Rise & Fall: Civilizations at War

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Wo bleibt die Intelligenz?

Rise & Fall: Civilizations at War Mit einem prall gefüllten Energiebalken ziehen wir in einer Mission mit Kleopatra los, um das Umfeld unserer Basis zu erkunden. Dabei entdecken wir mehrere römische Truppen, die gut postiert herumstehen. Sofort zücken wir den Bogen und feuern auf die Soldaten der ersten Reihe - was folgt, mutet unfreiwillig komisch an: Die vorn entstandene Lücke schließen Soldaten aus den hinteren Reihen, ganz so, wie man es bei der Bundeswehr beim Paradeverhalten lernt. Als nur noch ein paar Überlebende übrig sind, beginnen die Gegner endlich, uns anzugreifen.

Wer braucht eine Story?

Nachdem wir uns gut 20 Stunden im regen Wechsel zwischen Begeisterung und Frust durch die Kampagnen gekämpft haben, starten wir den Skirmish-Modus. Nach wenigen Minuten trauen wir unseren Augen fast nicht - hier spielt sich Rise & Fall deutlich spannender und strategischer als in den Kampagnen. In einer fast vierstündigen Partie gab es keinerlei Probleme mit ständig festhängenden Einheiten, die Wegfindung funktionierte viel besser und selbst die Schiffe landeten dort, wo sie es sollten (eins der größten Mankos in den Kampagnen).

Außerdem ließen sich endlich richtig große Armeen zusammenstellen - eine im Spiel einstellbare maximale Größe von insgesamt 5.000 Einheiten (in der Preview-Version waren es noch 80.000) bringt allerdings auch leistungsstarke PCs ins Stocken. Doch auch mit "nur" 1.000 Soldaten erleben Sie ein unbeschreibliches Schlachtgefühl. Dazu agiert die KI wesentlich fordernder und aggressiver als in den Feldzügen. So dachten wir mehr als einmal, den Gegner schon im sprichwörtlichen Sack zu haben, als er plötzlich an einer anderen Stelle der Karte eine neue Basis aufgebaut hatte oder die passenden Kontereinheiten ins Feld führte. So hätten wir uns das auch in den Kampagnen gewünscht.

Ruhm und Ehre

Rise & Fall: Civilizations at War Wie soll man nun ein solches Spiel werten? Dem genial umgesetzten Schlachtgefühl mit hunderten von Einheiten in prachtvoller Umgebung stehen viele kleine Mängel gegenüber. Reine Action-Spieler fühlen sich auf Dauer gelangweilt und schimpfen über die ungenaue Steuerung, Strategie-Puristen beweisen sich dagegen zwangsweise als Klickfetischisten. Nur wer sich für Elemente aus beiden Genres begeistern kann, wird mit Rise & Fall richtig glücklich. Midways erster Gehversuch, Action mit Strategie zu mixen, ist zwar noch wackelig, aber dennoch mit vielen unterhaltsamen Momenten gespickt.

Wertung zu Rise & Fall: Civilizations at War (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Hervorragende SchlachtatmosphäreRiesige Massenschlachten möglichÜberzeugender Skirmish-Modus
Schwache KI-Leistung in den KampagnenTeilweise üble Wegfindungsprobleme

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