Risen-Vorschau: Neue Infos zum inoffiziellen Gothic-Nachfolger
In der Nacht wirkt die Metropole am Meer deutlich bedrohlicher als am Tag.
Piranha Bytes lässt Sie überhaupt gerne von der Leine und zwingt Sie nur selten, dies oder jenes zu tun. Bis Sie sich für eine der drei Parteien entscheiden müssen, vergeht viel Spielzeit. Neben den genannten Auswirkungen auf die Charakterentwicklung haben die Fraktionen aber natürlich auch Folgen für den Fortgang der Geschichte. Zwar können Sie zum Beispiel als Ordenskrieger in das Lager der Banditen marschieren - und umgekehrt -, um die Charaktere dort anzusprechen, sonderlich freundlich gesinnte Gesellen sollten Sie dann aber nicht erwarten. Dadurch bleiben Ihnen manche Quests verwehrt, dafür stehen andere offen. Bei den Aufträgen, die Ihnen angeboten werden, versucht Piranha Bytes Ihnen wie so oft alle Wege offen zu halten. Nicht immer ist deshalb der direkteste oder am einfachsten erscheinende Weg auch der beste. Manchmal können Sie zum Beispiel einen unausweichlich scheinenden Kampf umgehen und ermöglichen sich dadurch plötzlich ganz andere Lösungswege, als hätten Sie einfach Ihr Schwert sprechen lassen (siehe Beispielquest "Dick" auf der vorherigen Seite).
Auch das Kampfsystem, das Piranha Bytes in den vergangenen Wochen immer wieder überarbeitet hat, zeigt man uns. In Risen geht es weg vom vermeintlich wahllosen Geklicke, das in Gothic 3 zum Erfolg führte. Diesmal kommt es auf Timing und Kombos an. Die linke Maustaste startet einen Angriff, mit der rechten parieren Sie Attacken. So weit, so einfach. Möchten Sie aber starke Offensiven schlagen, gilt es, die linke Maustaste zum richtigen Zeitpunkt wieder zu betätigen. Dabei hat die Dauer, die Sie den Knopf gedrückt halten, Auswirkung auf die Stärke Ihres Streichs. Die Richtungstasten W, A, S und D auf der Tastatur dienen dazu, verschiedene Schlagarten auszuführen. Je mehr solcher Angriffe Sie hintereinander landen, desto stärker wird die Gesamtattacke, denn Risen fasst dies in Kombos zusammen. Mit der Erfahrung Ihres Helden steigt auch die nötige Zahl von erfolgreichen Angriffen.
In der Praxis sieht das dann in etwa so aus: Der Held hat einen Kampfstab in der Hand. Schlagen Sie einmal zu, schwingt der Held seinen Knüppel gen Haupt des Gegners. Schaffen Sie dagegen mehrere Attacken hintereinander, schleudert der Held seinen Stab aus allen Richtungen auf seinen Widersacher, wirbelt das Holz am Ende über seinen Kopf und versetzt seinem wehrlosen Gegenüber den letzten Streich. Das sieht nicht nur imposanter aus, es hat auch deutlich größere Wirkung. Solche kritischen Treffer sind jedoch nur möglich, wenn Sie vorher einige Kombos erfolgreich gelandet haben. Liebe zum Detail beweisen die Entwickler dabei auch. Je mehr Kampferfahrung Ihr Held beziehungsweise Ihre Gegner aufweisen, desto selbstsicherer wirkt die Kampfhaltung. So sehen Sie schon von Weitem, mit welchem Kämpfer Sie sich anlegen können und welchen Sie besser umgehen. Das Problemkind Balancing, das in Gothic 3 für einigen Frust sorgte, steht noch auf der Agenda der Entwickler. Die Monster, die wir in der Anspielzeit trafen, waren für die Hans-Wurst-Version des Namenlosen Helden zwar knifflig zu besiegen, aber dennoch nicht als ein unlösbares Problem einzustufen.
Mit diesem Ordenskrieger sollten Sie es sich nicht verscherzen. Spätestens wenn seine Kollegen nach Ihnen suchen, kann es brenzlig für Sie werden.
Auch Wildschweine trafen wir - Sie erinnern sich? Das waren die unscheinbaren und doch unbesiegbaren Biester, die jeden Gothic 3-Abenteurer zurück ins Hauptmenü schleuderten. Und obwohl wir uns zuerst nur vorsichtig näherten, waren die aggressiven Schweine in Risen keine große Gefahr. Die gute Laune trübten aber schnell KI-Bugs oder die fehlende Abstimmung von Gegner und Held. So traten wir einmal gegen einen Ordenskrieger an. Er mit Kampfstab bewaffnet, wir unser Schwert fest umklammert. Und trotz mehrerer gelandeter Treffer nahm die Energieanzeige des Fieslings nicht ab. Im Gegenteil, er schlug unseren Schützling einfach nieder. An solchen Stellen merkt man Risen an, dass es noch weit von der Vollständigkeit entfernt ist. Aber Piranha Bytes weiß, was zu tun ist. Das Rollenspiel sieht in Bewegung jedenfalls schon ganz gut aus, auch wenn es oftmals stark an Gothic 3 erinnert. All die aufgefallenen Probleme, wie Clipping-Fehler, KI-Aussetzer oder das fehlende Balancing waren, zumindest in den gespielten Arealen, nur Kleinigkeiten.
Björn Pankratz, Projektleiter von Risen, stellt in Aussicht, dass das Spiel inzwischen so weit fortgeschritten ist, dass man es komplett durchspielen kann. Zwar fehlen noch einige Dinge, etwa die Sprachaufnahmen, und Piranha Bytes möchte hier und da an der Grafik schrauben, doch die Entwickler sind nahe dran, Risen den finalen Schliff zu geben. Ein Veröffentlichungsdatum nennen sie nach wie vor nicht. Dennoch stimmt das alles zuversichtlich, dass uns die Gothic-Väter noch im Jahr 2009 auf ein neues Abenteuer einladen.
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Risen sollte als Nachfolger von Gothic 1 gehandelt werden! Denn genau das Gefühl kommt bei mir schonmal auf, wenn ich die neuen Bilde sehe.
naja... leider wir mit dem Titel "Gothic3", PiranhiaBytes guter Ruf zerstört, wenngleich ich der Meinung bin, dass sie selbst nichtmehr…
edit: und der artikel ist wirklich gut und äusserst informativ. ich muss vergessen haben, das vorher zu erwähnen.
zusammenhang mit Gothic genannt ? Teil 3 und
das Add-on waren eine Katastrophe. Alle werden
so an etwas sehr negatives reinnert und ich weiss
nicht ob man dem Hersteller damit einen Gefallen
tut.
das spiel stammt nunmal vom gleichen entwickler, wieso sollte man das verschweigen?