Blackberry: Datenschutz-Präzedenzfall in Saudi Arabien
Der Blackberry-Hersteller RIM gerät in Saudi Arabien unter Druck.
Eigentlich sollten die Blackberrys in Saudi Arabien, einem der wichtigsten Märkte im Nahen Osten für den Hersteller Research in Motion, nicht mehr laufen. Denn die Regierung kündigte an, derlei Geräte sperren zu lassen, sollte sie keinen Einblick in die Kundendaten erhalten. Offiziell reagierte RIM nicht auf die Forderung, doch die Blackberrys funktionieren weiterhin. Dieser Fakt macht allerdings Meldungen glaubwürdig, der Hersteller habe sehr wohl reagiert.
Wie die Nachrichtenagentur AP beispielsweise berichtet, habe RIM mittlerweile Pläne vorgelegt, einen eigenen Server in Saudi Arabien zu errichten. Darüber hinaus habe man die drei führenden Mobilfunkanbieter des Landes angewiesen, die vorgeschlagenen Lösungen RIMs auf die behördlichen Anforderungen hin zu prüfen.
Doch warum der Aufwand? Die Kommunikation über Blackberrys läuft verschlüsselt über einen kanadischen Server und ist daher so gut wie abhörsicher. Das allerdings passt einigen Ländern, darunter Saudi Arabien, nicht in den Kram. Auch Russland, China und Indien gefällt dieses Vorgehen nicht. Sollte der Server im eigenen Land stehen, würden die Informationen für die Regierung dort wieder sichtbar.
Damit entwickelt sich dieser Fall zu einem wahre Präzedenzfall für RIM, denn sollte der Hersteller auf die Forderung Saudi Arabiens eingehen, mache der Konzern sich zum einen wirtschaftliche erpressbar, zum anderen wäre die angepriesene Sicherheit für die Kunden dahin.
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Viele Länder, auch (oder besonders?) solche, die sich ihrer Freiheit rühmen, durchleuchten ihre Bürger so gut sie können. Nur weil andere kein Blatt vor den Mund nehmen um zu versuchen das irgendwie schön zureden sind sie nicht schlechter. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen…