu internationalem Ruhm und begründete seinen Ruf als Action-Spezialist. Einen Löwenteil am Erfolg hatte nicht zuletzt auch die eigen entworfene CryEngine. Deren seinerzeit verblüffende Leistung veranschaulichte Crytek schon lange bevor die Idee für Far Cry enstand mit der Tech-Demo X-Isle: Dinosaur Island. Angesiedelt in einer prähistorischen Welt, erhoben sich beim Rundflug durch dichte Wälder und weite Steppen pompöse Urzeitechsen.

    Dieser Schauplatz hat die Crytek-Spitze augenscheinlich nie losgelassen und führte schlussendlich zu Robinson: The Journey, dem ersten speziell für VR konzipierten Spiel der Entwickler. Eine Fügung, die Symbolcharakter hat. Denn wie schon bei X-Isle: Dinosaur Island ist Robinson: The Journey eine Demonstration der CryEngine. Crytek geht mit dem Virtual-Reality-Abenteuer aber auch spielerisch ungewohnte Pfade. Denn anders als in Far Cry oder der Crysis-Reihe ist Robinson keine bis Ende durch choreographierte Schießbude, sondern eine emotionale Reise in einer Dinosaurierwelt aus der Perspektive eines Kindes.

    01:56
    Robinson: The Journey - Trailer zeigt den Einstieg in Cryteks VR-Dino-Abenteuer

    Not schweißt zusammen

          

    Durch dick und dünn: Higs und Laika begleiten uns durch das gesamte Abenteuer. Durch dick und dünn: Higs und Laika begleiten uns durch das gesamte Abenteuer. Quelle: Crytek Robin heißt der Junge, der nach dem Absturz des Raumschiffs Esmeralda mit einer Rettungskapsel auf dem Planeten Tyson III notgelandet ist. Gemeinsam mit der schwebenden KI-Einheit Higs und dem putzigen Baby-T-Rex Laika sucht er auf dem mit Dinosauriern bevölkerten Stern ein neues Leben aufzubauen. Ein plötzliches Ereignis führt ihn und seine Freunde jedoch aus seinem umzäunten Zuhause hinaus in die gefährliche Welt, wo er dem Geheimnis nach der wahren Absturzursache der Esmeralda und möglichen weiteren Überlebenden auf die Spur kommt.

    Screenshot-Info
    Die Bilder im Artikel stammen von Crytek. Sie geben die tatsächliche Grafikqualität im Spiel (VR-Immersion ausgenommen) jedoch gut wieder.
    Die Geschichte wird erst durch die Dreiecks-Beziehung lebendig. Higs versprüht mit seiner überfürsorglichen, herzlichen Art viel Charisma und der unschuldig, neugierige Blick des dressierten Dinos Laika dürfte nicht nur Kinderherzen zum Schmelzen bringen. Dem Baby T-Rex wird in Robinson: The Journey eine besondere Rolle zuteil, denn wir dürfen Laika rudimentäre Befehle erteilen. Um einige Puzzles zu lösen, sind wir auf Laikas Hilfe angewiesen. Das Reptil kann für uns unerreichbare Objekte bergen oder mit lautem Gebrüll bestimmte Saurier verseuchen, damit wir gefahrlos passieren können. Leider reagiert Laika mitunter spät oder gar nicht auf Befehle, was in Frust mündet.

    Ein Werkzeug für alles

          

    Robinson: The Journey ist mit Walking-Simulatoren wie Firewatch vergleichbar. Die meiste Zeit bewegen wir uns im gemächlichen Tempo durch Dschungellandschaften. Waffen gibt es nicht. Robin führt im gesamten Spielverlauf lediglich ein Multi-Tool mit, das zwei Funktionen besitzt. Zum einen können wir damit Lebewesen auf dem Planeten scannen und können dann zu jeder Spezies in der Enzyklopädie Detailinformationen abrufen. Zum anderen können wir mit dem Werkzeug ähnlich wie die Gravity Gun aus Half-Life 2 entfernte Objekte greifen und wegschleudern.

    Diese Funktion des Multi-Tools ist für die meisten Puzzles essentiell. Um einen Morast aus Teer zu überqueren, bauen wir uns etwa mithilfe von Trümmerteilen eine Brücke. Hin und wieder benötigen wir aber auch die Unterstützung von Higs. Dann wechselt das Spiel in eine isometrische Perspektive. Aus der Luft sehen wir dann Stromleitungen, durch die wir Elektrizität umleiten müssen. Dabei müssen wir das Spannungslimit der Stromquelle beachten und überflüssige Leitungen gegebenenfalls abschalten. Sonderlich viel Hirnschmalz erfordern die Rätsel aber nicht. Einfaches Ausprobieren führt in den meisten Fällen schnell zum Erfolg.

    04:03
    Robinson: The Journey - Entwickler-Video: "Es war schwer für uns, ein Spiel ohne Waffen zu entwickeln"

    Kletterass und Raptoren-Bingo

          

    Brandgefährlich: Raptoren töten uns bei Sichtkontakt, weshalb wir uns an ihnen vorbeischleichen müssen. Brandgefährlich: Raptoren töten uns bei Sichtkontakt, weshalb wir uns an ihnen vorbeischleichen müssen. Quelle: Crytek Ein Ersatz für Action stellen die Geschicklichkeitseinlagen in Robinson: The Journey dar. Auf seiner Reise muss Robin häufig klettern. Crytek transportiert dabei das Gefühl beim Hochkraxeln vorbildlich in die virtuelle Realität. Die Schultertasten repräsentieren unsere Hände im Spiel. Wenn wir uns an einem anderen Stein oder einer Liane festhalten wollen, müssen wir wie in der echten Welt eine Hand erst loslassen. Dem Kletterspaß einen Abbruch macht jedoch das mitunter hakelige Tracking. Nicht selten fanden wir an einem Stein keinen Halt, obwohl in Reichweite unserer Hand. Unfreiwillige Abstürze und damit Bildschirmtode sind die Folge. Dass manche Checkpoints teils willkürlich platziert wirken, macht die Sache nicht besser. Für mehr Anspannung sorgen die wenigen Auftritte der gefräßigen Raptoren. Da wir die Echsen nicht bekämpfen können und sie uns bei Sichtkontakt töten, schleichen wir uns an ihnen vorbei. Objekte, wie Kisten, die wir mit dem Multi-Tool werfen können, lenken die Bestien kurzzeitig ab.

    Exzellente Präsentation

          

    Mit dem Multi-Tool können wir weit entfernte Objekte greifen, an uns heranziehen oder wegschleudern. Mit dem Multi-Tool können wir weit entfernte Objekte greifen, an uns heranziehen oder wegschleudern. Quelle: Crytek Den hohen Erwartungen an die CryEngine wird Robinson: The Journey grafisch gerecht. Kompromisse bei Bildschärfe und Texturqualität sind zwar nicht zu übersehen, doch unterm Strich zählt Robinson: The Journey aktuell zu den technisch besten VR-Titeln überhaupt! Das Mittendringefühl ist schlichtweg atemberaubend. Wenn riesige Libellen einem quasi an der Nase vorbeifliegen und beim Klettern Urzeit-Skorpione aus nächster Nähe zurückweichen, zuckt man regelrecht zusammen.

    Viel Zeit und Schweiß floss offenkundig auch in die Animation der Dinosaurier. T-Rex, Raptoren und Langhälse sehen ihren ausgestorbenen Vorbildern verblüffend ähnlich und bewegen sich - soweit wir das beurteilen können - beängstigend real. Klasse auch, dass die Vegetation in die VR-Simulation eingebunden ist. Wenn wir uns durchs Geäst bewegen, gehen die Blätter zurück. Zusammen mit der Soundkulisse entsteht eine wunderbare Atmosphäre. Schade nur, dass die Odyssee durch die Saurierwelt nach drei bis vier Stunden vorüber ist und Robinson: The Journey praktisch null Wiederspielwert bietet. Immerhin ruft Crytek für die Reise den stolzen Vollpreis ab!

    Robinson: The Journey erscheint am 9. November 2016 für PlayStation VR.

    Fazit und Wertung

          

    Robinson: The Journey (PS4)

    Spielspaß
    83 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Erstklassige VR-Präsentation mit tollem Mittendringefühl
    Interessante Geschichte über Zusammenhalt und Freundschaft mit sympathischen Figuren
    Liebevoll zum Leben erweckte Dinosaurier
    Abwechslungsreiche Schauplätze
    Scan von Fauna unterhaltsam
    Sehr kurze Spielzeit, praktisch null Wiederspielwert
    Preis zu hoch gegriffen (60 Euro!)
    Rätsel allgemein zu leicht
    Kletter-Steuerung manchmal unpräzise
    Teils ungünstig gelegene Checkpoints

    • Es gibt 9 Kommentare zum Artikel

      • Von Loosa Erfahrener Benutzer
        Zitat von MaxFalkenstern
        Es ist im Prinzip ein Walking Simulator, der Vergleich mit Firewatch kommt daher nicht von ungefähr, wenngleich die Geschichte nicht so viel Spannung wie der "Rivale" bietet. Wer derlei Spiele ablehnt (Stichwort: langweiliges Gameplay), sollte von Robinson…
      • Von Chemenu Erfahrener Benutzer
        Zitat von transwarp2010
        Hier werden stets nur stur die schönen Screenshots aus dem Spiel gezeigt. Aber wenn man dann die VR-Brille auf hat, dann geht Vieles verloren. Unscharfe Bilder, Fliegengittereffekte, etc. Diese Realität wird gänzlich bei allen Kritiken vernachlässigt, sie…
      • Von MaxFalkenstern Redakteur
        Es ist im Prinzip ein Walking Simulator, der Vergleich mit Firewatch kommt daher nicht von ungefähr, wenngleich die Geschichte nicht so viel Spannung wie der "Rivale" bietet. Wer derlei Spiele ablehnt (Stichwort: langweiliges Gameplay), sollte von Robinson Abstand nehmen. Rätseldesign empfand ich persönlich…
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Robinson: The Journey
Robinson: The Journey im Test - Ein echtes VR-Erlebnis mit Dinos
Ein kleiner Junge entdeckt eine Welt voller Dinosaurier: Cryteks Robinson: The Journey ließ uns im Test ob der exzellenten VR-Präsentation mehrfach staunen. Doch auch Geschichte und Figuren überzeugen und machen die Entdeckungsreise zu einem entfernten Stern erstrebenswert, wäre da nicht der für die arg kurze Spielzeit unberechtigte Vollpreis.
http://www.pcgames.de/Robinson-The-Journey-Spiel-55698/Tests/PlayStation-VR-Review-Dino-1212628/
07.11.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/11/robinsonaufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
playstation vr
tests