Playbook gratis - RIM beschenkt App-Entwickler
Das Blackberry Playbook ist noch immer kein Verkaufsschlager. Jetzt will RIM das Angebot an Apps deutlich aufstocken.
Das App-Angebot für das Playbook des Blackberry-Herstellers RIM soll wachsen. Dafür will der Konzern sein Tablet nun zahlreichen Entwicklern in den USA und Kanada gratis zur Verfügung stellen. Bis zum 13. Februar, so teilte Alex Saunders, Vizepräsident im Bereich Developer Relations via Twitter mit, müssten die Entwickler eine ihrer Android-Apps modifiziert auf Blackberrys App World laden. Dann würde man ein Gratis-Playbook erhalten.
Doch das ist längst nicht alles, um das App-Angebot auf den Playbooks zu stärken. Noch im Februar soll das Blackberry Playbook OS 2.0 inklusive Blackberry Runtime für Android Apps erscheinen. Genau das dürfte auch der Grund sein, warum die Blackberry Devcon 2012 restlos ausverkauft ist. Das Event startet am 7. Oktober in Amsterdam und RIM will dort die Highlights der nahen Zukunft präsentieren.
Generell muss und will sich RIM dem Konsumentenmarkt nähern. Zwar möchte der Hersteller auch weiterhin nicht "Spaß und Coolness" vermitteln, sondern weiterhin eher auf Geschäftsleute ausgerichtet sein, doch eine kleine Imagerichtung ist laut RIM-Chef Thorsten Heins durchaus denkbar. Im vergangenen Jahr hatte der Blackberry Hersteller mit Problemen zu kämpfen und reduzierte den Preis für das Playbook drastisch. Mehr zu den Playbook-Plänen gibt es unter anderem auf Stern.de oder haufe.de.
Hintergrund: Der kanadische Blackberry-Hersteller Research In Motion, der mit dem Playbook-Tablet Apples iPad Paroli bieten wollte, hat kürzlich seine Gewinnerwartung immens zurückgeschraubt und bekannt gegeben, dass man alleine 360 Millionen US-Dollar nach Steuern auf die Playbook-Lagerbestände anmelden müsse. Im dritten Quartal 2011 seien gut 150.000 Playbook-Tablets an den Handel ausgeliefert worden - die Nachfrage sei als steigend anzusehen. Der Konzern wollte bereits den schlechten Verkaufszahlen des Playbook-Tablets unter anderem mit drastischer Preissenkung entgegenwirken. Während das RIM-Gerät ursprünglich für rund 500 Dollar erhältlich war, waren in den USA dafür zuletzt nur noch 199 Dollar fällig. Die Absatzzahlen blieben dennoch hinter den Erwartungen zurück.
- Schlagwörter:
- , rim
- , blackberry
- , playbook

