Prince of Persia: Warrior Within
Es war einmal ein Prinz, der hätte in Sands of Time als perfekter Schwiegersohn durchgehen können. Er trug luftige Klamotten, gepflegtes Haar und eine löbliche Absicht in sich: die Welt zu retten. Weil er nicht gestorben ist, lebt er heute immer noch. Doch selbst seine Eltern würden ihn nicht wiedererkennen: Als psychisch und physisch gereifter Kampfsportler verwickelt er sich in verrückte Zeitreisegeschichten, die Gehirnwindungen verknoten. Das Problem lautet wie folgt: Eigentlich wäre der Prinz schon in hundert Schluchten in den Tod gestürzt, hätte er nicht stets die Zeit zurückgedreht. Auf der To-do-Liste des Sensenmanns - ein mies gelaunter, zwanzig Fuß großer und ebenso breiter Dämon - steht sein Name aber noch immer ganz oben. Deswegen wird der Prinz drangsaliert. Um den Fluch loszuwerden, plant er: Ich geh zurück in die Vergangenheit, mache meine sämtlichen Zeitreisen ungeschehen und bin ein freier Mann. Ein tollkühnes Vorhaben, dessen Erfolg maßgeblich davon abhängt, ob Ihre Nerven aus Stahl sind. Denn Warrior Within ist nicht nur düsterer und besser als sein Vorgänger, sondern streckenweise so schwer, dass man sich fragt, ob tausendundeine Nacht überhaupt zum Durchspielen reichen.
Fisherman's-Friend-Tutorial
Wenn Sie glauben, dass Sie das Tutorial freundlich an die Hand nimmt und behutsam mit der Spielmechanik vertraut macht, dann vergessen Sie das ganz schnell. Die ersten Minuten sind wie ein Sprung ins kalte Wasser: Zombiepiraten entern das Schiff des Prinzen, es folgt ein Kampf gegen eine Übermacht, der die Schweißproduktion auf Hochtouren laufen lässt. Am unteren Bildschirmrand lesen Sie Anweisungen zu Tastenkombinationen, während über Ihnen Masten einstürzen und Säbel die Luft durchschneiden.
Kaum ist eine Hürde genommen, folgt das nächste geskriptete Ereignis: Der Boden bricht ein, Sie fallen hinunter, das Wasser spritzt in Fontänen durch Löcher, der nächste Gegner kommt keifend um die Ecke. Leertaste zum Sprung, linke Maustaste zum Angriff, rechte zum Abwehren. Manchmal den einen Knopf zuerst, manchmal den anderen. Sie werden keuchen. Zuletzt wartet eine Dame am Bug auf Sie. Wenn Sie glauben, dass es sich um eine Prinzessin handelt, die Ihnen für die Rettung einen Heiratsantrag machen will, dann vergessen Sie das ganz schnell. Sie zückt stattdessen die Klinge, spuckt eine Beleidigung heraus und geht in den Angriff über ...
Auf der Insel der Zeit, dem Zielort, lassen Sie den Prinz vor den Überresten seines Schiffes verschnaufen. Sie sind allein. Der Wind weht pfeifend um die Felsen, das Meer gibt ein Rauschkonzert. Ein Weg führt vom Strand weg. Sie erklimmen ein Plateau, das einsam im blauen Dämmerlicht liegt. Dort schiebt sich langsam eine majestätische Festung ins Bild, wie sie nur in Märchen existieren kann. Darin werden Sie die nächsten 15 bis 20 Stunden verbringen, um die Entstehung des Sandes der Zeit zu verhindern.
Ihre Freundin, die Steuerung
Es gehört viel Fingerfertigkeit dazu, Konsolenumsetzungen mit Schwerpunkt auf Geschicklichkeit über Maus und Tastatur zu steuern. Die Ausbildung zum Jongleur dürfte einfacher sein. Auch Warrior Within empfiehlt nach der Installation ein analoges Gamepad, was sich aber als überflüssige Panikmache herausstellt: Mit der WASD-Tastenreihe laufen, mit der Maus die Perspektive drehen und kämpfen - das funktioniert wie schon im Vorgänger einwandfrei. Erleichternd kommt die erfreulich geringe Anzahl an notwendigen Tasten hinzu. Vielmehr entscheidet die richtige Kombination derselben über Leben und Tod. Und davon gibt es eine Menge. Dreimal hintereinander den linken Mausknopf zu drücken, schaffen selbst jene, die besagtes Eingabegerät für ein Nagetier halten. Zweimal den Mausknopf, einmal "E", dann die Leertaste - das sind Übungen für Fortgeschrittene. Grundsätzlich gilt: Je länger die Tastenfolge, desto eindrucksvoller die Verrenkungen. Man möchte meinen, der Prinz wäre aus Gummi: Er biegt den Oberkörper nach hinten und hält dabei die Schwerter ausgestreckt; er macht einen Handstand und dreht sich kopfüber wie ein Mensch gewordener Wirbelwind; er schubst und kickt und boxt und springt - bis die Klinge zersplittert. Dann schrumpft das Schlagrepertoire auf wenig überzeugende Kniffe zusammen. In herumstehenden Waffenschränken und bei niedergestreckten Gegnern finden Sie schnell Ersatz.


Deine Kritik an meinem Beitrag ist zum Teil sogar berechtigt.
Ich bin, als ich das schrieb davon ausgegangen, das die Redaktion nur 77% vergeben hat. Frage mich bitte nicht wie ich darauf kam.
Leider habe ich die "nur im Heft" enthaltenen Kommentare nicht lesen koennen.(Ausland)
Warum unterscheiden die sich den eigentlich von den online Komentaren?
Ansonsten bin ich aber immernoch der Meinung, dass das Game haette besser bewertet werden koennen.
Es ging mir vor allem darum, anzuregen, mal etwas genauer hinzuschauen, bevor man einen Bericht dazu schreibt.
Objektivitaet ist sehr schwehr zu erreichen, sollte aber von Redakteuren, als Ziel im Auge behalten werden..
Ich finde das POPWW ein paar bemerkenswert gute Details enthaelt, die man vergeblich in dem Artikel suchen kann.
Diese Game ist keinesfalls Standard.
Im Grunde koennte es mir egal sein, was die Redaktion dazu schreibt.
Ich kann immernoch anderer Meinung sein.
Aber dies ist eine Community, die Meinungen austauscht, und somit habe ich meine kund getan.
Also warum die Meinungen der Redakteure nicht online gestellt werden kann ich dir auch nicht sagen. Ich fände das auch nicht schlecht, weil dieser Teil meist deutlich aussagekräftiger als z.B. die Wertung ist.
Und ich habe übrigens auch kein Problem mit Kritik an Tests (ausführlicher könnten sie fast immer sein, da hast du recht), nur in diesem Fall waren deine Angriffe eben ein wenig schwer nachzuvollziehen, da das Spiel ja sehr gut bewertet wurde. Und ob dann am Ende eine 88% oder z.B. 91%-Wertung herauskommt macht ja auch kaum noch einen Unterschied. 77% wären wohl wirklich etwas zu wenig gewesen, aber das hat sich ja geklärt.
ich gebe dir vollkommen recht. Es ist schon ein herausvorderndes Spiel.
Ich sehe du hast das Spiel schon fertiggespielt. Gibst du auch Hilfen?
Ich komme einfach nicht weiter.
Danke.
Hier wird dir sicherlich jeder, der das Game gespielt hat versuchen zu helfen, wenn du beschreiben würdest, wo du nicht weiterkommst.
Da dies hier jedoch ein Thread zum Test des Spiels ist, werden wohl mehr Hilfen kommen, wenn du dazu einen Thread im Actionforum eröffnest.
Die Testberichte erreichen langsam das Niveau von Schulaufsaetzen.
Ich erwarte ja garnicht, dass diese Berichte hundertprozentig objektiv sind, aber ein sogenannter Expertenbericht sollte meiner Meinung nach mehr enthalten, als ironische Beschreibungen des Inhalts, und ein paar Duerftige Hinweise zum Gameplay.
Es ist richtig, dass dieses Game aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades nicht mal eben locker durchgespielt werden kann.
Es ist auch richtig das man aufgrund der Steuerung einiges Training braucht, um in den vollen Genuss des Gameplays zu kommen.
Neben diesen fand ich keine weiteren Negativpunkten [...]
Es ist denkbar, dass der Redakteur Adventure Games nicht mag, oder aber, was ich wirklich glaube, ihm der noetige Kennerblick noch nicht gewachsen ist.....und er somit schlicht "no idea" hat, was die "wirkliche" Qualitaet eines Spiels und dem damit verbundenen Kreativprozesses ausmacht.(jedenfalls fuer mich)
Findest du nicht dass du mit deiner Kritik von wegen "Schulaufsatz" oder "kein Kennerblick" ein klein wenig übertreibst?
Genau wie du selbst haben nämlich auch die Redakteure neben dem knackigen Schwierigkeitsgrad keine Negativpunkte gefunden. Eher im Gegenteil, denn in den abschließenden Redi-Kommentaren (nur im Heft) wird als Fazit von einem märchenhaften Erlebnis und einem Meisterwerk gesprochen.
Und die Wertung von 88% ist doch auch eine ganz klare Kaufempfehlung, also verstehe ich dein Problem nicht ganz.
ich gebe dir vollkommen recht. Es ist schon ein herausvorderndes Spiel.
Ich sehe du hast das Spiel schon fertiggespielt. Gibst du auch Hilfen?
Ich komme einfach nicht weiter.
Danke.
Die Testberichte erreichen langsam das Niveau von Schulaufsaetzen.
Ich erwarte ja garnicht, dass diese Berichte hundertprozentig objektiv sind, aber ein sogenannter Expertenbericht sollte meiner Meinung nach mehr enthalten, als ironische Beschreibungen des Inhalts, und ein paar Duerftige Hinweise zum Gameplay.
Es ist richtig, dass dieses Game aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades nicht mal eben locker durchgespielt werden kann.
Es ist auch richtig das man aufgrund der Steuerung einiges Training braucht, um in den vollen Genuss des Gameplays zu kommen.
Neben diesen fand ich keine weiteren Negativpunkten, die bei genauer Betrachtung im Verlauf des Spiels, eigentlich garnicht negativ sind, da sie eine echte Herrausvorderung darstellen, was dieses Spiel zu einem "echten" Spiel macht.
PoP ist, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, auch endlich mal wieder ein "fertiges" Game.
Ich habe bisher nur einen einzigen Bug entdeckt.
Das ist bemerkenswert erfreulich!!!
Ich spiele seit vielen Jahren, und denke, ich kenne fast jedes gute Game der letzten Jahre aus persoenlicher Erfahrung.
Aber es ist lange her, dass mich ein Spiel so gepackt hat, wie PoP WW.
Das liegt aber nicht an den oben erwaehnten Punkten, sondern an jenen Aspekten , die man in dem PCG Testbericht vergeblich suchen kann.
Dafuer gibt es fuer mich ein paar moegliche Gruende.
Es ist denkbar, dass der Redakteur Adventure Games nicht mag, oder aber, was ich wirklich glaube, ihm der noetige Kennerblick noch nicht gewachsen ist.....und er somit schlicht "no idea" hat, was die "wirkliche" Qualitaet eines Spiels und dem damit verbundenen Kreativprozesses ausmacht.(jedenfalls fuer mich)
Es gilt dabei, nicht nur die technischen Aspekte zu betrachetn, und ob man noch eine Hand frei hat, um dabei auch noch die persoenliche Nahrungsaufnahmen zu steuern........oder gar den Geschwindigkeitsrekord im Durchspielen toppen kann.
Fuer mich ist Prince of Persia ein Meisterwerk.
Meine Hochachtung gilt dabei dem ganzen Entwickler-Team.
Meine Betrachtung ist dabei sicher auch nicht objektiv, aber eines ist sicher, weil es ins Auge springt---jedenfalls in meins---,die Leveldesigns, Characterdesigns, Ingame Videos, Quests, Spezialeffects, Kampftaktiken(wenn man sie denn endlich beherrscht) und vor allem, was fuer mich ganz besonders wichtig ist, die ANIMATIONEN der Charactere sind obere Liga in diesem Business.
(Ok die Gesichts-bzw. Sprachanimationen koennten noch besser sei......was solls)
Das Gameplay ist auch um Laengen besser als das von mir zuletzt gespielete HL2, was "pure fun" fuer mich war, aber keine wirkliche Herrausforderung darstellte, und die Begeisterung streckenweise zu Langeweile stagnierte.
Ich koennte noch vielmehr ueber die vielen schoenen, witzigen oder erstaunlichen Einzelheiten von PoP WW schreiben, aber ich denke, es erhoeht den Genuss, dies alles fuer sich selbst herrauszufinden.
Zum Schluss noch ein gutgemeinter Rat an die PCG Redaktion.
Vielleicht solltet Ihr eure Testberichte in Kategorien aufteilen, damit die Tests etwas mehr Erfahrung und Objektivitaet wiederspiegeln , und somit ALLE Aspekte eines Games Beachtung finden.
Das ist es, was die Leser von Euch erwarten-------jedenfalls ich.
Das Tutorial war erfeulich Actionreich und nicht das übliche "Übungs-BlaBla".
Aber wie man schon am Anfang merkt... das Spiel hat einen erstaunlich hohen Schwierigkeitsgrad. Der wird natürlich auch noch durch die Speicherpunkte verstärkt.
Ich halte mich nicht gerade für einen Anfänger, aber für die erste "Endgegnerin" habe ich 5 Anläufe gebraucht und jedesmal musste man sich erstmal wieder zur Prinzessin durchkämpfen.
Noch schlimmer finde ich es nicht viel später, wenn man gegen das Rabenwesen kämpft. Man muss schon ziemlich viel Zeit investieren um das Wesen das erste Mal zu vertreiben und wenn man dann bei der Jump and Run Einlage versagt und in den Abgrund fällt, darf man das Ganze nochmal spielen... frustrierend. Das konsolentypische Speichern nervt hier ziemlich stark.
Die Animationen sind super. Spektakuläre Verenkungen, Würfe, Sprungeinlagen und Kampfszenen dominieren das Spiel. Es sieht schon Klasse aus, wenn man auf den Gegner zuläuft, an ihm hochspringt und ihm beim Landen in der Mitte spaltet.
Der Sound ist auch gut, solange man nicht die deutsche Syncro spielt. Die Videos sind klasse syncronisiert, aber die Beleidigungen bei den Kämpfen sind mehr als schwach. Ein gelangweilter Sprecher der eine hitzig gedachte Beleidigung ins Microfon gähnt nimmt dem Spiel die schöne Atmosphäre.