Race Driver: GRID - Wir waren vor Ort bei Codemasters
Auch auf Rennkursen wie dem Nürburgring sind Sie unterwegs.
Codemasters' neues Rennspiel hat uns im vergangenen Monat auf Anhieb überzeugt. Bestätigt ein Blick auf die PC-Version diesen Eindruck?
Warwickshire, eine Grafschaft mitten in England, ist vor allem wegen des Geburtsortes von William Shakespeare (Stratford-upon-Avon) bekannt... Was? Sie haben ein Déjà-vu? Nein, keine Angst! Wir haben hier nicht versehentlich die Race Driver: Grid-Vorschau der vergangenen Ausgabe online gestellt. Stattdessen waren wir Anfang März noch einmal in Mittelengland, um exklusiv die PC-Version von Codemasters' neuem Rennspiel anzutesten. Von Déjà-vus geplagt ist allenfalls Ihre Spielfigur in Race Driver: Grid. Nervig? Nein! Denn mithilfe der Flashback-Funktion spulen Sie die Zeit um bis zu zehn Sekunden zurück und machen so fatale Unfälle ungeschehen. Maximal drei Zeitreisen pro Rennen helfen ungeübten Spielern weiter.
Jeder Unfall in Race Driver: GRID hat unmittelbare Auswirkungen. Schäden werden im Interface dargestellt.
Wer sich eher als Profi sieht, schaltet diese und andere Fahrhilfen aus und sackt damit bis zu 20 Reputationspunkte zusätzlich ein. Das Problem dabei: Die Crashes sehen so spektakulär aus, dass wir ein ums andere Mal vergaßen, die Spezialfunktion zu nutzen. Wunderschöne Lichteffekte, glänzende Karossen, unglaublich detailreiche Strecken - die Ego-Engine lässt keinen Zweifel daran, wer 2008 der Platzhirsch unterden Drehzahl-Darstellern wird. Spätestens wenn Sie mit Ihrem Flitzer die abschüssigen Straßen von San Francisco herabdüsen und sich durch die ständigen Bodenkontakte Ihre Stoßstange in Einzelteile auflöst, bleibt Ihnen der Mund minutenlang offen stehen. Doch nicht nur die westamerikanische Metropolen-Strecke stellt hohe Ansprüche an Metallross und Reiter.
Als erstes Magazin konnten wir auch die bisher unbekannten Rennkurse ausloten. "Selbst ich habe bis jetzt nicht so viel vom Spiel gesehen", gesteht uns Sam Cordier, Pressesprecher bei Codemasters, und schaut uns neugierig über die Schulter, als wir eine Partie auf dem Rundkurs von Istanbul starten. Karge, mediterrane Vegetation beherrscht hier den Streckenrand. Auch wenn es sich um eine frühe Version handelt, erkennt man rasch, dass die Atmosphäre hier eine ganz andere ist als in den engen Stadtschluchten von Mailand oder den Bergab-Nachtduellen auf japanischen Strecken.
Sie merken schon: Die Vielfalt der Rennmodi erschlägt den Spieler förmlich. In der Kampagne starten Sie mit einem abgewrackten, aber schnittigen Mustang, den Sie in den ersten Muscle-Car-Rennen einsetzen. Das gewonnene Preisgeld hauen Sie dann für einen neuen Wagen auf den Kopf. Die Auswahl beschränkt sich dabei auf die Liga, in der Sie das nächste Rennen fahren wollen.


wie ich hörte, sind sich die Auserwählten, die RD-GRID testen dürften, einig: das Spiel bietet kaum Anspruch für Simulationsfahrer, selbst Amateure empfinden die Fahrphysik als wenig anspruchsvoll. Der Schwierigkeitsgrad bietet trotz komplett abgeschalteter Fahr-Hilfen keine Herausforderung. Codemasters versprach allerdings den Schwierigkeitsgrad nachzubessern. Das Spiel soll den Arcade-Spieler ansprechen, deshalb haben die Entwickler den Schwerpunkt auf ein effektvolles Geschehen gelegt, das ja anscheinend auch sehr spektakulär sein soll. Eine ansprechende Fahrphysik wurde leider vernachlässigt. Wären denn die Entwicklungskosten wirklich so ruinös, wenn es optional eine PROSIM-Einstellung gäbe? Das Einbeziehen der Sim-Fraktion, würde sich sicher positiv auf die Verkaufszahlen auswirken.
Die Berichterstattung der PC-Games konzentriert sich sehr auf den Einzelspieler(Karriere)-Modus. Eine sicher nicht unerhebliche Menge potentieller Käufer interessiert sich für die Funktionalität und Optionen in der Netzwerk/Online-Lobby und lassen sogar den Einzelspieler-Modus ganz außer Acht. Hier würde ich mir einen umfassenden Bericht "RD-GRID-ONLINE" wünschen. Ganz nebenbei, erst menschliche Gegner machen das Rennen zu einem echten Rennerlebnis. Gut, nun werden wir es mit dem Erscheinen der Demo bzw. der Vollversion ohnehin bald genauer wissen. Die Berichterstattung zu Race-Driver Grid vermittelt mir das Gefühl, als würde die PC-Games ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Codemasters pflegen.
Molle (Ex-Abonnent)
ich fürchte auch, das es letzendlich darauf hinausläuft. grafisch ein leckerbissen, aber von der fahrphysik absolut arcade, auch wenn man alle fahrhilfen ausschaltet. früher war ich absoluter codemasters-freak, aber als ich dann zum ersten mal eine simulation gefahren bin, hab ich erst den unterschied gemerkt. aber die masse fährt nun mal arcade-games (also rennspiele und keine rennsimulationen). sry aber den shifter kannst du dir wahrscheinlich schenken, am besten du fährst mit tasta oder joypad, das paßt wohl besser zur fahrphysik.
wenn die grafik ingame so aussieht wie in den trailern, dann ist sie wirklich erste sahne. aber mit grafik allein kann man die kiddis vielleicht begeistern...
ich würde mir von codemasters wirklich 2 sachen wünschen.
1. eine realitätsnahe fahrphysik
2. einen onlinecode bei dem man auch mit 30 mann + mehr vernünftig rennen fahren kann
ich werd die demo auf alle fälle testen, falls das fahrgefühl und die reaktionen des wagens realitätsnah sind dann habt ihr nen neuen kunden und ich denke auch ne ganze menge onlineracer dazu. aber ich fürchte meine 2 wünsche wurden wieder nicht umgestzt. also werde ich weiter gtr2, rfactor und race07 fahren. denn fahrphysik geht bei mir ganz klar vor grafik!
wenn ich es mir zusammenbasteln könnte dann die grafik von race driver grid, die fahrphysik von gtr2 und den netcode von rfactor
Grafik und Effekte sind sicher toll und genial, aber für Leute die GTR/2 zoggen ist Race Driver Grid, einfach nur was für nen hohlen Zahn. Weil es Fahrtechnisch sicherlich wieder nur Arcade ist. da spiele ich echt lieber GTR 2 weiter, auch wenn es nicht mehr die dollste Grafik besitzt, dafür fährt es sich realitischer und ja ich habe ein Führerschein.
Bitte Codemaster ein Simulation Option wäre toll und satter Motorensound (sprich die 10 Jahre alte Datei in den Mulleimer hineinwerfen, das ist leider nicht zeitgemäss, also sehr kontrastreich zur Grafik, die wirklich sehenswert ist.)
Danke für die Sneak Preview, leider haben sich meine Befürchtungen bestätigt aber immerhin muss ich dafür keine 50 Euro ausgeben.
Das Fahrgefühl und der Sound haben bei mir in einem Rennspiel (Simulation) absolute Priorität.
Das Fahrmodell wurde wohl auf Arcade Gamer abgestimmt, eine Entscheidung die ich nachvollziehen kann denn schließlich will man das Spiel für eine breite Masse interessant machen und ich nehme mal an das 60% der Zielgruppe noch nie ein Auto geschweige denn einen Rennwagen gefahren sind.
Die wird es nicht stören das sich die Boliden offenbar völlig unrealistisch fahren.
Den Motorensound allerdings finde ich einfach nur eine Frechheit wobei die Designer wohl auch in diesem Fall davon ausgehen das die Zielgruppe Mammi´s Passat der mit 50Km/h zum Einkaufen gejuckelt wird für das imposanteste Motorgeräusch das sie kennen ansehen.
Das man wirklich gute Motorensounds in Rennspielen unterbringen kann hat Papyrus (GPL, Nascar 2003) schon vor 10 Jahren bewiesen.
Insgesamt schade, ich hatte mich schon ein wenig gefreut so ist das aber nichts für mich...
Gruss
Andy