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  • Resident Evil: Umbrella Corps im Test - Grottiges Koop-Geballer
    Quelle: Capcom

    Resident Evil: Umbrella Corps: Capcoms grottiges Koop-Geballer im Test - so lahm wie ein Zombie mit Querschnittslähmung

    Alles für die Firma, alles für den Regenschirm: Das Spin-off zu Resident Evil soll die Laune auf den siebten Teil gehörig anheizen. Leider ist Capcom mit Umbrella Corps das "Kunststück" gelungen, die gerade erst entfachte Vorfreude gleich wieder zu erlischen. Lest in unserem Test, warum der Online-Shooter selbst für beinharte Fans der Serie nicht zu empfehlen ist.

    Hach ja, Raccoon City - wie oft ist dir mittlerweile schon das Kunststück gelungen, die Spielermassen in deine vermodertes Inneres zu locken? Angefangen bei den geliebten Klassikern Resident Evil 2 und 3 ging es weiter über die erste Online-Komponente Resident Evil Outbreak und dem Railshooter The Darkside Chronicles und mündete schließlich in die passend betitelte Third-Person-Ballerei Operation Raccoon City. Fast könnte man meinen, in dem fiktiven Städtchen sei eine Goldgräberstimmung ausgebrochen. Serienkenner wissen aber natürlich nur allzu gut, mit welchem Virus man sich höchstens in Raccoon City infiziert. Bereits lange vor dem mit Spannung erwarteten Resident Evil 7 angekündigt, erscheint nun im Fahrwasser des Grusel-Revivals der teambasierte Online-Shooter Umbrella Corps, mit dem Capcom den Heißhunger der Serienfans kurzzeitig zu stillen versucht.

    03:15
    Resident Evil: Umbrella Corps - Grottiges Koop-Geballer im Video-Test

    Keine Spur von Jill und Claire

    Um gleich eines vorweg zu nehmen: Wer bei Umbrella Corps mit einem vollwertigen Titel inklusive Kampagne gerechnet hat, welcher die Ereignisse der umfangreichen Horror-Saga fortsetzt, wird enttäuscht sein. Das rund 30 Euro günstige Spiel richtet sich ausschließlich an Freunde des kooperativen Geballers. Der einzige Spielplatz, um auch offline die Waffen durchzuladen, findet sich im Tutorial und dem Einzelspielermodus "Das Experiment". Hier könnt ihr euch nacheinander mit allen zur Verfügung stehenden Maps des Spiels vertraut machen, ein Großteil davon dürft euch jedoch schon aus diversen Vorgängern bekannt sein. Neben dem Vorderbereich und der Eingangshalle des Raccoon City Police Department hat es beispielsweise auch wieder das spanische Dorf aus Resident Evil 4 ins Spiel geschafft. Größtenteils sind die Ortschaften unverändert in Umbrella Corps integriert worden, im Zuge benötigter Deckungsmöglichkeiten hat Capcom die eine oder andere Stelle aber im Detail überarbeitet. Trotz zum Teil verschiedener Größenordnungen sind die meisten Maps des Spiels recht klein ausgefallen, weshalb es in der Regel meist nur wenige Sekunden dauert, bevor der erste Schusswechsel ausgetragen wird.

    Vor und während der Matches dürft ihr Anweisungen geben, doch das macht nur bei eingespielten Teams wirklich Sinn. Vor und während der Matches dürft ihr Anweisungen geben, doch das macht nur bei eingespielten Teams wirklich Sinn. Quelle: PC Games Je nach Spielmodus verfügt jeder der insgesamt sechs Spieler in bester Counterstrike-Manier nur über ein Leben pro Runde oder startet nach einem kurzen Augenblick mit einem neuen Versuch in die Runde. Die Missionsziele sind auf dem ersten Blick recht umfangreich ausgefallen, unterscheiden sich im Detail aber kaum voneinander. Ob ihr jetzt alle auf der Karte verstreuten Koffer einsammeln oder diverse Areale für einen kurzen Zeitraum halten müsst, macht während des Matches kaum einen spürbaren Unterschied. Auch die Jagd auf zufällig gewählte Spieler/besonders widerstandsfähige Monstrositäten ist im Detail das gleiche. Letzteres enttäuscht besonders, weil sich nur kleinen Leech-Mutationen oder Las-Plagas-Auswüchse in den Weg stellen - warum nur kein bedrohlich herumstolzierender Tyrant? Die einzigen Umbrella-Züchtungen, welche sich eurem Corps in den Weg stellen, sind handelsübliche Zombies und mutierte Hunde. Hinsichtlich der KI wird hier ein katastrophales Bild geboten. Selbst wenn ihr neben einem infizierten Kläffer in Deckung geht, schlurft dieser unbeeindruckt an euch vorbei. Erst wenn das Feuer eröffnet wird oder ein Spieler Verletzungen davonträgt, zeigen sich gewaltsame Reaktionen.
    Viele Maps sind aus diversen Vorgängertiteln entnommen worden, hier beispielsweise der Eingangsbereich zum Polizeiquartier aus Resident Evil 2. Viele Maps sind aus diversen Vorgängertiteln entnommen worden, hier beispielsweise der Eingangsbereich zum Polizeiquartier aus Resident Evil 2. Quelle: PC Games

    Holprige Zombiejagd

    Bilden die auf der Karte verstreuten Zombies einen nicht ausblendbaren Faktor, sollte euer Hauptaugenmerk auf der Vorgehensweise eures Teams und den Aktionen der feindlichen Gruppe liegen. Per rechtem Analogstick können vor und während der Runde Befehle à la "Langsam angreifen", "Position halten" oder "Auf das Ziel konzentrieren" gegeben werden, doch wirklich Sinn machen diese nur in einem richtig eingespielten Team. Zieht ihr mit unbekannten Spielern ins Feld, fällt abgestimmtes Vorgehen meist in die Zufallssparte - durchaus ein Makel vieler Online-Shooter, sollte man hinzufügen. Umbrella Corps zeigt sich hier aber von einer besonders unterdurchschnittlichen Seite. Neben hölzernen Animationen enttäuscht vor allem das magere Gunplay der verschiedenen Waffen. Die Auswahl wirkt zunächst recht groß, doch viel mehr als ein paar leichte Maschinenpistolen, Pumpguns und Handfeuerwaffen hat Capcom nicht im Sortiment, verschiedene Handgranaten und unterschiedliche Zielvisiere mal ausgenommen. Für erzielte Kills und erfolgreich absolvierte Missionen erhaltet ihr nach dem Rundenende Erfahrungspunkte, für jeden Stufenaufstieg werden anschließend neue Ausrüstungsoptionen freigeschaltet. Hier lässt einem Umbrella Corps viel Platz zum Individualisieren, mehr als einen optischen Unterschied machen die unzähligen Helme, Schulterpanzer, Farbvariationen und Zielvisiere aber nicht. Äußerst unschön hierbei das kaum vorhandene Balancing. So werden gerne mal erfahrene Level 44-Veteranen in einen Topf mit blutigen Anfängern geworfen. Sofern man hier keinen Glückstreffer erzielt, tendiert der Spielspaß in den kommenden Minuten verständlicherweise Richtung Nullpunkt.

    Steigt ihr im Level auf, erhaltet ihr neue Ausrüstung, doch wirklich nützlich sind im Endeffekt nur neue Waffen. Der Rest setzt sich aus optischen Gimmicks zusammen. Steigt ihr im Level auf, erhaltet ihr neue Ausrüstung, doch wirklich nützlich sind im Endeffekt nur neue Waffen. Der Rest setzt sich aus optischen Gimmicks zusammen. Quelle: PC Games Tappt Umbrella Corps in spielerischer Hinsicht also im Dunkeln, sieht's bei der Technik ähnlich finster aus. Zwar gehen einige Maps völlig in Ordnung, insgesamt zeigt sich der Einsatz der Unity-Engine aber wieder mal von einer eher passablen Seite. Häufiges Tearing macht ebenso die Runde wie leichte Bildeinbrüche, die zwischen 25 und 40 Frames liegen. Die Steuerung der Spielfigur ist davon kaum betroffen, Lauf- und Kriechanimationen wirken aber immer sehr künstlich. Ziemlich abgehackt wirkt es, wenn ihr in der Nähe befindliche Deckungsmöglichkeiten anvisiert bekommt und dann automatisch per X-Taste auf diese zustürmt. Das wirkt häufig äußerst inkonsequent, denn nicht jede Wand kann auch von euch in Beschlag genommen oder emporgeklettert werden.

    Technisch fällt Umbrella Corps gerade einmal passabel aus. Gerade die Framerate fällt gerne mal in den niedrigen 20er-Bereich. Technisch fällt Umbrella Corps gerade einmal passabel aus. Gerade die Framerate fällt gerne mal in den niedrigen 20er-Bereich. Quelle: PC Games

    Ziele verfehlt

    Woran es Umbrella Corps in letzter Linie hauptsächlich mangelt, von den vielen spielerischen Ungereimtheiten mal abgesehen, ist eine klare Zielgruppe. Fans der Horror-Saga kann man schon mal gewiss streichen. Ein paar Spieler-Skins, die Wesker, Leon und Co. nachempfunden sind, sowie einige altbekannte Maps dürften kaum ausreichen, um diese Schicht zum Kauf zu bewegen. Dafür ist vor allem der Einzelspielerpart viel zu marginal ausgefallen und wird vom ohnehin schon nicht allzu positiv aufgenommenen Operation Raccoon City locker in den Schatten gestellt. Online-Zocker der Marke Call of Duty dürfte ebenfalls nicht viel daran liegen, dem zombieverseuchten Städtchen einen Besuch abzustatten. Spielmodi, Gameplay und Langzeitmotivation können es zu keinem Zeitpunkt mit der aktuellen Konkurrenz in dem hart umkämpften Genre aufnehmen. Jammerschade, dass Capcom es nötig hat, im Sommerloch mit einer solchen Cash Cow negativ hervorzustechen.

    Resident Evil: Umbrella Corps (PS4)

    Spielspaß
    52 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ein paar nette Mehrspielerkarten
    Viele Objekte freispielbar
    Lächerliche Animationen
    Wenige, zu identische Spielmodi
    Umfang für Einzelspieler fast nicht existent
    Zu starke Nahkampfmanöver
    Lahmes Gunplay
    Lange Ladezeiten

    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von MichaelG Erfahrener Benutzer
        Nach der Beschreibung sind 52% schon zu viel. Oder gibts die 52 % weil das Spiel startet ?  
      • Von Scholdarr Erfahrener Benutzer
        Wohl dem, der solche Spiele nicht testen muss...
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1199853
Resident Evil: Umbrella Corps
Resident Evil: Umbrella Corps: Capcoms grottiges Koop-Geballer im Test - so lahm wie ein Zombie mit Querschnittslähmung
Alles für die Firma, alles für den Regenschirm: Das Spin-off zu Resident Evil soll die Laune auf den siebten Teil gehörig anheizen. Leider ist Capcom mit Umbrella Corps das "Kunststück" gelungen, die gerade erst entfachte Vorfreude gleich wieder zu erlischen. Lest in unserem Test, warum der Online-Shooter selbst für beinharte Fans der Serie nicht zu empfehlen ist.
http://www.pcgames.de/Resident-Evil-Umbrella-Corps-Spiel-56113/Tests/Review-Capcoms-grottiges-Koop-Geballer-1199853/
28.06.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/06/umbrella10-pc-games_b2teaser_169.png
resident evil,capcom
tests