Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte voller Missverständnisse - in Rise of Nations schaffen Sie klare Verhältnisse.
Russland ist umstellt und uns stehen für den Angriff auf die Hauptstadt zwei Verstärkungen zur Seite.
Jeder kennt die einäugigen, Katzen streichelnden oder schlichtweg schmierigen Bösewichte, denen stets von aalglatten Geheimagenten das Handwerk gelegt oder von breitschultrigen Muskelbergen das Genick gebrochen wird. Dabei wollen diese gescholtenen Prügelknaben doch nichts weiter, als die Weltherrschaft an sich reißen. Genau die beanspruchen Sie in der unkonventionellen Einzelspielerkampagne von Rise of Nations für Ihr Volk, schlagen sich vorher allerdings mit 17 anderen Nationen herum, die von Ihrem Eroberungsfeldzug alles andere als begeistert sind.
Kampagne oder nicht Kampagne?
Das jüngste Werk von Sid Meyers Design-Weggefährten Brian Reynolds überrascht durch das Fehlen der für Echtzeit-Strategiespiele obligatorischen Kampagnen mit Schlüsselfiguren - selbst zu einem seichten Handlungsstrang hat es nicht gereicht. Ganz ohne die aus American Conquest oder Age of Empires bekannten historischen Ereignisse nehmen Sie mit einem der insgesamt 18 Völker - von den Azteken über die Chinesen bis zu den Russen - die Eroberung der Welt in Angriff. Von der Antike bis zum Informationszeitalter haben Sie dafür 6.000 Jahre Menschheitsgeschichte Zeit, die Sie im "Conquer The World"-Modus mit allerlei Schlachten totschlagen. Ausgehend von Ihrem Heimatland taktieren Sie rundenweise auf einer Weltkarte im Stil des Brettspiels Risiko.
Grundsätzlich haben Sie bei jedem Zug die Wahl, in ein angrenzendes Land einzufallen oder die Runde ohne einen Angriff verstreichen zu lassen und dafür Ihre Kriegskasse aufzubessern, aus der Sie unter anderem Friedensabkommen oder Kriegserklärungen finanzieren müssen. Nebenbei verschieben Sie Ihre Angriffsarmeen innerhalb Ihrer Ländereien, kaufen Bonuskarten, um sich während der Schlachten zusätzliche Streitkräfte oder mehr Rohstoffe zu verschaffen, oder verstärken Ihre Provinzen, um im Verteidigungsfall besser gerüstet zu sein. Ihren Eroberungsfeldzug sollten Sie dabei sorgfältig planen. Gelingt es Ihnen, über angrenzende Länder zwei Armeen mehr aufzubieten als Ihr Gegner zur Verteidigung seines Gebietes hinzuziehen kann, übernehmen Sie den Landstrich, ohne dass es zum Kampf kommt.
Wirtschaftlicher Aufschwung
Unsere formierten Truppen machen die gegnerische Stellung dem Erdboden gleich.
Landen Sie schließlich auf dem Schlachtfeld, werden Sie sich unweigerlich an Age of Empires erinnert fühlen. Aus einer starren Vogelperspektive blicken Sie auf schneebedeckte Landschaften, dürre Wüsten oder saftig grüne Wiesen, wo einige Arbeiter bereits fleißig Felder bewirtschaften oder Bäume fällen. Die Ressourcenbeschaffung ist dann auch Ihre erste Aufgabe. Reichen in der Antike Nahrung und Holz noch aus, müssen Ihre Handlanger später auch Steine klopfen, mit Hilfe von Bohrtürmen schwarzes Gold aus dem Erdreich fördern und in Universitäten Wissen anhäufen. Praktisch: Arbeitslose Stadtbewohner suchen sich auf Wunsch automatisch eine Arbeitsstätte.
Ist die Versorgung mit Rohstoffen sichergestellt, sollten Sie die Forschung in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Militär und Wissenschaft in jeweils sieben Stufen vorantreiben. Spezialisieren dürfen Sie sich nicht - da jeder Forschungszweig elementarer Bestandteil der Spielmechanik ist (militärisches Wissen stockt das Einheitenlimit schrittweise bis zum Maximum von 200 auf, während politische Bildung Ihren Machtbereich vergrößert, und so weiter), müssen Sie wie in der Schulzeit auch Stoff büffeln, der Sie eigentlich nicht die Bohne interessiert. Außerdem ermöglicht die Forschung den Bau von Sägewerken oder Kornspeicher, die den Ertrag Ihrer Felder und Holzfällerlager erhöhen und mit jeder weiteren Epoche zusätzliche Upgrades bereithalten, um Ihre Agrarwirtschaft noch effektiver zu gestalten. Das Gleiche gilt für Militärgebäude - ein akademischer Teufelskreis.


mfg