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  • Repo Men (Kinokritik/Review)

    Repo Man Quelle: Universal

    Jude Law und Forest Whitaker als umtriebige Bounty Hounter im Dienste einer Organhandel-Firma. Der beherzte Versuch eines Thrillers mit Tiefgang wurde leider unausgegoren umgesetzt.

    Kennen Sie den? Klingelt’s eines Tages beim Organspender: „Guten Tag, wir hätten gerne Ihre Leber!“ Schwupps, schon wird der arme Spender aufgeschlitzt und um sein Organ erleichtert. Die britische Comedy-Truppe Monty Python inszenierte dieses Szenario in ihrem Kultfilm Der Sinn des Lebens (1983). Der Sketch stand Pate für den futuristischen Thriller Repo Men, mit dem Ex-Storyboard-Artist Miguel Sapochnik sein Spielfilmdebüt gibt.

    Körperteil-Kapitalismus
    Repo Man Repo Man Quelle: Universal Sapochnik huldigt dem Klassiker auch prompt in einer Szene, indem er ihn im Hintergrund im Fernsehen laufen lässt. Der Python‘sche Organklau fungiert in seinem Film aber nur als Basis für ein makaberes System des Körperteil-Kapitalismus: In der nahen Zukunft werden künstliche Organe wie Bankkredite ausgegeben. Wer die horrenden Raten für seine Leasing-Körperteile nicht mehr zahlen kann, erhält Besuch von barbarischen Organ-Eintreibern, sogenannten „Repo Men“. Einer der besten dieser Zunft ist der Familienvater Remy (Jude Law). Zusammen mit seinem Partner Jake (Forest Whitaker) schnippelt er fröhlich jeden Kunden mit Zahlungsrückstand auf, der ihnen in die Finger kommt. Doch eines Tages ist Remy nach einem Unfall selber auf ein Hightech-Herz angewiesen – und wird damit zur Zielscheibe der eigenen Kollegen.

    Virtuose Haudrauf-Action
    Der Mensch als hilfloses Objekt in einem totalitären System – das klingt doch glatt nach Sozialkritik! Anspielungen auf die Bankenkrise und auf inhumane Regierungsapparate sind bei diesem Film herauszulesen. Immer wieder diskutieren Remy und Jake darüber, ob ihre Arbeitsmethodik zu rechtfertigen ist. „Wir tun nur unseren Job“, beruhigen sie sich selber. Ob sich die Manager des amerikanischen Subprime-Marktes auch solche Parolen zugeflüstert haben?

    Repo Man Repo Man Quelle: Universal Was den Anspruchsgehalt von Repo Men betrifft, so bietet der Streifen durchaus interessante Ansätze. Dumm nur: Die Verpackung stimmt von vorn bis hinten nicht. Der Film will ebenso moralisches Drama wie beinharter Sci-Fi-Kracher sein. Melancholische Dialoge über die Machtlosigkeit des Menschen wechseln sich mit – zugegeben – virtuoser Haudrauf-Action ab. Dazu gesellt sich ein seltsam satirisches Element: Wenn die Repo Men ihre Opfer aufschlitzen, wird man unwillkürlich an die launigen Schnippelszenen aus der Chirurgen-Serie Nip/Tuck erinnert. Überhaupt wirkt Repo Men wie ein Flickwerk aus vielen guten Sci-Fi-Filmen, von Uhrwerk Orange über Blade Runner bis zu Minority Report.

    Doch Regisseur Miguel Sapochnik ist kein Quentin Tarantino. Anstatt aus den Versatzstücken ein eigenes originelles Werk zu basteln, wirkt sein Opus schlichtweg nicht stimmig. Sein Mix ist überfrachtet. Es fehlt der rote Faden. Wer Lust auf einen futuristischen Actioner mit einer Prise Tiefgang hat, kann sich den Film für „zwischendurch“ vormerken. Aber erwarten Sie hier bitte keinen Geniestreich!

    Widescreen-Wertung
     

    Action
     
    Spannung
     
    Emotion
     
    Humor
     
    Erotik
     
    Anspruch
     
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Repo Men
    Repo Men
    Kinostart
    03.06.2010
    Film-Wertung:
     
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Repo Men
Repo Men (Kinokritik/Review)
Jude Law und Forest Whitaker als umtriebige Bounty Hounter im Dienste einer Organhandel-Firma. Der beherzte Versuch eines Thrillers mit Tiefgang wurde leider unausgegoren umgesetzt.
http://www.pcgames.de/Repo-Men-Film-234267/Tests/Repo-Men-Kinokritik-Review-749362/
31.05.2010
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2010/05/10_100531122612_b2teaser_169.jpg
Repo Men, Filmkritik, Review, Jude Law, Forest Whitaker
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