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  • Resident Evil Zero HD: Test zur Survival-Horror-Neuauflage

    Fast dreizehn Jahre ist es nun her, seit Capcom mit Resident Evil Zero auf dem GameCube für schaurige Atmosphäre sorgte. Nachdem im vergangenen Jahr das Remake in aufpolierter Optik neu veröffentlicht wurde, folgt jetzt das Update zur sprichwörtlichen Nullnummer. Unser Test verrät euch, ob Resident Evil Zero den Wandel gut überstanden oder schon damit begonnen hat, Schimmel anzusetzen.

    Neuauflagen sind unter Spielentwicklern ein beliebtes Thema. Zum einen müssen sie beim Entstehungsprozess nicht komplett bei null anfangen, zum anderen können sie auf eine bereits etablierte Fanbase setzen. Einige Serien werden von ihren Schöpfern allerdings dermaßen breit getreten, dass manche Spiele sich gleich über mehrere Konsolengenerationen hinweg erstrecken. Resident Evil aus dem Hause Capcom ist hierfür ein perfektes Beispiel. Im Jahr 2002 - sechs Jahre nach dem mit unzähligen Fassungen versehenem PlayStation-Original - erschien ein umfangreiches Remake für den GameCube, welches ebenfalls öfter portiert wurde als anfangs geplant. Nach der eher geschmälerten Wii-Version folgte im vergangenen Jahr ein HD-Port für die aktuelle Konsolengeneration, das von Spielern und Kritikern gleichermaßen positiv angenommen wurde. Kein Wunder also, dass jetzt rund ein Jahr später auch eine optimierte Fassung von Resident Evil Zero erscheint.

    08:20
    Resident Evil Zero HD: Video-Test des Grusel-Remasters

    Bravouröser Auftritt

    Mit doppelter Feuerkraft gegen die untoten Horden: Wer gemeinsam loszieht, muss selbst ein halbes Dutzend Zombies nicht mehr fürchten. Mit doppelter Feuerkraft gegen die untoten Horden: Wer gemeinsam loszieht, muss selbst ein halbes Dutzend Zombies nicht mehr fürchten. Quelle: PC Games Wer mit dem Serien-Initiator von 1996 bzw. 2002 vertraut ist, wird sich schon denken können, worum es in Resident Evil Zero geht. In den Ausläufern der Kleinstadt Raccoon City kommt es immer wieder zu ungeklärten Mordfällen mit kannibalistischen Hintergründen. Um der ausweglosen Situation Herr zu werden, wird am 23. Juli das Bravo-Team der Spezialeinheit S.T.A.R.S. entsandt, welches in den umliegenden Wäldern Untersuchungen anstellen soll. Der Hinflug mit dem Helikopter steht allerdings unter keinem guten Stern, denn das Team wird durch einen Motorausfall zur Notlandung gezwungen. Kurz darauf stößt die Gruppe nicht nur auf einen verunglückten Gefängnistransporter - allerdings ohne Passagier - sowie einem liegengebliebenen Zug. Wie es das Schicksal so will, wird letzterer ausgerechnet von der Rekrutin Rebecca Chambers entdeckt, die ihr wenige Augenblicke später selbst steuern dürft. Das zunächst verlassen wirkende Gefährt schickt euch in Form von modrigen Zombies aber schnell ein Begrüßungskomitee entgegen, das nicht besonders diplomatisch aufgelegt ist. Zum Glück bleibt Rebecca nicht lange allein, sondern erhält mit Billy Coen schnell tatkräftige Unterstützung. Dass es sich dabei um den entlaufenen Kriegsverbrecher handelt, muss sie wohl oder übel zunächst akzeptieren.

    Alleine war gestern

    Für manche Rätseleinlagen muss der passende Charakter vor Ort sein. Diese Fackeln kann nur Billy mit seinem Sturmfeuerzeug anzünden. Für manche Rätseleinlagen muss der passende Charakter vor Ort sein. Diese Fackeln kann nur Billy mit seinem Sturmfeuerzeug anzünden. Quelle: PC Games Ist es in den klassischen Resident Evil-Teilen normalerweise gang und gäbe, dass sich die Protagonisten frühestmöglich aufteilen, wird euch diese Entscheidung in Zero die meiste Zeit selbst überlassen. Per Tastendruck dürft ihr jederzeit zwischen beiden Akteuren wechseln, der passive Part läuft euch dann brav hinterher oder wartet an der Stelle, wo ihr ihn kurzfristig abgestellt habt. Die Vorteile für kooperatives Vorgehen liegen aber glasklar auf der Hand: Nur Rebecca ist in der Lage, chemische Substanzen und Heilkräuter zu mischen, Billy hingegen kann auch größere Holzkisten verschieben oder mit schweren Waffen besser hantieren. Zurücklassen könnt ihr logischerweise keinen von beiden. Sobald eine wichtige Story-Sequenz oder ein neues Gebiet zum Erkunden anstehen, müssen beide Helden anwesend sein. Egal ob nun Zug, Forschungseinrichtung oder Kellergewölbe: viele Räume sind anfangs noch verschlossen oder durch merkwürdige Mechanismen abgesperrt. Durch das Aufspüren und Kombinieren diverser Schlüssel-Items bahnt ihr euch aber nach und nach einen Weg durch die gruseligen Areale, die genauestens untersucht werden müssen. Stets mit der Furcht im Nacken, dass bereits erkundete Gebiete von neuen Monstern übernommen wurden, die hinter der nächsten Ecke auf euch lauern. Das sehr traditionelle Gameplay von Resident Evil Zero funktioniert also auch noch im Jahr 2016, die damals schon relevanten Kritikpunkte gelten jedoch weiterhin. So etwa müsst ihr viel Backtracking hinnehmen müssen, falls ihr an einer Stelle mal nicht weiter wisst und sämtliche bislang bekannten Räume ein weiteres Mal aufsucht. Hinzu kommt noch das sehr begrenzte Inventar, denn sowohl Billy als auch Rebecca dürfen nur sechs Items mit sich führen. Untereinander lassen sich Waffen oder Munition zwar recht komfortabel austauschen, dennoch ist das Item-Managment in Zero eine der größeren Schwächen des Spiels. Die Idee, Gegenstände an Ort und Stelle abzulegen, klingt zunächst ausgesprochen gut. Das Fehlen von miteinander verbundenen Item-Kisten sorgt aber dafür, dass ihr um ein Vielfaches mehr Laufarbeit hinnehmen müsst, um zum Beispiel den Greifhaken zu holen, den ihr im Keller liegengelassen habt. Auch das Austauschen und Kombinieren bei einem vollen Inventar gerät schnell zu einem sperrigen Ärgernis. Der Tyrant darf nicht fehlen. Das aussortierte 001-Modell ist allerdings weit weniger gefährlich als die 002-Variante im Herrenhaus. Der Tyrant darf nicht fehlen. Das aussortierte 001-Modell ist allerdings weit weniger gefährlich als die 002-Variante im Herrenhaus. Quelle: PC Games

    Hübsch(er) anzusehen

    Während Capcom das Spieldesign zum Großteil unangetastet ließ, sind bei Grafik und Bedienung umfangreiche Verbesserungen vorgenommen worden. Auf Wunsch könnt ihr jederzeit zwischen der altbackenen/bewährten Tank-Steuerung oder der neuen Analog-Kontrolle wechseln, mit der ihr einfach nur in die gewünschte Richtung drücken müssen. Hierdurch seid ihr fortan hochgradig mobil unterwegs und könnt Gegnern sehr effektiv davonlaufen. Nur beim Wechsel der Kameraperspektive kommt es ab und an zu Verwirrung, wenn ihr beim neuen Blickwinkel den Analogstick nur kurz verschiebt. Die meisten Ressourcen sind allerdings in die überarbeitete Optik geflossen, die sich nun hochauflösend im (optionalen) 16:9-Format präsentiert. Umgebungen und Charaktere sind jetzt zwar detaillierter denn je, doch wie schon im GameCube-Original mangelt es Zero an eindrucksvollen Locations. Wo vor allem der Zug begeistert und auch die Forschungseinrichtung noch in Ordnung geht, ähneln sich die restlichen Areale zu sehr und langweilen mit zu vielen Grau- und Brauntönen. Das trifft auch im neuen Wesker-Modus zu, der im Grunde nicht viel mehr bietet als das normale Hauptspiel, nur dass ihr statt Billy den fiesen Wesker steuert, der mit seinen charakteristischen Attacken ordentlich unter den Zombies aufräumt. Um in der Königsklasse von Resident Evil mitzuspielen reicht das alles zwar nicht, zu den besseren Vertretern der Reihe gehört es aber auch im Jahr 2016 noch.

    Resident Evil Zero HD Remaster (PS4)

    Spielspaß
    82 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Resident Evil Zero HD Remaster (PC)

    Spielspaß
    82 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Resident Evil Zero HD Remaster (PS3)

    Spielspaß
    82 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Resident Evil Zero HD Remaster (X360)

    Spielspaß
    82 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Resident Evil Zero HD Remaster (XBO)

    Spielspaß
    82 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Spannender wie gruseliger Survival-Horror der alten Schule
    Koop-Feature bietet neue Herangehensweise und Taktiken
    Gegenstände können an Ort und Stelle fallen gelassen werden
    Unterschiedliche Figuren mit individuellen Fertigkeiten
    Optisch sehr gut überarbeitete HD-Version des Originals
    Sperriges Inventar sorgt fürhakeliges Management
    Nur wenige wirklich gelungene Ortschaften und Locations
    KI des Partners nicht immer ideal
    Wiederspielwert niedriger als bei anderen Titeln der Serie
    Arg verwaschene Videosequenzen

    • Es gibt 14 Kommentare zum Artikel

      • Von LOX-TT Community Officer
        Zitat von SphinxBased
        82er Wertung???.Find ich total überzogen.65 Points währen hier angebracht..aber maximal!!!!!
        ja, ganz bestimmt ...
        :oink:

        Zero war damals auf dem Cube ein Top-Game, wie schon das 1er Remake zuvor
      • Von SphinxBased Benutzer
        82er Wertung???.Find ich total überzogen.65 Points währen hier angebracht..aber maximal!!!!!
      • Von LouisLoiselle VIP
        Zitat von Kartamus
        Total daneben, das Inventar als Contra anzugeben. Das gehört immerhin so zur Serie.
        Und deshalb ist es immun gegen Kritik? Unsinn.
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1183498
Resident Evil Zero HD Remaster
Resident Evil Zero HD: Test zur Survival-Horror-Neuauflage
Fast dreizehn Jahre ist es nun her, seit Capcom mit Resident Evil Zero auf dem GameCube für schaurige Atmosphäre sorgte. Nachdem im vergangenen Jahr das Remake in aufpolierter Optik neu veröffentlicht wurde, folgt jetzt das Update zur sprichwörtlichen Nullnummer. Unser Test verrät euch, ob Resident Evil Zero den Wandel gut überstanden oder schon damit begonnen hat, Schimmel anzusetzen.
http://www.pcgames.de/Resident-Evil-Zero-HD-Remaster-Spiel-55593/Tests/Review-zur-Survival-Horror-Neuauflage-1183498/
18.01.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/01/residentevilzero_01-pc-games_b2teaser_169.png
resident evil zero,resident evil,capcom
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