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  • Rare Replay im Test 30 Jahre Rare, 30 Spiele in einer Sammlung

    30 Jahre Rare, 30 Spiele in einer Sammlung: Schließt die Mega-Collection an die glorreichen Zeiten des Entwicklerstudios an oder fungiert sie eher als Sargnagel?

    30 Spiele für 30 Euro – das ist einmal eine Ansage. Und tatsächlich vereint Rare Replay einige der wichtigsten Spiele der Rare-Geschichte auf einer Disc beziehungsweise in einem Download. Wo Licht ist, ist jedoch auch Schatten, und wenig überraschend gibt es neben Meisterwerken wie Banjo-Kazooie oder Conker's Bad Fur Day auch genug mittelklassige bis schlechte Titel, welche die 30 voll machen. Cobra Trinagle oder Gunfright wurden wohl aus gutem Grund vergessen! Zudem befinden sich etliche eigentlich wichtige Spiele aus der Geschichte Rares nicht in der Sammlung, da diese in enger Kooperation mit dem ehemaligen Studioeigentümer Nintendo entstanden sind, der nach wie vor die Rechte an zahlreichen Marken und Serien hält.

    Auf die Donkey Kong Country- Trilogie, Star Fox Adventures oder Diddy Kong Racing müssen wir also verzichten. Auch einige Lizenzspiele wie ein indizierter James-Bond-Shooter oder Micky's Speedway USA gibt es aufgrund ausgelaufener Markenrechte nicht in Rare Replay zu finden. Trotz fehlender Titel und jeder Menge Füllmaterial kann sich die Auswahl aber sehen lassen. Ebenfalls super gelungen ist die Präsentation der Sammlung: Vom ohrwurmverdächtigen Lied, das im Menü spielt, wenn man keinen Knopf drückt, über die Menügestaltung selbst, welche an eine Theateraufführung angelehnt ist – hier füllt sich alles sehr stimmig und typisch nach Rare in seiner besten Zeit an. Ebenfalls interessant: Wenige, aber dafür umso interessantere Videos mit Hintergrundinformationen zum Studio sowie zu einigen der Titel, die man durch fleißiges Spielen nach und nach freischalten kann.

    Tolle Spiele, miese Umsetzungen

    Schade bloß, dass der technische Aspekt in mancher Hinsicht gehörig vermasselt wurde. Während ältere Titel schön umgesetzt wurden und sogar über eine neue Zurückspulfunktion verfügen, um bei kniffligen Passagen nicht zu verzweifeln, werden die insgesamt neun Xbox-360- sowie die Xbox-Live-Arcade-Titel mehr schlecht als recht emuliert – egal ob man sich die Sammlung im Laden kauft oder sie als Download ersteht: Bevor wir dort loslegen können, müssen wir ergo erst ein ewig langes Xbox-360-Startmenü über uns ergehen lassen und uns dann aufgrund der Emulierung über eine deutlich schlechtere Framerate ärgern. Vor allem Banjo- Kazooie: Schraube Locker, Perfect Dark Zero, Kameo: Elements of Power sowie die beiden Viva Piñata-Spiele leiden unter der geringeren Bildwiederholungsrate – ein eigentlich unverzeihlicher und unverständlicher Makel. Augenschein: Die Suche nach seinem zu Hause und seiner Freundin Berri weitet Conker gerne auch auf Moneten aus. Augenschein: Die Suche nach seinem zu Hause und seiner Freundin Berri weitet Conker gerne auch auf Moneten aus. Quelle: PC Games Die Guten ins Töpfchen...Dementsprechend wollen wir für die Sammlung an sich auch keine bedingungslose Empfehlung aussprechen. Da einige der Spiele aber nach wie vor grandios sind, haben wir uns für diesen Test für eine etwas ungewöhnliche Vorgehensweise entschieden: Wir beleuchten die Spiele auf den folgenden Seiten einzeln und verraten, wie viel Spaß sie heute noch machen.

    Perfect Dark & Perfect Dark Zero

          

    64-Bit-Revolution: Auf dem N64 zeigte Perfect Dark, wie Ego-Shooter auf Konsolen auszusehen haben. 64-Bit-Revolution: Auf dem N64 zeigte Perfect Dark, wie Ego-Shooter auf Konsolen auszusehen haben. Quelle: PC Games Es war einmal ein James-Bond-Shooter für das N64, der war hierzulande indiziert. So viel sei verraten: Er orientierte sich am Filmabenteuer Goldeneye. Jedenfalls revolutionierte dieses Spiel das Ego-Shooter-Genre auf Konsolen, jedoch können wir aufgrund der erwähnten Indizierung nicht zu viel über ihn erzählen. Außerdem ist er ohnehin nicht in Rare Replay enthalten. Wichtiger ist aber sowieso Perfect Dark, der geistige Nachfolger, der das Konzept der Bond-Ballerei aufgriff und perfektionierte. In Gestalt von Geheimagentin Joanna Dark ziehen wir durch allerlei Levels und erledigen Missionen. Nicht alle davon sind verpflichtend, wer die beste Bewertung erhalten will, sollte aber alle Aufgaben erledigen – eine für damalige Verhältnisse revolutionäre Design-Entscheidung. Das war damals super und macht auf der Xbox One (wo wir die Xbox-Live-Arcade-Version des Spiels vorgesetzt bekommen) noch immer Spaß. Trotzdem haben nachfolgende Shooter-Generationen das Genre auf Konsolen noch weiter perfektioniert, sodass Perfect Dark zwar noch immer prima funktioniert, aber junge Spieler wahrscheinlich nicht mehr begeistern kann. Das gilt in geringerem Maße auch für den Mehrspielermodus, der – nun natürlich mit Online-Anbindung – nach wie vor das Herzstück der Ballerei darstellt. Das Balancing, die zur Verfügung stehenden Waffen und das Leveldesign sind aber nach wie vor extrem hochwertig. Wesentlich weniger rosig sieht die Sache bei Perfect Dark Zero aus, der offiziellen Fortsetzung für die Xbox 360. Zu sehr orientierten sich die Entwickler hierbei am Erstling und lieferten damit ein Spiel ab, das schlicht und ergreifend altbacken daherkommt. Zudem wirkt es wesentlich weniger in sich stimmig als das Original. Knapp zehn Jahre nach dem ursprünglichen Release ist dieser Umstand natürlich noch wesentlich deutlicher spürbar.

    01:39
    Rare Replay: Offizieller Preorder-Trailer

    Banjo-Kazooie, Banjo-Tooie & Banjo-Kazooie: Schraube Locker

          

    Dickes Ding: In Schraube Locker haben Bär und Vogel aufgrund
jahrelanger Spieleabstinenz alle ihre Moves aus den Vorgängern verlernt. Dickes Ding: In Schraube Locker haben Bär und Vogel aufgrund jahrelanger Spieleabstinenz alle ihre Moves aus den Vorgängern verlernt. Quelle: PC Games Da gibt's nicht viel drum herumzureden: Banjo-Kazooie und Banjo-Tooie sind nicht nur die mit Abstand besten Spiele in der Sammlung, sondern auch ganz vorne dabei in der Liste der besten Spiele aller Zeiten. Die beiden Abenteuer der inzwischen legendären Protagonisten orientieren sich am in Super Mario 64 etablierten Gameplay und verbessern es in absolut jeder Hinsicht. Heißt im Klartext: Wir rennen jeweils durch gewaltige Oberwelten, die für sich bereits vollgestopft sind mit Geheimnissen und versteckten Gegenständen, und gelangen von dort aus in teils riesige Level, in denen der Sammel- und Rätselwahn dann vollständig abgeht: Zusätzlich zu den pro Spiel 120 versteckten Puzzleteilen warten Musiknoten, kleine Kreaturen namens Jinjos sowie zahlreiche andere Gegenstände darauf, von Bär und Vogel entdeckt zu werden. Um dieser Aufgabe Herr zu werden, wird das Bewegungsrepertoire der beiden Figuren nach und nach gewaltig erweitert. Besonders toll: Alles Moves aus dem ersten Spiel sind im zweiten Teil bereits von Anfang an ausführbar und werden durch zusätzliche Manöver ergänzt.

    Überhaupt ist Banjo-Tooie noch einen ganzen Zacken komplexer als Banjo-Kazooie. Die Frage, welches der beiden Abenteuer besser ist, ist jedoch müßig, denn beide sind für sich genommen grandios. Und dann gibt's da ja noch Banjo-Kazooie: Schraube Locker. Das Xbox-360-Spiel legt seinen Fokus anstatt auf Hüpf-Eskapaden zu einem Großteil auf per selbst zusammelgebastelten Gefährten erledigte Missionen. Das macht an und für sich zwar Spaß, ist aber meilenweit von dem entfernt, was Fans der beiden Vorgänger sich vom dritten Abenteuer des Kultduos erhofft hatten. So wird's zwangsläufig zur Enttäuschung. Flugstunde: Nach und nach erlernbare Moves sorgen dafür, dass
Banjo-Kazooie bis zum Abspann durch frische Ideen überrascht. Flugstunde: Nach und nach erlernbare Moves sorgen dafür, dass Banjo-Kazooie bis zum Abspann durch frische Ideen überrascht. Quelle: PC Games

    Conker's Bad Fur Day

          

    Scheißhumor: Conker's Bad Fur Day strotzt nur so vor ekligen
Elementen wie einem aus Kot erbauten Levelabschnitt - samt Boss. Scheißhumor: Conker's Bad Fur Day strotzt nur so vor ekligen Elementen wie einem aus Kot erbauten Levelabschnitt - samt Boss. Quelle: PC Games Die Vorgeschichte von Conker's Bad Fur Day ist turbulent: Ursprünglich als putziges Jump & Run im Stil von Banjo- Kazooie geplant, waren die Entwickler in Sorge, dass man sie irgendwann nur noch für ihre kindergerechten Abenteuer in Erinnerung behalten würde. Die Lösung: Rare warf den ursprünglichen Titel Twelve Tales: Conker 64 über Bord, gestaltete das Gameplay mehr in Richtung Action um und setzte anstatt auf zuckersüße Tiere auf fluchende, saufende und sich auch sonst in jeder Hinsicht unflätig benehmende Flauschbälle. Das Risiko zahlte sich aus, denn nicht umsonst gilt das Abenteuer bis zum heutigen Tage zu Recht als eines der besten Rare-Spiele überhaupt. Momente wie der Kampf gegen Great Mighty Poo, die Schießereien gegen die Tediz oder der Ausflug in ein von Zombies geflutetes Gruselschloss haben sich unauslöschlich in unser Gedächtnis gegraben. Hinzu kommen Anspielungen auf jede Menge beim Release 2000 bekannte Filme wie The Matrix oder Alien. Doch die schrägste Atmosphäre bringt nichts, wenn das Gameplay nicht passt. Glücklicherweise überzeugt Conker's Bad Fur Day auch in dieser Hinsicht und gefällt durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Rennabschnitten, Schießereien, klassischen Hüpfereien und mehr. Keine Frage: Das derbe Abenteuer des Eichhörnchens ist eines der absoluten Highlights von Rare Replay. Bloß schade, dass das Xbox-Remake Locked & Reloaded nicht alternativ anwählbar ist.

    01:39
    Rare Replay: Kult-Sammlung von Rare im E3-Trailer

    R.C. Pro-AM & R.C. Pro-AM 2

          

    R.C. Pro-AM & R.C. Pro-AM 2. R.C. Pro-AM & R.C. Pro-AM 2. Quelle: PC Games Lange bevor Micro Machines für hitzige Mehrspielerrennen in Wohnzimmern überall auf der Welt sorgte, erledigte R.C. Pro AM 1987 diese Aufgabe bereits recht überzeugend. Aus der Draufsicht fahren wir kurze Rundkurse entlang und versuchen, die Pole Position zu erhalten. Die Fortsetzung folgt demselben Muster, bietet aber ein wenig mehr Umfang und eine etwas bessere Steuerung. Gut ist sie heute aber trotzdem nicht mehr, und das Gameplay ist dermaßen simpel, dass man sehr schnell das Interesse verliert. Für ein paar schnelle Runden taugt's aber allemal.

    Battletoads & Battletoads Arcade

          

    Je nachdem, wen man fragt, sind Battletoads und Battletoads Arcade wahlweise entweder die besten oder die schlechtesten Actiontitel aller Zeiten. Die Wahrheit liegt dazwischen, denn zwar sind die Prügler nicht so brillant, wie von vielen behauptet, sie machen aber auch 2015 noch viel Spaß. Das liegt nicht zuletzt daran, dass dem unmenschlich schweren Schwierigkeitsgrad der Spiele durch die neu hinzugekommene Zurückspulfunktion der Schrecken genommen wird. Somit können erstmals auch Spieler ohne Superman-Reflexe den Abspann sehen!

    Jet Force Gemini

          

    Jet Force Gemini. Jet Force Gemini. Quelle: PC Games Neben Banjo-Kazooie wünschen sich Rare- Fans von kaum einer Reihe des Studios mehr eine Fortsetzung als von Jet Force Gemini. Das unverständlicherweise gefloppte N64-Actionspektakel steckte uns in die Schuhe zweiter Protagonisten, die auf fernen Planeten gegen allerlei Monstrositäten wie riesige Ameisen antreten. Riesige Bosse, zahlreiche versteckte Gegenstände und allerlei kreative Ideen sorgen für viele Stunden Unterhaltung. Lediglich die etwas angestaubte Steuerung nervt – gut, dass man alternativ eine verbesserte Variante wählen darf.

    Kameo: Elements of Power

          

    Ursprünglich bereits für Nintendos Gamecube angekündigt, erschien Kameo: Elements of Power nach zahlreichen Verschiebungen und Gameplay- Veränderungen erst 2006 für die Xbox 360. Das Warten hatte sich aber gelohnt, denn das actionlastige Abenteuer machte viel Spaß und lieferte zum Launch der Konsole jede Menge Spielspaß. Die Fähigkeit von Protagonistin Kameo, sich in verschiedene Monster zu verwandeln, sorgt für kreative Abschnitte und die hübsche Grafik kann sich auch fast zehn Jahre nach den Release noch sehen lassen.

    Jetpac, Lunar Jetman, Solar Jetman & Jetpac Refuelled Rare Replay: im Test - 30 Jahre Rare, 30 Spiele in einer Sammlung Jetpac kommt insofern eine besondere Bedeutung in der Rare-Sammlung zu, als es sich um das allererste Spiel des Studios aus dem Jahr 1983 handelt. Wenig verwunderlich, waren die Jahre nicht gnädig zu ihm, dennoch macht die supersimple Ballerei auch heute noch für kurze Zeit Spaß – zumindest mehr als die deutlich weniger gelungenen Nachfolger, die das Gameplay ein wenig verändern. Der beste Teil ist aber ohne Frage das Xbox-Live-Arcade- Remake des ersten Spiels aus dem Jahr 2007, das durch die bunte Grafik und die schnelle Action überzeugt.

    Sabre Wulf, Underwurlde & Knight Lore

          

    Die Sabre Wulf-Trilogie gehörte in den Anfangsjahren Rares zu den beliebtesten Spielen des britischen Studios. Interessant ist, dass die drei Spiele sich bezüglich des Gameplays stark unterscheiden: Teil eins ist ein recht simples Hack & Slay aus der Draufsicht, Teil zwei verlagert das Geschehen aus dem Dschungel in den Untergrund und spielt sich eher wie ein Jump & Run und Teil drei schickt uns in isometrischer Ansicht durch die Gegend – und ist aufgrund der vermurksten Steuerung der schwächste Teil der Reihe.

    Viva Piñata & Viva Piñata: Chaos im Paradies

          

    Sabre Wulf, Underwurlde & Knight Lore Sabre Wulf, Underwurlde & Knight Lore Quelle: PC Games In der Xbox-Ära machte Rare kaum auf sich aufmerksam. Erst auf der Xbox 360 trat das Studio wieder ein wenig mehr ins Rampenlicht, und mit Viva Piñata und dem Nachfolger lieferte das Studio zwei seiner besten Titel dieser Generation ab. Unsere Aufgabe ist es, bunte Gärten aufzubauen und in Schuss zu halten, sodass nach und nach immer mehr lebendige Piñatas darin ein zu Hause finden. Chaos im Paradies bietet noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten als der Erstling, jede Menge Spaß machen aber beide Aufbau-Simulationen.

    Digger T. Rock

          

    Trotz meist ähnlicher Grafikstile kann man Rare in seinen frühen Jahren nicht vorwerfen, sich nicht regelmäßig an ungewöhnlichen Spielideen zu versuchen. So begeben wir uns in Digger T. Rock als grabebegeisteter Protagonist in den Untergrund und setzten uns auf der Suche nach Schätzen mit zahlreichen uns feindlich gesinnten Viechern auseinander. Die Wegfindung haut nicht immer optimal hin und wie damals üblich sind Erklärungen Mangelware. Dennoch gehört das Abenteuer zu den besser gealterten Rare-Frühwerken.

    Slalom

          

    Slalom. Slalom. Quelle: PC Games Slalom kam 1987 eine große Bürde zu, handelte es sich doch um das erste außerhalb Japans entwickelte NES-Spiel. Gut möglich, dass die Entwickler deswegen besonders viel Mühe in die simple Sportsimulation gesteckt haben, denn auch heute macht die Schneeraserei noch genug Spaß, um für ein paar Runden zu unterhalten. Anderen Fahrern ausweichen, Tore passieren, über Hügel springen und auf Knopfdruck schneller zu rasen und lasziv den Hintern in die Kamera zu strecken – als kleiner Geschicklichkeitstest definitiv einen Blick wert.

    Killer Instinct Gold

          

    Killer Instinct Gold. Killer Instinct Gold. Quelle: PC Games Anders als die (hierzulande teilweise indizierten) Vorgänger erschien Killer Instinct Gold nicht zuerst für Arcade und dann für das N64, sondern war von Anfang an der Heimkonsole vorbehalten. 1997 war's ein vergleichsweise komplexer Prügler mit interessanten Figuren und recht beeindruckenden Animationen. Von diesen Vorzügen ist heute nur noch wenig übrig, gerade angesichts hochwertiger Konkurrenz wie Street Fighter 4 oder Mortal Kombat X. Somit taugt's weniger als gute Abendunterhaltung, eher als Reminiszenz an simplere Zeiten.

    Atic Atac

          

    1983 und damit ganz früh in der Rare-Ära – damals noch unter dem Titel Ultimate Play the Game – veröffentlichte das Studio Atic Atac, eine Art geistiger Vorgänger zu Grabbed by the Ghoulies. Es spricht für das Abenteuer und ganz und gar nicht für den Xbox-Exklusivtitel, dass Atic Atac auch heute noch deutlich mehr Spaß macht als das Ghul-Gekloppe. Wir ziehen aus der Draufsicht durch ein verhextes Anwesen, verkloppen Gegner und sammeln allerlei Gegenstände ein. Ganz bestimmt kein Meisterwerk mehr, aber ein netter Retro-Flash.

    Blast Corps

          

    "Wow, es ist 3D! Und man kann fast alles kaputtmachen! Und Zeug explodiert! Super!" Ungefähr so muss die Reaktion der Spieler 1997 auf Blast Corps wohl gewesen sein. Anders ist der sehr gute Ruf des Titels wohl kaum zu erklären, denn an seiner spielerischen Qualität liegt's definitiv nicht. Der Gameplay-Anspruch tendiert gegen null – wir hauen einfach mit verschiedenen Gefährten und Fluggeräten Gebäude kaputt. Das macht durchaus Spaß, ist aber weit davon entfernt, ein auch nur im Ansatz hochwertiges Spielerlebnis zu liefern.

    Snake Rattle 'n' Roll

          

    Auf die Gefahr hin, einigen Retro-Fans an dieser Stelle auf die Füße zu treten: Nein, trotz guter Erinnerungen ist Snake Rattle 'n' Roll heutzutage kein allzu gutes Spiel mehr. Wie so oft liegt das primär an der schräg gehaltenen isometrischen Perspektive, die schon früh im Videospiele-Zeitalter so eine Art 3D-Ansicht ermöglichte, jedoch auf Kosten des Steuerungskomforts. Es ist einfach so gut wie unmöglich, den kaltblütigen Protagonisten ohne Fingerverrenkungen präzise durch die Levels zu bugsieren und Gegenstände einzusammeln. Da die Spielidee aber trotzdem nach wie vor ganz gut funktioniert, macht's immerhin eine Weile Spaß.

    Gunfright

          

    Als Sheriff zieht man in Gunfright durch eine isometrisch dargestellte Western-Welt, stöbert Gauner auf und bereitet ihnen in Duellen auf Leben und Tod ein bleihaltiges Ende. Klingt gut und war im Erscheinungsjahr 1985 bestimmt innovativ, macht heute aber noch in etwa so viel Spaß wie Sonnenbaden im Tropensturm. Die über die Map verteilten Gegner zu finden, ist nervig und stupide, und dadurch, dass die Gebiete allesamt fast vollkommen gleich aussehen, verirrt man sich regelmäßig. Dass die Steuerung verhunzt wurde, ist da noch das kleinste Problem des Wild-West-Ausflugs.

    Cobra Triangle

          

    Als es ursprünglich erschien, mag Cobra Triangle ein gutes Spiel gewesen sein, und die Prämisse – mit einem Speedboot allerlei Missionen auf dem Wasser erledigen – klingt ja eigentlich auch heute noch ganz nett. In der Praxis geht das Konzept heutzutage aber einfach nicht mehr auf. Das liegt nicht nur daran, dass man aufgrund fehlender Erklärungen die meiste Zeit nicht weiß, was zu tun ist, sondern auch daran, dass die völlig misslungene Steuerung im Jahr 2015 einfach nicht mehr akzeptabel ist. Für mehr als ein paar Minuten mäßig spaßigen Zeitvertreib taugt's definitiv nicht.

    Grabbed by the Ghoulies

          

    Das wohl schlechteste Spiel in der Geschichte Rares (von den Ausflügen ins Kinect-Gefilde vielleicht einmal abgesehen) stellt logischerweise auch den absoluten Tiefpunkt der Sammlung dar: In Grabbed by the Ghoulies rennen wir als Nervbalg Cooper durch die grafisch unbeeindruckenden Räume einer Spukvilla und schlagen uns mit massig Gegnern sowie einer völlig misslungenen Steuerung herum, bei der wir mittels rechtem Analogstick auf Gegner eindreschen. Rätsel, Abwechslungsreichtum oder Anspruch sind Mangelware. Es gibt einen Grund, warum dieses Machwerk bisher keine Neuauflage erhalten hatte.

    [STATEMENT ID=110851 TYPE=2]

    Banjo-Kazooie: Schraube Locker (X360)

    Spielspaß
    74 %
    Pro & Contra
    Einige der besten Spiele aller Zeiten
    Gut eingebundene neue Features
    Schöne Präsentation
    Einige unnötige technische Mängel
    Neuere und Arcade-Titel bloß emuliert
    Viel Füllmaterial

    06:43
    Video-Monatsvorschau August-Releases für Konsolen - mit Rare Replay, Everbody's Gone to the Rapture, Fallout Shelter, Until Dawn
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Rare Replay im Test 30 Jahre Rare, 30 Spiele in einer Sammlung
30 Jahre Rare, 30 Spiele in einer Sammlung: Schließt die Mega-Collection an die glorreichen Zeiten des Entwicklerstudios an oder fungiert sie eher als Sargnagel?
http://www.pcgames.de/Rare-Firma-15684/Tests/30-Jahre-Rare-30-Spiele-in-einer-Sammlung-1174613/
15.10.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/10/Rare1-pc-games_b2teaser_169.jpg
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