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  • PRINCE OF PERSIA: DIE VERGESSENE ZEIT

    Prince of Persia: Die vergessene Zeit im Test: Ein gutes Action-Adventure - aber nicht mehr

    Es war ein Wunsch vieler Fans, und Ubisoft hat ihn erhört: Mit Prince of Persia: Die vergessene Zeit kehren die Entwickler zu der beliebten Sands of Time-Reihe zurück. Story, Setting, Look und Spielgefühl ähneln somit wieder den früheren PoP-Spielen und haben wenig bis gar nichts mit dem letzten, umstrittenen (und trotzdem guten!) Serien-Ableger Prince of Persia (2008) gemein.

    Das Action-Adventure Prince of Persia: Die vergessene Zeit erweitert die Sands of Time-Trilogie um ein viertes Kapitel, dessen Story sich zwischen den Spielen Sands of Time (2003) und Warrior Within (2004) einreiht. Doch ob man die alten Teile nun gespielt hat oder nicht, ist ziemlich egal: Die Handlung von Die vergessene Zeit nimmt praktisch keine Bezüge auf die früheren Spiele und könnte ebenso gut Teil einer völlig eigenständigen Reihe sein. Gemeinsamkeiten finden Serienkenner somit nicht bei der Story, aber sehr wohl beim Gameplay: Wie in früheren Abenteuern arbeitet sich der namenlose Prinz Stück für Stück durch eine orientalische, halb verfallene Festung, trotzt mit seiner irren Akrobatik jedem Anflug von Schwerkraft und mischt zwischendurch allerlei dämonische Gegner auf. Um all das zu bewältigen, darf der Prinz auch wieder den beliebten Sand der Zeit einsetzen, mit dem er einige Sekunden zurückreisen und so tödliche Fehler ungeschehen machen kann. Da Elika, der lebensrettende Sidekick aus dem letzten Prince of Persia (2008), gar nicht erst auftaucht, kann der Held nun auch wieder sterben – vorausgesetzt, er hat keinen Sand der Zeit mehr übrig.

    Positiv:

    Durch die verschiedenen Magie-Formen fühlen sich die klassischen Geschicklichkeitspassagen angenehm unverbraucht an.
    Durch die verschiedenen Magie-Formen fühlen sich die klassischen Geschicklichkeitspassagen angenehm unverbraucht an.

    Coole Geschicklichkeitspassagen: Die vergessene Zeit spielt sich über weite Strecken ähnlich wie Sands of Time. Das mag Kennern vielleicht etwas abgestanden vorkommen, doch der eigentlichen Spielqualität tut das kaum einen Abbruch: Der fein animierte Prinz beherrscht wieder seinen legendären Wall Run, stößt sich dabei lässig von Wänden ab, kraxelt unermüdlich Säulen empor und schwingt sich wie ein Top-Athlet von einer Fahnenstange zur nächsten. Die Levels gleichen wieder einem einzigen, riesigen Hindernisparcours, was zwar für Spielspaß sorgt, aber auch ziemlich unrealistisch wirkt – warum sollte man beispielsweise zig verschiedene Schalter an der Außenseite seines Palastturmes anbringen? Klar, damit der Prinz dort spektakulär am Gemäuer entlangwetzen und per Schalterdruck seinen Weg bereiten kann – da sollte man nicht nach dem Sinn fragen, sondern einfach das Klettern genießen.

    Allerdings zeigt das Leveldesign auch inhaltliche Schwächen – nämlich immer dann, wenn die Designer den Spieler durch einen schmucklosen Verbindungstunnel hetzen, der ein größeres Areal mit dem nächsten verbindet. Dort warten stets nur ein paar Fallen, an denen man vorbeiturnen muss, was weder sonderlich fordert noch unterhält. Zum Glück sind diese Abschnitte aber meist sehr kurz gehalten.

    Ab und an streuen die Entwickler auch ein paar schöne Schalterrätsel ein – die sind zwar grundsätzlich auf Einsteigerfreundlichkeit getrimmt und damit viel zu schnell gelöst, doch trotzdem lockern sie das Spielgeschehen angenehm auf. Ubisoft, für das nächste Prince of Persia bitte wieder mehr davon!

    Neben dem typischen Zeit-Rückspul-Feature bestitzt der Prinz nun erstmals auch die Fähigkeit, Wasser erstarren zu lassen. So kann er sich an den gefrorenen Fontänen und Säulen entlangschwingen.
    Neben dem typischen Zeit-Rückspul-Feature bestitzt der Prinz nun erstmals auch die Fähigkeit, Wasser erstarren zu lassen. So kann er sich an den gefrorenen Fontänen und Säulen entlangschwingen.

    Zeit- und Wasserfähigkeiten: Diesmal hat der Prinz nicht nur die Macht, die Zeit zurückzudrehen – er erhält im Spielverlauf auch noch drei weitere magische Fähigkeiten. Diese sind es, die das übliche Klettern und Springen von den Vorgängerspielen abheben und zu etwas Besonderem machen. Die wichtigste und coolste Neuerung ist die Möglichkeit, Wasser kurzzeitig einzufrieren – das geschieht in Sekundenschnelle, sobald man die entsprechende Taste gedrückt hält. Eine originelle, gut umgesetzte Idee! Der Prinz kann sich so nämlich an erstarrten Wasserfontänen festklammern und sie wie eine Säule verwenden. Oder er friert zwei Wasserwände kurzerhand ein und arbeitet sich hinauf, indem er zwischen ihnen hin und her springt. Die Wassermagie sorgt zudem für einige der fordernsten Stellen im Spiel - auch wenn Die vergessene Zeit generell leicht zu meistern und nicht mal ansatzweise so knifflig ist wie etwa Warrior Within. Aber wenn man mehrere Sprünge durch Wasserwände hinlegen und dabei perfektes Timing beim Einfrieren und Auftauen beweisen muss, dann ist man schon froh, dass man seine Fehlsprünge per Zeitreise rückgängig machen kann. Die Wassermagie kommt zudem auch bei einigen Rätseln zum Einsatz, weshalb sich diese gelungenen Einschübe angenehm frisch und unverbraucht anfühlen.

    Die zweite neue Fähigkeit erlaubt es dem Prinzen, per Tastendruck an bestimmten Orten schimmernde Objekte und Oberflächen zu erschaffen oder zu entfernen. Das sorgt im späteren Spielverlauf für umfangreiche Sprungkombinationen, in denen man im Sekundentakt von einer herbeigezauberten Säule zur nächsten hüpft – gute Reaktionen sind hier zwar gefordert, doch trotzdem fällt das Ganze nie zu schwer aus.

    Mit seiner dritten magischen Eigenschaft kann der Prinz per Knopfdruck auf Feinde zurasen, ähnlich einer Art Teleportation. Das ist deshalb wichtig, weil er auf diese Weise auch größere Abgründe überwindet. Da aber nicht immer ein Feind zur Stelle ist, werfen die Designer an vorgegebenen Stellen auch ein paar zerrupfte Vögel in die Levels, die der Prinz ähnlich ansteuern kann wie seine Gegner. So schwingt er sich von Vogel zu Vogel und legt dadurch teils riesige Distanzen zurück. Vögel als Haltepunkte – im Grunde ein ziemlich alberner Einfall. Aber auch hier gilt: Einfach nicht nach dem Sinn fragen. Hauptsache, der Prinz hat ordentlich was zu tun!

    Leider können weder die deutschen Sprecher noch die Geschichte an sich überzeugen. Immerhin: Auf Wunsch darf man auch die deutlich bessere, englische Sprachausgabe wählen.
    Leider können weder die deutschen Sprecher noch die Geschichte an sich überzeugen. Immerhin: Auf Wunsch darf man auch die deutlich bessere, englische Sprachausgabe wählen.

    Ordentliche Atmosphäre: Das Grafikdesign hat Schwächen: Der Prinz wirkt längst nicht so cool und markant wie in den früheren Titeln! Außerdem gibt es viel zu wenig verschiedene Gegnertypen, so dass man meist gegen die gleichen Feinde antreten muss. Texturen und Spezialeffekte sind zwar zeitgemäß, aber eben längst nicht auf Top-Niveau – erwarten Sie also bitte keine Crysis-Grafik. Für eine stimmungsvolle Optik langt’s aber trotzdem allemal, denn die Entwickler bemühten sich um schöne Lichteffekte, hübsche Wasserdarstellung und saubere Animationen. Generell könnten die Umgebungen zwar etwas mehr Details vertragen, doch immerhin: Gleich in den ersten Spielminuten begeistert das Spiel mit einer üppigen Schlachtenszene, die prachtvoll den Hintergrund ausfüllt, während der Prinz sich viele Meter darüber an der Palastwand entlanghangelt. Solche Szenen hätten wir uns häufiger gewünscht!

    Der Sound hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck: Orchestrale Klänge – mal entspannend, mal treibend - mischt das Spiel dynamisch unter das Geschehen. Entbrennt ein Kampf, geht die stimmungsvolle Musik flüssig in eine flottere Melodie über. Die rockigen Stücke aus den früheren Spielen der Reihe sucht man allerdings vergebens, was schade ist – gerade Sands of Time bot doch in dieser Hinsicht eine fantastisch abwechslungsreiche Musikuntermalung.

    Leider sind die Monster ziemlich dürftig vertont: die Skelett-Gegner bringen beispielsweise nur ein bemitleidenswertes Gekreische zustande, das klingt weder bedrohlich noch cool. Etwas enttäuschend sind auch die deutschen Sprecher – der Prinz klingt in der deutschen Fassung viel zu brav, seiner Stimme nimmt man weder Mut noch Entschlossenheit ab. Auch die wenigen Nebencharaktere wirken ziemlich lustlos vertont - nicht übermäßig schlimm, aber sicherlich auch nicht gut. Zum Glück erscheint aber auch Die vergessene Zeit als multilinguale Fassung, eben wie die meisten Ubisoft-Titel. Sie können die Sprache daher jederzeit im Hauptmenü umstellen und kommen so auch in den Genuss der deutlich besseren englischen Sprachausgabe. Gut so!

    Für jeden Levelaufstieg (links oben sehen Sie die Erfahrungspunkte-Leiste) darf man einen Punkt in diesem Talentbaum verteilen. So schaltet man neue Zauber und Upgrades frei.
    Für jeden Levelaufstieg (links oben sehen Sie die Erfahrungspunkte-Leiste) darf man einen Punkt in diesem Talentbaum verteilen. So schaltet man neue Zauber und Upgrades frei.

    Upgradesystem: Erstmals bietet ein Prince of Persia-Titel auch ein Upgradesystem, das ein wenig an Spiele wie God of War (PS3) oder Darksiders erinnert: Für jeden besiegten Gegner erhält der Prinz Erfahrungspunkte, die er in einem Talentbaum gegen neue Fähigkeiten und Verbesserungen eintauschen darf. Neben der eigenen Lebenskraft sollte man vor allem die Zeitmagie aufwerten – dadurch kann man Wasser nämlich länger einfrieren und häufiger die Zeit zurückdrehen, was gerade in den späteren Geschicklichkeitspassagen ein Segen ist. Zudem darf der Prinz aber auch bis zu vier verschiedene Kampfzauber erlernen und diese in mehren Stufen ausbauen. Zwei davon sind ziemlich sinnlos – Feuer- und Erdmagie braucht wirklich kein Mensch. Unser Tipp: Bauen Sie die Eismagie auf Stufe 4 aus, damit schicken Sie auch größere Feinde ruckzuck auf die Matte. Spätestens für den letzten Bosskampf empfiehlt es sich außerdem, die Lebenspunkte auf ihr Maximum zu bringen.

    Saubere PC-Umsetzung: Typisch Ubisoft: Nach Assassin’s Creed 2 lässt sich auch an dieser PC-Umsetzung kaum etwas bemängeln. Das Spiel fühlt sich mit Maus und Tastatur sehr gut an – etwaige kleinere Steuerungsmängel (siehe Kontra-Punkt „Kamera- und Steuerungstücken“) sind identisch mit denen der Konsolenfassungen, an der PC-Umsetzung liegt’s also nicht. Man sollte sich die Tasten allerdings besser so belegen, dass man im späteren Spielverlauf bequem die magischen Fähigkeiten aktivieren kann – gerade das Gefrieren von Wasser erfordert sehr gutes Timing. Wer mag, kann auch mit einem Gamepad spielen, sogar ohne in den Optionen extra auf einen Controller umstellen zu müssen. Ein Xbox 360-Gamepad ist eine ideale Wahl, insofern Sie diese Eingabemethode bevorzugen.

    Unsere Testversion lief zudem selbst auf einem betagten Dual Core 2 mit einer 8800 GTS-Grafikkarte flüssig – bei maximalen Details und einer Auflösung von 1280x1024 erreichten wir meistens bis zu 60fps. Die PC-Version unterstützt optional auch hochaufgelöste Texturen, doch der optische Unterschied zu den Konsolenfassungen ist praktisch nicht auszumachen.


  • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

    Von fsm
    Nur mal aus Interesse: Warum erscheinen eigentlich ständig alte Artiel (ohne Update ihres Inhalts) ganz oben bei den neuesten Meldungen?!
    Von grossesmannes
    Ja, spiels auch seit 2 tagen und finde es garnicht so schlecht wie gemunkelt wird. Grafik kann sich durchaus ansehen lassen und die Massenkloppereien finde ich auch ganz nett :) Wasser einfrieren ist ne gelungene Idee und die Hüfpassagen sind auch wie man es erwartet. Was dem Spiel fehlt ist ein wenig die…
    Von Siffi123
    Wie es scheint ein gutes Adventure für zwischendurch. Scheint wohl ein grabbeltisch spiel zu werden wie schon der vorige Teil der ebenso schon nicht schlecht war. Übrigends wieder lustig das die "Hobby-Ubisoft Flamer" auch wieder am Start sind. Man hat ja sonst keine Hobbys als in jeder Ubisoft News seinen subjektiven Gehirnfurz rauszuposaunen...

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