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  • RIDE TO HELL: RETRIBUTION

    Ride to Hell: Retribution im Test: Gründlich vergeigt

    Wenn ihr wissen wollt, wie man ein Spielkonzept gründlich vergeigt, gibt es mit Ride to Hell: Retribution ein Musterbeispiel. Das Actionspiel von Entwickler Eutechnyx führt euch geradewegs in die Spielspaßhölle.

    Wie brutal und dramatisch das Leben in einer Biker-Gang ist, zeigt die 2008 erfolgreich gestartete TV-Serie Sons of Anarchy mit hervorragend inszenierten Charakteren und Geschichten. Unbarmherzig schlecht hingegen präsentiert euch Entwickler Eutechnyx, wie hohl und anspruchslos das Leben als Biker in Ride to Hell: Retribution verläuft.

    Jake Conway ist Vietnam-Veteran, Kriegsheimkehrer, ein optischer Verschnitt aus Kurt Russell als Snake Plissken (Die Klapperschlange) und Charlie Hunman als Jackson Teller (Sons of Anarchy). Conways Ziel: ein Rachefeldzug gegen eine Gang namens Devil's Hand. Das Motiv: Der feige Mord an einem Biker-Bruder. Das hätte sicher durchaus Potenzial, doch das verspielen die Entwickler schon nach wenigen Minuten. Das ganze Spiel besteht aus stumpfsinnig aneinandergereihten, kurzen Levelabschnitten. Eine kurze Prügelei hier, eine Verfolgungsjagd da, gefolgt von einer Schießerei.

    Dazwischen dramaturgisch unterirdisch trashig gestaltete Zwischensequenzen und als Krönung des Ganzen pornografische und sexistische Geschlechtsverkehrsfilmchen, die unerotischer nicht sein könnten. Die Steuerung ist hakelig, ungenau und in den Actionsequenzen setzt man euch simple Quick-Time-Events vor, die ihr auch im Schlaf beherrscht. Ist vielleicht aber auch Absicht, denn der Spielfluss ist ermüdend, da einfach keine gute Atmosphäre entsteht. Die "fetten" Bikes hören sich wie ein 80 Jahre altes Mofa oder eine Elektrozahnbürste an, auch die übrigen Soundeffekte sind bescheiden.

    Das gilt auch für die englischsprachige Sprecherleistung, die oft nur noch zum Fremdschämen ist. Erst recht, wenn man dazu die deutschen Untertiteltexte liest – Hauptsache, das F***-Wort kommt im Sekundentakt vor. Ach ja, und über Titten und F***** wird lautstark geredet, aber wenn Jake es mit einer vollbusigen Bardame auf einem Billardtisch treibt, bleiben beide vollkommen angezogen – brav amerikanisch eben. Dafür vergießen die Entwickler in den Kämpfen explizit literweise Splatterblut. Sitzen wir schon angesichts all dieser Mängel ungläubig vor dem Bildschirm, gibt uns die schwache Grafik den Rest. Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen Rage und Borderlands, allerdings auf einem drastisch niedrigerem Qualitätsniveau. Ride to Hell: Retribution ist daher ein wirklicher Ritt in eine abgrundtiefe Spielhölle.

    Ride to Hell: Retribution (X360)

    Spielspaß-Wertung
    12 %
    Leserwertung
    (0 Stimmen):
    -
    Pro & Contra
    Eigentlich ein cooles Setting …
    … das leider völlig verhunzt wurde
    Anspruchsloses Gameplay
    Hakelige Steuerung
    Katastrophale Dialoge
    Warum wurde das Spiel veröffentlicht?

  • Ride to Hell: Retribution

    Ride to Hell: Retribution

    Plattform
    X360
    Publisher
    Deep Silver (DE)
    Developer
    Eutechnyx
    Release
    28.06.2013

    Es gibt 10 Kommentare zum Artikel

    Von Bonkic
    ich denke (/hoffe), dass das irgendwie witzig sein soll. jemanden mit solchen rechtschreibkenntnissen halte ich nämlich ehrlich gesagt nicht für fähig einen computer zu bedienen.
    Von Shadow_Man
    Vielleicht aß er dabei gerade ein Mettbrötchen 
    Von golani79
    Was ist denn an Mettchen falsch?  

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Ride to Hell: Retribution
Ride to Hell: Retribution im Test: Gründlich vergeigt
Wenn ihr wissen wollt, wie man ein Spielkonzept gründlich vergeigt, gibt es mit Ride to Hell: Retribution ein Musterbeispiel. Das Actionspiel von Entwickler Eutechnyx führt euch geradewegs in die Spielspaßhölle.
http://www.pcgames.de/Ride-to-Hell-Retribution-Xbox360-257634/Tests/Ride-to-Hell-Retribution-im-Test-1077666/
08.07.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/thumb/2013/07/Ride_to_Hell_Retribution_Xbox_360_Test__5_-pc-games.jpg
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