pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Rise & Fall: Civilizations at War (PC)

Release:
12.06.2006
Genre:
Strategie
Publisher:
k.A.

Rise & Fall: Civilizations at War

26.06.2006 00:10 Uhr
|
|

Midways Mix aus Action und Echtzeit-Strategie tritt in den Ring und beschert eine Überraschung: Skirmish ist besser als die Kampagne.

Rise & Fall: Civilizations at War Sandalenfilme aus Hollywood waren in den Sechzigerjahren groß in Mode. Legendäre Schauspieler wie Kirk Douglas oder Peter Ustinov traten in Großproduktionen der Zelluloidindustrie auf, bei denen in quietschbunten und historisch eher freizügig umgesetzten Szenarien der Antike mit tausenden von Statisten in die Schlacht gezogen wurde. In moderneren Kinostreifen wie Braveheart (Mel Gibson) oder Troja (Brad Pitt) scheut man sich nicht, solche Massengemetzel so zu zeigen, wie sie wohl wirklich waren - düster, brutal, grausam. Midways neues Computerspiel Rise & Fall: Civilizations at War wagt sich daran, beides zu vermischen: Farbenfrohe Kulissen treffen auf martialische Kampfszenen, gepaart mit sehenswerter Grafik und bombastischer Soundkulisse.


Reiseziele

Rise & Fall: Civilizations at War Griechenland oder Ägypten? - vor dieser Frage stehen alljährlich urlaubshungrige Touristen. Im Kampagnenmodus von Rise & Fall gilt das Gleiche: Wahlweise auf Seiten von Alexander dem Großen oder der ägyptischen Königin Kleopatra ziehen Sie in die Schlacht. In insgesamt 22 Missionen haben Sie Zeit, große Armeen aufzubauen, um sich gegen Perser und Römer zu behaupten.

Doch anders als in Spielen wie Age of Mythology oder Rome: Total War betrachten Sie das Geschehen nicht nur aus der strategischen Ansicht, nein, Midway holt Sie als Spieler mitten in die Schlachten. Genau hier liegen sowohl Spaß als auch Frust begraben: Mit simpler Tastatur- und recht schwammiger Maussteuerung schnetzeln Sie sich durch feindliche Bataillone wie durch Wackelpudding, begleitet von orchestraler Musik und fetter Sounduntermalung, die absolut kinoreif ist.

Dabei nimmt der Energiebalken am oberen linken Bildrand stets ab, wenn Sie zuschlagen oder Schaden erleiden - ist er gar auf null, endet die Schnetzelorgie und Sie steuern die Figur wie eine gewöhnliche Strategie-Einheit. Sporadisch im jeweiligen Level platzierte Weinkrüge füllen den Energiebalken wieder auf. So weit, so gut - problematisch ist die Sache aber aufgrund der Tatsache, dass Sie als Spieler in vielen Levels nicht die Wahl haben, ob Sie diesen Modus benutzen möchten oder nicht.

In der vierten und fünften Mission des Alexander-Feldzuges etwa behaupten Sie sich zwangsweise in der Action-Ansicht. Dummerweise haben Sie eine solche Mission automatisch verloren, sobald die Energieanzeige aufgebraucht ist. So verfluchten wir förmlich im Test Alexanders Kampf in einer persischen Gladiatorenarena: Der knackige Schwierigkeitsgrad und die Tücken der Steuerung (die Figuren lieben es, an Ecken und Objektkanten hängen zu bleiben) trieben uns mehr als einmal in den Wahnsinn.

Angesichts der nicht enden wollenden Gegnerhorden in der Arena müssten Sie im Sekundentakt auf die Gegner einprügeln, was aber nicht geht, da der Energiebalken durch den Dauerbeschuss feindlicher Bogenschützen viel zu schnell zusammenschrumpft. In der Rolle von Kleopatra ärgert man sich in einer frühen Nachtmission darüber, dass die artistisch aussehende Heldin nicht in der Lage ist, steilere Abhänge runterzulaufen oder zu springen.

Erfahrener Benutzer
Moderation
26.06.2006 00:10 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar

Verwandte Artikel

 - 
PC Games vor 5 Jahren: Der Release-Termin von Rise and Fall wird verschoben. Publisher Midway fürchtet die Konkurrenz zum Weihnachtsgeschäft. Neuer Termin: Erstes Quartal 2006. Zudem geht der aktuelle Geschäftsbericht von anstehenden, massiven Verlusten aus. mehr... [0 Kommentare]