Red Orchestra: Ostfront 41-45 (PC)

Release:
24.03.2006
Genre:
Action
Publisher:
Frogster Interactive

Red Orchestra: Ostfront 41-45

01.05.2006 13:00 Uhr
|
Neu
|

Geschützdonner ertönt in der Ferne, Granaten pfeifen heran. Jetzt heißt es, den Kopf einziehen!

Ein Fadenkreuz gibt es an der Ostfront nicht. Der einfache Soldat zielt Pi mal Daumen oder über Kimme und Korn. Ein Fadenkreuz gibt es an der Ostfront nicht. Der einfache Soldat zielt Pi mal Daumen oder über Kimme und Korn. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Multiplayer-Spiele wie Battlefield 1942 und Day of Defeat Source sind Ihr Ding? Dann ist Red Orchestra: Ostfront 41-45 für Sie gemacht. Das ursprünglich als Unreal Tournament-2004-Mod begonnene Projekt bietet wie Day of Defeat Source eine dichte Zweite-Weltkriegs-Atmosphäre und eine breite Palette an Fahrzeugen.

Die 13 in Red Orchestra enthaltenen Karten behandeln ausschließlich den Russlandfeldzug Deutschlands. Dabei treten Sie wahlweise auf Seiten der Sowjets oder der Wehrmacht an. Großer Unterschied zu anderen Weltkriegs-Ballereien: Red Orchestra setzt auf Realismus. Infanteristen bekommen kein Fadenkreuz angezeigt, Panzertürme drehen sich quälend langsam.

Die Entwickler haben außerdem statt eines Hitpoint-Systems Trefferzonen eingebaut. So können Sie selbst den stärksten Panzer mit einem Schuss ausschalten, wenn Sie den Punkt am Geschützturm treffen, hinter dem die Munition lagert. Ballistisch hat das Spiel mehr auf der Pfanne als viele Genrekollegen. Je nach Schusswinkel prallen Granaten von Panzern ab oder schlagen durch.

Teamplay ist Trumpf

Mit einem Panzerfaust-Schuss über den Lattenzaun haben wir den sowjetischen T34 eiskalt erwischt. Mit einem Panzerfaust-Schuss über den Lattenzaun haben wir den sowjetischen T34 eiskalt erwischt. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Gut eingespielte Trupps sind nötig, wenn es um die Erstürmung des Berliner Reichstags oder der Bahnstation von Basovka geht. Durch konzentriertes Feuer der Scharfschützen, Artillerie und aus Maschinengewehren sind die Angriffsmissionen alles andere als ein Zuckerschlecken. Besonders Panzerbesatzungen sind zur Zusammenarbeit gezwungen: Die aus bis zu drei Mann bestehenden Crews müssen die Rollen des Fahrers, MG-Schützen und Richtschützen aufeinander abstimmen.

Technisch in Ordnung

Der Gesamt-Look erinnert stark an Anti-Kriegsfilme wie Stalingrad oder Der Soldat James Ryan. Erdfarbene Töne dominieren die Szenarien. Während Soldaten und Fahrzeuge relativ detailliert sind, variiert die optische Qualität der Spielkarten. Hier spürt man den Modding-Ursprung von Red Orchestra. So ist die Karte Basovka sehr detailreich, während die Map Arad eher spartanisch ausfällt.

Spielerisch machen alle Karten Spaß, wenn auch nicht jede für beide Spielparteien gleich leicht zu gewinnen ist. Waffen-Sounds und Sprachausgabe sind stimmig. Nur die Motorengeräusche mancher Fahrzeuge klingen mehr nach tiefergelegtem Jeep-Motor denn nach Panzer. Größtes technisches Manko ist die Spielphysik. Fahrzeuge bleiben an kleinen Bäumen, Zäunen oder Telegrafenmasten hängen. Red Orchestra bekommen Sie derzeit nur über Valves Online-Dienst Steam, eine Datenträger-Version erscheint im Sommer für rund 20 Euro.

   
Bildergalerie: Red Orchestra: Ostfront 41-45
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (3 Bilder)
Red Orchestra: Ostfront 41-45 (PC)
Spielspaß-Wertung

83 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Dichte Atmosphäre und sehr realistisch
Nur Ostfrontszenarien und keine Flugzeuge
Spannende und fordernde Spielkarten
Spielphysik streckenweise unausgereift
Relativ große Panzerschlachten
   
Oliver Haake
Red Orchestra ist ein klasse Mix aus Battlefield 1942 und Day of Defeat Source.
Die haben uns bei Day of Defeat Source immer gefehlt: Fahrzeuge! Und dann bietet Red Orchestra auch noch viel Realismus fürs Geld. Granaten prallen von unserem gut positionierten Panzer ab, während unsere Teamkollegen dem Gegner in die Flanke fallen. Fazit: Viel cooler als Battlefield 1942! Auch die reinen Infanteriegefechte haben einen hohen Unterhaltungswert, wenn der Spaßfaktor auch im direkten Vergleich mit Day of Defeat Source leicht schwächer ausfällt. Was jetzt noch fehlt, sind Flugzeuge, mehr Maps und weitere Schauplätze. Warum nicht ein Add-on mit Westfront-, Afrika-, Pazifik-Szenarien? Außerdem sollten die Entwickler die Kollisionsabfrage der Fahrzeuge und die Spielphysik überarbeiten. Es ist schließlich nicht sehr überzeugend, dass unser armer Tiger an jedem Jägerzaun hängen bleibt, oder?
   
Erfahrener Benutzer
Moderation
01.05.2006 13:00 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar