Rise of Venice (PC)

Release:
25.09.2013
Genre:
Strategie
Publisher:
Kalypso Media GmbH

Rise of Venice im Test: Tiefgründiges Spiel, für Einsteiger sehr komplex

26.09.2013 09:03 Uhr
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Errichtet das größte Handelsimperium im Mittelmeerraum des 15. Jahrhunderts! Rise of Venice von Kalypso ist eine sehr komplexe Handelsimulation, die so manchen Einsteiger überfordern dürfte. Alles weitere erfahrt ihr in unserem Test.

Rise of Venice im Test: Die Handelssimulation sieht toll aus und ist tiefgründig, könnte aber so manchen Einsteiger überfordern. (1) Rise of Venice im Test: Die Handelssimulation sieht toll aus und ist tiefgründig, könnte aber so manchen Einsteiger überfordern. (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Handel war in der Mitte des 15. Jahrhunderts ein idealer Weg, um schnell reich zu werden. In der Wirtschaftssimulation Rise of Venice seid ihr ein aufstrebender Kaufmann, der es bis ganz nach oben bringen möchte. Doch bis dahin ist es ein harter Weg. Ihr beginnt euer Abenteuer als einfacher Händler entweder in einem freien Spiel ohne Hintergrundgeschichte, in dem ihr einfach zum Dogen von Venedig aufsteigen und das größte Handelsimperium im Mittelmeerraum errichten wollt, oder ihr startet die Einzelspieler-Kampagne. Diese ist zum einen als Einführung gedacht, zum anderen erzählt sie eine interessante Geschichte um einen aufstrebenden Kaufmann, der im 15. Jahrhundert zum Dogen werden möchte und dabei mit allerlei Intrigen zu kämpfen hat. Zu Beginn steht euch ein kleines Schiff zur Verfügung, mit dem ihr erste Handelsaufträge erledigt. Diese erhaltet ihr meist im Rathaus einer der vielen Städte der Umgebung.

Es ist aber kein Muss, diese Aufgaben zu erledigen, ihr könnt auch einfach handeln, indem ihr auf dem Marktplatz einer Stadt in Erfahrung bringt, was hier gerade benötigt wird. Ihr kauft diese Ware an einem anderen Ort an, an dem sie gerade günstig zu haben ist, und verschifft sie zurück, was euch Gewinn und Ansehen einbringt. Die Missionen zu erledigen, verschafft euch allerdings etwas mehr Ruhm. Preise verändern sich in der Welt ständig und werden von mehreren Faktoren beeinflusst, beispielsweise wenn eine Ware nicht verfügbar ist oder eine Katastrophe für eine Dürre gesorgt hat. Wenn ihr weniger Personen aus einer Stadt als Matrosen anheuert, dann wird die Produktion im Ort gesteigert, weil mehr Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Interessanter Aspekt: Der Preis für eine Ware steigt an, je mehr ihr davon einkauft – was auf den ersten Blick marktwirtschaftlich seltsam anmutet, da man einen Mengenrabatt erwarten würde.

Rise of Venice im Test: Die Handelssimulation sieht toll aus und ist tiefgründig, könnte aber so manchen Einsteiger überfordern. (5) Rise of Venice im Test: Die Handelssimulation sieht toll aus und ist tiefgründig, könnte aber so manchen Einsteiger überfordern. (5) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Eine Erklärung lautet, dass der Verkäufer die Ware nicht auf Lager hat und von überall her besorgen muss, was den Preis in die Höhe treibt. Um aber überhaupt handeln zu können, benötigt ihr in jeder Stadt eine Handelslizenz, die ihr entweder kaufen könnt oder per Bestechung erhaltet. Dann ist es auch möglich, Bauwerke wie Kontore, Kirchen oder Bauernhöfe zu errichten, was wiederum die Produktion in der Stadt beeinflusst. Unterwegs auf einer Handelsroute könnt ihr von Piraten oder feindlichen Händlern angegriffen werden oder diese selbst attackieren. Dann schaltet das Spiel in eine Nahansicht und ihr steuert euer Schiffdirekt und feuert selbst Kanonenkugeln ab. Ein Angriff eurerseits kann euch aber Ansehen kosten.

Mit der Zeit steigt ihr über ein Politiksystem in Rängen auf. Je mehr Ansehen ihr erhaltet und je mehr Aufträge ihr für den Rat in Venedig erledigt, umso schneller erhaltet ihr einen neuen Rang, bis ihr selbst einen Platz im Rat innehabt und irgendwann Doge werdet. Ihr dürft mehr und bessere Schiffe verwalten und könnt auf diese Weise mehr Handelsrouten abdecken. Jedem Konvoi teilt ihr eine Route zu, die wohlüberlegt sein muss. Auch Geleitschiffe sind wichtig, um euch vor Angriffen zu schützen. Ihr stattet eure Schiffe mit Mannschaft und Waffen aus und könnt sogar den Kapitän anhand von Fertigkeiten verbessern, was die Kampfkraft oder Handelsfähigkeit des Konvois beeinflusst. Es ist auch möglich, eine Familie zu gründen, die ihr in eure Geschäfte einbinden dürft. Naturkatstrophen wie Seuchen oder Vulkanausbrüche können kurzzeitig eure gut durchdachte Handelsstrategie durcheinanderbringen.

Rise of Venice ist ein komplexes Spiel mit enormem Tiefgang. Vielleicht etwas zu komplex für Einsteiger, die gerne mal eine Wirtschaftssimulation ausprobieren möchten. Je größer eure Handelsflotte wird, desto mehr steigt die Unübersichtlichkeit und auch die Hektik, alles unter einen Hut zu bringen und die Missionen zu erledigen, für die oft ein Zeitlimit besteht. Praktisch ist hingegen die Zeitraffer-Funktion, denn dadurch wird unnötiger Leerlauf vermieden – gerade zu Beginn, wenn man nur wenige Schiffe besitzt und dadurch nicht lange warten muss, bis ein Schiffsein Ziel erreicht. Die detaillierte 3D-Grafik samt nahtlosem Städte-Zoom und der atmosphärische Soundtrack sorgen dafür, dass ihr in das Spiel hineingezogen und für lange Zeit motiviert werdet.

   
Andreas Bertits
„Komplexes Spiel, das so manchen Einsteiger überfordern könnte“
Auch wenn Gaming Minds Rise of Venice einsteigerfreundlicher als beispielsweise Patrizier 4 gestaltet hat, kann jemand, der das Genre der Wirtschaftssimulationen nicht ständig spielt, im späteren Spielverlauf ordentlich ins Schwitzen kommen. Vor allem wenn mehrere Handelsrouten verwaltet werden müssen, Missionen erledigt werden sollen, die Bevölkerung gerade an einer Hungersnot leidet und eure Schiffe von Piraten überfallen werden. Wer sich aber darauf einlässt, bekommt ein wunderschönes und tiefgründiges Spiel, an dem man Monate tüfteln kann. Ränge aufsteigen, viel Geld mit dem Handel verdienen, die detaillierte 3D-Grafik – all das motiviert einfach zum Weiterspielen.
   
Rise of Venice (PC)
Spielspaß-Wertung

83 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Enormer Spielumfang
Zwischendurch wiederholen sich die Aufträge oft.
Alles aus einem Guss, keine separaten Stadtkarten
Mit fortschreitendem Spielverlauf leidet die Übersichtlichkeit.
Zeit kann beschleunigt werden, um Leerlauf zu vermeiden
Zu wenig besondere Ereignisse
03:01
Rise of Venice: Die Kunst des Handelns
Für die Verwendung in unseren Foren:
Erfahrener Benutzer
Moderation
26.09.2013 09:03 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.09.2013 19:56 Uhr
Zitat: (Original von Triplezer0;9640255)
du hast ja mehr als einen betrieb, im prinzip musst du nur weizen und hanffarmen spammen, dann bier brauen und du schwimmst im geld.


ja gott, so sah jeder Anfang bei mir aus, egal in welchem Spiel 

Und zum Kalypsolauncher:
Das Ding ist echt Harmlos, das geht auch ohne irgendwie zu murren in den Offlinemodus wenn man das Spiel ohne Verbindung startet
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.09.2013 19:50 Uhr
Zitat: (Original von TheChicky;9640283)
Vielen Dank für die Infos!
Wenn ich das so lese sehe ich nicht, was an Rise of Venice besser, oder komplexer oder langzeitmotivierender sein soll als zb in Port Royale 3. Außer bessere Grafik sind die Möglichkeiten eher beschränkter und ich befürchte, wenn man den…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.09.2013 19:35 Uhr
Zitat: (Original von Sheggo;9640274)
Danke!
was jetzt genau "Kalypso Launcher" bedeutet...?! wahrscheinlich sowas wie der Ubi-Launcher, oder? 


Ich habe es hier und es läuft auf einem älteren AMD Vierkern-Rechner.
Und der Kalypso Launcher ist glücklicherweis enicht so wie der Ubi-Launcher.…

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