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  • PRINCE OF PERSIA: DIE VERGESSENE ZEIT

    Prince of Persia: Die vergessene Zeit im Test: Ein gutes Action-Adventure - aber nicht mehr

    Es war ein Wunsch vieler Fans, und Ubisoft hat ihn erhört: Mit Prince of Persia: Die vergessene Zeit kehren die Entwickler zu der beliebten Sands of Time-Reihe zurück. Story, Setting, Look und Spielgefühl ähneln somit wieder den früheren PoP-Spielen und haben wenig bis gar nichts mit dem letzten, umstrittenen (und trotzdem guten!) Serien-Ableger Prince of Persia (2008) gemein.


    Negativ:

    Die Gegnertypen wiederholen sich zu oft, selbst die größeren Zwischenbosse muss man mehrmals erledigen. Die Gegnertypen wiederholen sich zu oft, selbst die größeren Zwischenbosse muss man mehrmals erledigen. Anders als in den Vorgängern muss man es in Die vergessene Zeit mit wahren Massen an Feinden aufnehmen. In manchen Momenten warten gleich dutzende Gegner darauf, niedergesäbelt zu werden. Und leider macht das nicht sonderlich viel Spaß: Der Prinz mäht sich Klick für Klick durch die Feindeshorden, was zwar hübsch aussieht, doch nicht im Geringsten fordert! Coole Kombos, raffinierte Taktiken, hinterlistige Feinde – was ein gutes Action-Adventure normalerweise bietet, fehlt hier ganz einfach. Die Massen an strunzdummen Dämonen und Skeletten haben keinerlei Tricks drauf; scheinbar frei von KI stacksen sie auf den Spieler zu und segnen nach ein paar wenigen Treffern das Zeitliche. Wer Lust dazu hat, kann Feinden auch auf den Kopf springen und von dort aus schön anzusehende Finishing-Moves auslösen. Doch für den Kampferfolg sind sie nicht entscheidend, vor allem dann nicht mehr, sobald der Prinz einige der übermäßig starken Angriffszauber gelernt hat.

    Das optisch nette, aber spielerisch eintönige Gegner-Totklicken kommt leider auch zu häufig vor – meist latscht der Prinz in einen etwas größeren Raum, der einem schon von Weitem signalisiert: „Achtung, da buddeln sich gleich zwei Dutzend Skelette aus dem Boden, zieh besser schon mal dein Schwert.“ Das ist nicht überraschend oder mitreißend – es ist vorhersehbar und im besten Fall einfach nur solide.

    Bosskämpfe gibt es in mehrfacher Ausführung – nämlich gegen mittelgroße, große und besonders große Dämonen. Spannend sind leider auch diese Gefechte nicht: dem einen Vieh muss man per Seitwärtsrolle ausweichen, dem anderen drischt man einfach munter gegen die Beine, solange bis es auf die Knie sinkt und man ihm mit einem Finishing Move den Rest geben kann. Das alles ist zwar nie richtig schlecht, es macht für ein paar Augenblicke sogar durchaus Laune - aber es hinkt der modernen Action-Konkurrenz eben doch meilenweit hinterher.

    Obwohl die Geschichte ausgesprochen seicht und uninspiriert ist, wird sie doch in vielen kurzen Cutscenes in Spielgrafik erzählt. Einige davon sehen ziemlich gut aus. Obwohl die Geschichte ausgesprochen seicht und uninspiriert ist, wird sie doch in vielen kurzen Cutscenes in Spielgrafik erzählt. Einige davon sehen ziemlich gut aus. Schwache Story: Wer die märchenhafte Erzählung von Prince of Persia: Sands of Time geliebt hat und sich nun etwas Ähnliches erhofft, der sollte seine Erwartungen zügeln: Die vergessene Zeit erzählt eine furchtbar seichte Story, die sich rund um den Prinzen und seinen Bruder Malik dreht. Letzterer versucht sein Königreich vor Invasoren zu verteidigen und entfesselt daher eine mystische Armee. Eine, die sich – typisch! – prompt gegen ihn richtet und zügig sein ganzes Gefolge dahinrafft. Angeführt wird die Armee von einem bösen Dschinn, der unfreiwillig lustige Beschwörungsformeln faucht, zwischendurch über die Palastdächer hüpft, ab und an ein Monster beschwört und auch sonst so eindimensional bleibt, als wäre er ein Statist auf Urlaub. Was will das Vieh, woher kommt es? Völlig egal. Außerdem trifft der Prinz noch auf eine anmutige Dschinn-Dame, die ihm von Zeit zu Zeit neue Fähigkeiten verleiht und den Spieler mit ihrer zähen Sprechweise einzulullen versucht. Das macht alles in allem vier blasse Charaktere – Prinz, Malik, böser Dschinn und Zauberfrau. Nicht genug für ein episches Abenteuer, das mitreißen soll! Schmerzlich vermisst man auch eine weibliche Hauptfigur, die Gefühle in dem Prinzen wecken könnte. Damit fehlt dieser Geschichte vor allem jene Romantik, wie man sie in Sands of Time oder auch dem letzten Prince of Persia (2008) erleben durfte – für zärtliche Augenblicke oder wenigstens noch ein paar neckische Seitenhiebe ist leider kein Platz in Die vergessene Zeit. Und so läuft das Spiel einfach nur linear durch bis zum vorhersehbaren Finale. Dieses erreichen Sie übrigens in etwa 8 bis 10 Spielstunden – je nachdem, wie vertraut Sie mit der Spielmechanik von Prince of Persia sind.

    Und falls Sie sich fragen, ob das Spiel etwas mit dem aktuellen (mäßigen) Kinofilm Prince of Persia: The Sands of Time zu tun hat: nein, hat es nicht. Der Film erzählt zwar auch irgendeine haarsträubende Geschichte vom Sand der Zeit, doch mehr Gemeinsamkeiten mit den Spielen gibt’s nicht.

    Ärgerlich: Manchmal nimmt die Kamera vorbestimmte Positionen ein, so dass man den Blickwinkel nicht selbst bestimmen kann. Das stört bei manchen Sprüngen. Ärgerlich: Manchmal nimmt die Kamera vorbestimmte Positionen ein, so dass man den Blickwinkel nicht selbst bestimmen kann. Das stört bei manchen Sprüngen. Kamera- und Steuerungstücken: Die Steuerung des Spiels funktioniert in den meisten Situationen ausgesprochen gut. Ob mit Maus und Tastatur oder mit Gamepad, der Großteil des Spiels „fließt“ einfach und fühlt sich prima an! In einigen Szenen jedoch verweigert einem das Spiel die Kontrolle über die Kamera. Nämlich immer dann, wenn die Leveldesigner meinen, einen Levelabschnitt in ein besonders dramatisches Licht rücken zu müssen, indem sie eine übersichtlichere oder optisch ansprechendere Perspektive wählen. Nur: In solchen Momenten fällt es dann etwas schwer, einen Sprung genau auszurichten, weshalb man dann gerne mal in den Abrund rauscht, anstatt wie geplant an der Wand entlangzurennen. Dank Zeit-Rückspul-Feature lässt sich der Fehler zwar in der Regel ausbügeln, doch trotzdem ist es ärgerlich, wenn man nur aufgrund einer unbequemen Kameraperspektive einen Sprung nicht hinbekommt. Wir hätten uns daher gewünscht, dass man auch in solchen Szenen die Kamera zurechtdrehen kann, wie man es am liebsten möchte. Übrigens: Sands of Time besaß für derartige Fälle zumindest eine Notlösung – da konnte man auf Wunsch nämlich in eine Ego-Perspektive wechseln und sich so genau auf sein Ziel ausrichten. Das geht in Die vergessene Zeit nicht mehr.

    Ein anderer kleiner Kritikpunkt an der Steuerung: In manchen Kämpfen konnten wir beobachten, wie der Prinz nach einem Wall-Run oder einem Wandsprung nicht auf unsere Eingaben reagierte. Meist nur für eine Sekunde oder zwei, doch das war bereits genug, um sich von den Gegnern einen Treffer einzufangen. Immerhin: Das Problem trat insgesamt nur selten auf und ist daher unterm Strich nicht wirklich dramatisch.

    Der Held sucht sich selbstständig Halt, ähnlich wie in Assassin's Creed - das System funktioniert sehr gut und zeigt nur sehr selten verzeihliche Aussetzer. Der Held sucht sich selbstständig Halt, ähnlich wie in Assassin's Creed - das System funktioniert sehr gut und zeigt nur sehr selten verzeihliche Aussetzer. Unzeitgemäßes Speichersystem: In diesem Spiel wird automatisch an fair verteilten Checkpunkten gespeichert. Eine manuelle Speicherfunktion gibt es jedoch nicht, ebensowenig einen Quicksave oder dergleichen. Das ist deshalb unschön, da Die vergessene Zeit nur einen einzigen Spielstand und keinerlei Profile anbietet. Solange man alleine spielt, ist das natürlich kein Problem - doch sobald Freunde oder Familie ebenfalls spielen möchten, würde das einzige Savegame immer wieder überschrieben. Und wer eine bestimmte Stelle einfach nochmal spielen möchte, der findet weder die Möglichkeit, alte Kapitel anzuspringen noch eigene Savegames zu laden.Blöd!

    Kontroverser Kopierschutz: Wie alle aktuellen Ubisoft-Titel verwendet auch Prince of Persia: Die vergessene Zeit den kontroversen Ubisoft-Kopierschutz. Über den kann man nun streiten, solange man will – letztendlich muss jeder Käufer mit sich selbst ausmachen, was er akzeptieren möchte und was nicht. Auf die Wertung hat das System keinen Einfluss. Fakt ist aber: Um dieses Spiel spielen zu können, benötigen Sie eine permanente Internetverbindung. Bricht die Verbindung ab, wird das Spiel unterbrochen. Falls sich die Verbindung nicht gleich wiederherstellen lässt, starten Sie beim letzten Checkpoint – was gerade noch okay ist, denn die automatischen Speicherpunkte sind fair und großzügig verteilt.

    Prince of Persia: Die vergessene Zeit (PC)

    Spielspaß-Wertung
    80 %
    Leserwertung
    (3 Stimmen):
    94 %
  • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

    Von fsm
    Nur mal aus Interesse: Warum erscheinen eigentlich ständig alte Artiel (ohne Update ihres Inhalts) ganz oben bei den neuesten Meldungen?!
    Von grossesmannes
    Ja, spiels auch seit 2 tagen und finde es garnicht so schlecht wie gemunkelt wird. Grafik kann sich durchaus ansehen lassen und die Massenkloppereien finde ich auch ganz nett  Wasser einfrieren ist ne gelungene Idee und die Hüfpassagen sind auch wie man es erwartet. Was dem Spiel fehlt ist ein wenig…
    Von Siffi123
    Wie es scheint ein gutes Adventure für zwischendurch. Scheint wohl ein grabbeltisch spiel zu werden wie schon der vorige Teil der ebenso schon nicht schlecht war. Übrigends wieder lustig das die "Hobby-Ubisoft Flamer" auch wieder am Start sind. Man hat ja sonst keine Hobbys als in jeder Ubisoft News seinen subjektiven Gehirnfurz rauszuposaunen...

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