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  • Project: Snowblind

    Obwohl Sie in Project: Snowblind regelmäßig zusammen mit Ihrem Team kämpfen, können Sie keine Befehle erteilen - alles ist geskriptet. Obwohl Sie in Project: Snowblind regelmäßig zusammen mit Ihrem Team kämpfen, können Sie keine Befehle erteilen - alles ist geskriptet. Wenn Sie über 25 Jahre alt sind und als Kind fernsehen durften, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie den Sechs-Millionen-Dollar-Mann kennen. Das ist der Typ aus der gleichnamigen TV-Serie, der LKWs mit der Fingerspitze anhebt und dessen Augen Feldstecherqualitäten besitzen.

    Nathan Frost, der Held aus Project: Snowblind, ist von ähnlichem Kaliber, nur dass er Sechs-Milliarden-Dollar-Mann heißen müsste. Er kann nämlich noch viel, viel mehr. Wenn das Spiel startet, unterscheidet sich Frost noch nicht vom Standardsoldaten: Er steht gerade vor dem Vorgesetzten stramm, als sich ein Helikopter von oben heranschraubt und Raketen abfeuert. Die Begrüßungszeremonie endet nach diesem Überraschungsangriff jäh; es ist Krieg.

    Während Feinde über die Trümmer gesprengter Wände kommen, rennen Sie als Frost hinters erstbeste Maschinengewehr und halten drauf. Ihre Kameraden machen mit. Die Kugeln fliegen pausenlos, bis rumpelnd eine Granate einschlägt. Der Bildschirm verdunkelt sich.

    Als Sie wieder aufwachen, blicken Sie in die stolzen Gesichter von Ärzten: "Herzlichen Glückwunsch, Frost, wir haben Ihnen alle Gliedmaßen amputiert und durch hochmoderne Komponenten ersetzt!" Durch eine Flughafenkontrolle werden Sie jetzt zwar nie wieder kommen, dafür winkt eine Karriere als Supersoldat: In 18 Levels befreien Sie das Asien des Jahres 2065 von einem größenwahnsinnigen Tyrannen, dessen Vorhaben vor allem Computerspieler frösteln lässt: Eine EMP-Bombe soll gezündet werden, elektronische Geräte wären für immer kaputt.

    Offenes Spiel-Design

    An vielen Stellen in den Levels sind Geschütztürme verteilt, die im Kampf gegen eine Überzahl helfen.
An vielen Stellen in den Levels sind Geschütztürme verteilt, die im Kampf gegen eine Überzahl helfen. Einige der Fähigkeiten beherrschen Sie schon früh, etwa den "Durchblick": Damit lassen sich Gegner durch Wände hindurch erkennen. Die anderen Eigenschaften - Unsichtbarkeit, Energieschild und erhöhte Reflexe (Bullet Time) - funktionieren erst in späteren Missionen. Weil die Fertigkeiten häppchenweise zugänglich werden, entsteht das wertvolle Gefühl, immer etwas Neues zu erleben.

    Freundlicherweise zwingt Project: Snowblind nicht zum Einsatz von Hightech-Brimborium: Ob er unsichtbar an den Wachen vorbeihuscht oder lieber den Abzug des Gewehrs durchdrückt, entscheidet immer der Spieler. Keine Mission ist verloren, bloß weil eine Alarmsirene aufheult. Gut so, denn manchmal möchte man einfach nur schießen, anstatt Tasten für Spezialfähigkeiten zu suchen.

    Die Aufträge sind vielfältig, beispielsweise: Generäle aus einem Gefängnis befreien, Geschütztürme in einer Militärbasis deaktivieren, Straßenschlachten zwischen Hochhäusern gewinnen. Wo Sie hinmüssen, zeigt ein jederzeit zuschaltbares Radar an.

    Immer lohnt es sich, abseits vom Hauptpfad zu wandeln. Regelmäßig führen Lüftungsschächte an kniffligen Stellen vorbei. Oder: Finden Sie doch einen Weg übers Dach. Das spart Munition. Komplex kann man das Level-Design trotz verzweigter Wege nicht nennen: Selbst ein Blinder findet sich in den kompakten Räumen zurecht.

    Waffen als Spielzeug

    Sie können dem Gegner herumstehende Vehikel, etwa Mech-Roboter, klauen und sie dann selber steuern. Sie können dem Gegner herumstehende Vehikel, etwa Mech-Roboter, klauen und sie dann selber steuern. Auch beim Waffenarsenal gilt das Motto: Manchmal ist mehr wirklich mehr und nicht weniger. Jede der 13 Waffen verfügt über einen alternativen Feuer-Modus. Die Schrotflinte verschießt zum Beispiel blaue Sprengladungen, die am Gegner kleben bleiben und nach einigen Sekunden explodieren. Das Scharfschützengewehr infiziert den Feind mit einem Virus, der ihn wild um sich ballern lässt. Und die Energieladungen des Flechette-Gewehrs schwirren durch die Luft und suchen sich ihre Opfer.

    So abwechslungsreich die Kanonen auch sind, im Kampf gegen die dumm anstürmenden Gegnermassen ist es völlig wurst, wie Sie vorgehen. Project: Snowblind ist kein schwieriges Spiel. Noch nicht mal die eingeschränkte Speicherfunktion (gespeichert wird nur in dafür vorgesehenen Räumen) führt zu Frust - das will was heißen!

    Schwache Grafik

    Project: Snowblind Nie schafft es Project Snowblind, seine Konsolen-Herkunft zu verleugnen. Dass das Spiel auf der PlayStation 2 entstanden ist, brüllt vor allem die Grafik heraus: Texturen sind blass und verschwommen, Objekte voller Kanten. Unschärfe- und Lichteffekte versuchen vergeblich, die hässlichen Oberflächen zu überspielen.

    Auch die Physik-Engine ist technisch meilenweit hinter Spielen wie Half-Life 2 zurück: Zwar fallen Kisten halbwegs nachvollziehbar, doch bei den Gegnern werden die immer gleichen Animationen abgespielt.
    Blöd, dass die Grafik bei einem Ego-Shooter maßgeblich den Spielspaß beeinflusst. Übrig bleibt aber immer noch genug, um eine Empfehlung auszusprechen.

    Project: Snowblind (PC)

    Spielspaß
    79 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Umfangreiches, witziges Waffenarsenal
    Abwechslung: schleichen, schießen, fahren
    Mehrspieler-Modus bietet viel Abwechslung
    Schlecht aufgelöste Texturen, klobige Figuren
    Fehlende Herausforderung, kurze Spieldauer
  • Project: Snowblind
    Project: Snowblind
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    24.03.2005

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Project: Snowblind
Project: Snowblind
http://www.pcgames.de/Project-Snowblind-Spiel-28637/Tests/Project-Snowblind-369580/
09.05.2005
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2005/05/PCG0705ProjectSnowAufmachershot.jpg
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